Gemini 4 ist einen Schritt näher an der Veröffentlichung: Das KI-Modell befindet sich in der frühen Nachtrainingsphase, sagte Google-DeepMind-Leiter Koray Kavukcuoglu am 23. September 2026 beim AI Agenda Live Summit des US-Technikmediums The Information. Eine erste Version soll nach seiner Hoffnung „deutlich früher“ als Ende des Jahres erscheinen. Das ist eine Zielvorstellung, keine Ankündigung eines Starttermins.
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Was die Entwicklungsphase aussagt – und was nicht
Beim Nachtraining wird das Verhalten eines bereits vortrainierten Basismodells für den Einsatz verfeinert. Dazu gehören unter anderem Zuverlässigkeit, Sicherheitstests und Schutzmechanismen. Dass Gemini 4 diese Phase erreicht hat, sagt jedoch noch nichts Belastbares darüber aus, wie gut es komplexe Aufgaben löst, programmiert oder mit sicherheitskritischen Anfragen umgeht.
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Menschliches Feedback, Reinforcement Learning und spezielle Datensätze sind mögliche Verfahren beim Nachtraining. Aus der Berichterstattung über den Auftritt geht aber nicht hervor, welche davon Google für Gemini 4 einsetzt. Auch messbare Fortschritte bei Schlussfolgerungen, Sicherheit oder Zuverlässigkeit wurden dort nicht veröffentlicht.
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Erst veröffentlichen, dann rasch verbessern
Kavukcuoglu zufolge will Google möglichst bald eine frühe Version aus dem Nachtraining veröffentlichen und anschließend schnell weitere Versionen folgen lassen. Ein Datum nannte er nicht. Offen bleibt auch, ob und wie Rückmeldungen aus der Nutzung in spätere Versionen einfließen sollen.
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Die Aussagen fielen bei Kavukcuoglus erstem Medienauftritt als neuer Leiter des Tagesgeschäfts von Google DeepMind. Sein Vorgänger Demis Hassabis gab im August den CEO-Posten ab und wurde DeepMind-Vorsitzender sowie Chefwissenschaftler des Google-Mutterkonzerns Alphabet. Er hat Google also nicht verlassen.
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The Information ordnet Gemini 4 als lange erwartetes Spitzenmodell im Wettbewerb mit Anthropic und OpenAI ein.
19 Zugleich hat Google weiterhin andere Gemini-Modelle herausgebracht: Eine Modellübersicht führt eine Vorschau auf Gemini 3.1 Pro vom Februar 2026 auf; Google beschreibt Gemini 3.5 Flash als Modell für schnelle Antworten auch bei anspruchsvollen Aufgaben. Die jüngsten Flash-Versionen pauschal als schwachen Ersatz für ein Spitzenmodell abzutun, wäre daher zu kurz gegriffen.
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Entscheidend wird sein, was eine veröffentlichte Version tatsächlich leistet: bei komplexen Aufgaben, beim Programmieren, bei der Zuverlässigkeit und bei den Kosten im Vergleich zu verfügbaren Alternativen. Der Auftritt liefert noch keine öffentlichen Ergebnisse, die diese Fragen beantworten.
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