FromSoftwares The Duskbloods ist kein klassisches Soulslike, das am Ende einfach noch einen Mehrspielermodus spendiert bekommt. Die Vorschauen zeichnen das Spiel als kompetitives, phasenbasiertes PvPvE-Erlebnis: Acht übernatürliche Kämpfer treffen aufeinander, schließen vorübergehend Allianzen, stellen sich Gegnern und versuchen, bis zur nächsten Ausscheidungsrunde im Rennen zu bleiben. Der geschlossene Netzwerktest lieferte einen ersten Einblick in dieses Konzept – offenbarte aber auch, dass die Online-Infrastruktur noch auf die Probe gestellt werden musste. Wegen Serverproblemen beendete FromSoftware die erste Sitzung vorzeitig.
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Acht Bloodsworn kämpfen um „First Blood“
In jeder Partie treten bis zu acht Bloodsworn an. Dabei handelt es sich um übernatürliche Wesen, die durch besonderes Blut Kräfte jenseits menschlicher Grenzen erhalten haben. Während der „Twilight of Humanity“, dem Untergang der menschlichen Zivilisation, werden sie zu einem Wettstreit um den sogenannten „First Blood“ gerufen.
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Das entscheidende Detail: The Duskbloods besteht nicht aus einem einzigen großen Gefecht, sondern aus mehreren Phasen. Die Spieler sammeln Punkte, indem sie Gegner besiegen und sich mit anderen Bloodsworn auseinandersetzen. Wer nicht genügend aufholt, scheidet im Verlauf der Partie aus. Laut dem offiziellen Test-Leitfaden werden die acht Kämpfer durch den Kelch nach und nach ausgedünnt, bis drei Bloodsworn für den finalen Kampf übrig bleiben.
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Dadurch geht es nicht nur darum, jedes Duell zu gewinnen. Ein Spieler kann einen Rivalen angreifen, einen Monsterkampf für einen Hinterhalt nutzen oder sich kurzzeitig mit anderen zusammenschließen, um eine besonders gefährliche Bedrohung auszuschalten. Gleichzeitig muss er genügend Punkte sammeln, um die nächste Ausscheidungsrunde zu überstehen. Jede Begegnung kann damit zum Dreikampf aus Rivalität, Gelegenheit und Überlebenswillen werden.
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Vom Spielgefühl her erinnerten die Vorschauen an Bloodborne und Elden Ring Nightreign, allerdings mit mehr Beweglichkeit und dem zusätzlichen Druck eines phasenbasierten Matches mit acht Teilnehmern.
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Sechs Bloodsworn im Netzwerktest
Die Testversion umfasste sechs spielbare Bloodsworn. Für die Vollversion sind laut Vorschauen mehr als zehn Figuren geplant. Schon der kleinere Test-Kader machte deutlich, wie stark sich die Charaktere bei Waffen, Fähigkeiten und Fortbewegung voneinander unterscheiden.
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Sniper Layla ist keine gewöhnliche Fernkämpferin
Sniper Layla steht besonders deutlich für den ungewöhnlichen Stil von The Duskbloods. Im Nahkampf verwendet sie zwei Hieroglyph-Kataren – dolchartige Klingen, die sie in beiden Händen führt. Gleichzeitig verfügt sie über ein großes Scharfschützengewehr für Angriffe aus der Distanz. Dadurch kann sie zwischen aggressivem Nahkampfdruck und präzise vorbereiteten Fernangriffen wechseln.
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Layla bleibt dabei nicht sicher in einer hinteren Reihe stehen. Die Vorschauen erwähnen außerdem ein Gatling-Geschütz, das aus ihrem Brustkorb hervorkommt. Diese Kombination bringt den grotesken Gothic-Look, die überzeichneten Figurenkonzepte und die klar voneinander getrennten Spielrollen des Spiels auf den Punkt.
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Zork sorgt für die spektakulärsten Bewegungen
Noch exzentrischer wirkt Zork. Berichten zufolge bewegt er sich mit einem jetpackbetriebenen Taucheranzug durch die Spielwelt und kann damit über die Karte fliegen. Damit bildet er einen starken Kontrast zu bodenständigeren Kämpfern wie dem Säbel schwingenden Albert.
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Diese Unterschiede sind spielerisch relevant. In einem Match, in dem Höhenunterschiede, Positionen und Überraschungsangriffe sowohl bei PvE-Kämpfen als auch im Duell mit anderen Spielern eine Rolle spielen, verändert jeder Bloodsworn den eigenen Ansatz. Die Figuren wirken daher nicht wie bloße Varianten desselben Movesets, sondern wie unterschiedliche Wege, eine Partie zu bestreiten.
