Auf 35 Prozent der untersuchten englischsprachigen Webseiten, die nach dem öffentlichen Start von ChatGPT am 30. In einer breiteren Stichprobe von 10.000 im Juli 2026 erfassten Seiten lag der Anteil bei 10 Prozent.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did Pew Research’s August 2026 study find about the prevalence of AI-written or substantially AI-edited web pages since ChatGPT’s Novem. Article summary: Pew found a sharp post-ChatGPT increase in web pages showing meaningful signs of AI authorship or substantial AI editing: 10% of a July 2026 cross-section overall, but 35% among pages with detectable publication dates af. Topic tags: general, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fa
Pew Research Center hat eine der bislang klarsten Schätzungen dazu vorgelegt, wie weit künstliche Intelligenz in die Online-Produktion vorgedrungen ist: Auf 35 Prozent der untersuchten englischsprachigen Webseiten, die nach dem öffentlichen Start von ChatGPT veröffentlicht wurden, fanden sich deutliche Hinweise auf KI-Autorenschaft oder umfangreiche KI-Bearbeitung. In einer breiteren Momentaufnahme vom Juli 2026, die auch ältere Seiten einschloss, lag der Anteil bei 10 Prozent. 15
Wichtig ist die Einordnung: Das Verfahren erkannte Muster, die mit KI-generiertem oder stark KI-bearbeitetem Text verbunden sind. Es beweist nicht, dass KI eine markierte Seite vollständig geschrieben hat – und sagt auch nicht, wie groß der KI-Anteil an der jeweiligen Seite war. 1
Pew entnahm aus jedem von 49 Common-Crawl-Snapshots zwischen Januar 2021 und Juli 2026 jeweils 10.000 englischsprachige Webseiten. Insgesamt kamen so 490.000 Seiten zusammen. Common Crawl ist ein Archiv öffentlich zugänglicher Webinhalte. Seiten hinter Bezahlschranken oder Anmeldungen dürften darin deshalb weniger stark vertreten sein als frei erreichbare Inhalte. 3
Die Forschenden extrahierten den eigentlichen Textkörper der Seiten und analysierten ihn mit Open Pangram, einem System zur Erkennung von Hinweisen auf KI-Autorenschaft oder substanzielle Bearbeitung durch KI. Dabei wurde nicht nur zwischen „menschlich“ und „maschinell“ unterschieden: Das Verfahren bildet ein Spektrum ab, auf dem auch Mischformen – etwa von Menschen mit KI überarbeitete Texte – liegen können. 13
In einer zufällig zusammengestellten Stichprobe von 10.000 Seiten aus dem Juli 2026 zeigten rund 10 Prozent deutliche Signale für KI-Autorenschaft oder starke KI-Bearbeitung. Diese Stichprobe enthielt auch Seiten, die bereits vor ChatGPT veröffentlicht worden waren – das drückte den Gesamtwert. 15
Anschließend filterte Pew die Seiten heraus, deren Veröffentlichungsdatum nach dem öffentlichen ChatGPT-Start am 30. November 2022 lag. In diesem datierten Teilbestand stieg der Anteil auf 35 Prozent, also auf mehr als ein Drittel. 1
Die 35-Prozent-Zahl ist allerdings keine exakte Volkszählung aller seit ChatGPT veröffentlichten Webseiten. Nur eine Minderheit der untersuchten Seiten enthielt ein auswertbares Veröffentlichungsdatum. Der Wert gilt daher für die datierbaren Seiten, nicht automatisch für sämtliche neueren Webseiten. 3
Die Häufigkeit unterschied sich deutlich je nach Top-Level-Domain. Für die Messungen im Jahr 2026 ergab sich laut Pew folgendes Bild:
Damit lag der gemessene Anteil auf .com-Seiten ungefähr doppelt so hoch wie auf .org-Seiten und etwa zehnmal so hoch wie auf .edu- und .gov-Seiten. 4
Die Zahlen beschreiben Unterschiede innerhalb der untersuchten Stichprobe. Sie bedeuten nicht, dass jeder kommerzielle Anbieter KI nutzt oder akademische und staatliche Webseiten frei von KI-Einsatz sind. Sie zeigen jedoch, dass die stärkste Konzentration der erkannten Signale im kommerziellen Teil des Webs lag. 4