Das hat der August-Netzwerktest gezeigt
Der offizielle Test bestand aus fünf vierstündigen Sitzungen zwischen dem 21. und 23. August nach pazifischer Zeit; in einigen Regionen lief das letzte Zeitfenster bis zum 24. August. Ziel eines solchen Netzwerktests ist es, Leistung und Serverbelastung vor dem Start des Dienstes zu prüfen – nicht, bereits die vollständige finale Version abzubilden.
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Der Test-Leitfaden verortete die Kämpfe in Lowanro City und erklärte das Phasen- sowie Ausscheidungssystem. Die Vorschauen spielten auf derselben Version, die auch für den Netzwerktest vorgesehen war. Das macht sie nützlich, um den grundlegenden Spielablauf zu verstehen. Belastbare Aussagen über den endgültigen Kader, weitere Karten, die Balance oder den vollständigen Umfang des Spiels lassen sich daraus aber noch nicht ableiten.
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Die erste Sitzung musste zudem abgebrochen werden, nachdem zahlreiche Spieler mit Login- und Serverproblemen zu kämpfen hatten. Das sagt für sich genommen nichts über die Qualität der fertigen Version aus. Es zeigt jedoch, weshalb FromSoftware vor dem Release einen Belastungstest angesetzt hat.
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Ein neuer Weg für FromSoftware – aber kein Abschied vom Einzelspieler
Mit The Duskbloods wagt FromSoftware einen deutlichen Formatwechsel. Das Studio überträgt sein anspruchsvolles Action-Kampfsystem in einen Wettbewerb, bei dem Punkte, zeitweilige Zusammenarbeit, der Umgang mit Gegnern und die eigene Platzierung ebenso wichtig sind wie das Beherrschen einzelner Angriffe. Nintendo bezeichnet das Spiel ausdrücklich als PvPvE-Titel und nicht als traditionelles Einzelspieler-Action-RPG.
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Trotzdem gibt es keinen belastbaren Hinweis darauf, dass FromSoftware künftig grundsätzlich auf Einzelspieler-Spiele verzichten will. Hidetaka Miyazaki erklärte, der Mehrspielerfokus dieses Projekts bedeute nicht, dass sich das Studio bei allen kommenden Spielen in eine stärker multiplayerorientierte Richtung bewege.
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Die naheliegendere Schlussfolgerung lautet daher: The Duskbloods ist ein ambitioniertes Experiment mit einer ungewöhnlichen Match-Struktur – kein Beleg für eine dauerhafte Kehrtwende des gesamten Studios.
Warum aus einem Switch-Spiel ein Switch-2-Exklusivtitel wurde
Die Entwicklung begann 2021, während Elden Ring noch in Arbeit war, zunächst als kleineres Projekt für die ursprüngliche Nintendo Switch. Als das Konzept konkretere Formen annahm, wurde auch Nintendos Nachfolgekonsole Teil der Planung. FromSoftware richtete den Entwicklungsweg daraufhin auf die Switch 2 neu aus.
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Berichte zu Miyazakis Interviews zufolge stellte die ursprüngliche Switch das Team vor erhebliche technische Herausforderungen. Die leistungsfähigeren Möglichkeiten der Switch 2 machten es dagegen realistischer, das geplante Projekt in seinem vorgesehenen Umfang umzusetzen.
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38 Das erklärt, weshalb The Duskbloods als Switch-2-Exklusivtitel und nicht als generationenübergreifende Veröffentlichung positioniert ist.
Release-Stand
Nintendo führt The Duskbloods als exklusiven Titel für Nintendo Switch 2 und nennt ein Veröffentlichungsfenster für 2026. Ein konkretes Startdatum wurde in den vorliegenden Informationen noch nicht bestätigt.
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Die wichtigste Erkenntnis aus dem Netzwerktest betrifft deshalb weniger den Termin als die Spielidee: FromSoftware entwickelt ein Multiplayer-Spiel, in dem acht Bloodsworn mehrere eskalierende Phasen überstehen müssen, während sie Monster bekämpfen und einander in die Quere kommen. Dass Layla dabei von ihren Kataren zum Scharfschützengewehr wechseln oder sogar ein Gatling-Geschütz aus dem Brustkorb hervorholen kann, zeigt die ungewöhnliche Bandbreite des Konzepts. Die Serverprobleme des Tests machten zugleich deutlich, wie anspruchsvoll es sein wird, diesen Ansatz zuverlässig online umzusetzen.