Berichte zu Cloudflare meldeten 2026, dass automatisierte Bots und KI-Agenten rund 57 bis 57,5 Prozent der gemessenen Anfragen an HTML-Inhalte ausmachten – gegenüber etwa 42,5 Prozent menschlichen Zugriffen. 1718
Beide Untersuchungen betrachten jedoch unterschiedliche Ebenen des Internets:
Die Ergebnisse ergänzen sich daher, sind aber nicht austauschbar. Ein Bot kann eine vollständig von Menschen geschriebene Seite abrufen. Umgekehrt kann eine Seite mit KI-Signalen überwiegend von Menschen gelesen werden. Keine der beiden Studien belegt die jeweils andere Kennzahl. Zusammen deuten sie jedoch auf ein Web hin, das zunehmend sowohl von maschinell erzeugten Inhalten als auch von maschinell gesteuerten Zugriffen geprägt wird. 11718
Pew weist darauf hin, dass KI-Detektoren auch menschlich geschriebene Texte falsch einordnen können. Ein positives Ergebnis sollte deshalb als Hinweis verstanden werden – nicht als zweifelsfreier Beleg für die Urheberschaft einer einzelnen Seite. Außerdem kann die Methode nicht zuverlässig zwischen vollständig KI-generierten Texten und einer leichteren Nutzung von KI, etwa zum Umschreiben oder Redigieren, unterscheiden. 1
Weitere Grenzen der Untersuchung:
Die 35 Prozent sind somit eine Schätzung der erkennbaren KI-bezogenen Signale in einer bestimmten Stichprobe – keine endgültige Antwort auf die Frage, welcher Anteil des gesamten Internets von KI geschrieben wurde.
Pew untersuchte zusätzlich sprachliche Merkmale, um Veränderungen im Online-Schreibstil unabhängig vom direkten Detektor-Ergebnis zu verfolgen. Bei Seiten, die nach dem Start von ChatGPT veröffentlicht wurden, beobachteten die Forschenden eine häufigere Verwendung von Gedankenstrichen, Oxford-Kommas, negativem Parallelismus sowie einer Gruppe von Wörtern, die mit KI-generierter Prosa in Verbindung gebracht werden. Dazu zählen unter anderem „delve“, „crucial“, „landscape“, „pivotal“ und „underscore“. 2
Auch diese Merkmale sind kein Beweis für KI-Autorenschaft. Menschen können dieselbe Zeichensetzung und dieselben Begriffe verwenden, und sprachliche Trends können sich aus vielen anderen Gründen verbreiten. Ihr Wert liegt daher vor allem darin, die These eines breiteren Wandels der Online-Sprache neben den Ergebnissen des Detektors zu stützen. 2
Die wichtigste Aussage der Pew-Analyse lautet nicht, dass 35 Prozent des Internets nachweislich von KI geschrieben wurden. Sie lautet: Unter den datierbaren englischsprachigen Seiten der Stichprobe zeigte mehr als ein Drittel der nach dem ChatGPT-Start veröffentlichten Seiten deutliche Signale, die mit KI-Autorenschaft oder umfangreicher KI-Bearbeitung vereinbar sind. In der breiteren Stichprobe vom Juli 2026 lagen solche Signale auf 10 Prozent aller untersuchten Seiten vor; auf kommerziellen Domains waren sie deutlich häufiger als auf .edu-, .gov- oder .org-Seiten. 134
Am sinnvollsten lässt sich das Ergebnis als Messwert für eine sich wandelnde Publikationslandschaft verstehen. Zugleich erinnert die Studie daran, dass sich die Herkunft eines Textes nicht allein anhand des Ergebnisses eines KI-Detektors feststellen lässt.
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Auf 35 Prozent der untersuchten englischsprachigen Webseiten, die nach dem öffentlichen Start von ChatGPT am 30.
Auf 35 Prozent der untersuchten englischsprachigen Webseiten, die nach dem öffentlichen Start von ChatGPT am 30. In einer breiteren Stichprobe von 10.000 im Juli 2026 erfassten Seiten lag der Anteil bei 10 Prozent.
Auf .com Seiten fanden sich solche Signale bei etwa 9 bis 10 Prozent, auf .org Seiten bei rund 4,6 Prozent sowie auf .edu und .gov Seiten bei jeweils etwa 1 Prozent.