HP und MINISFORUM verfolgen dasselbe Ziel aus unterschiedlichen Richtungen: KI-Aufgaben sollen stärker auf Geräten laufen, die Nutzerinnen und Nutzer selbst kontrollieren. HP präsentierte eine leistungsstarke Workstation und kündigte RTX-Spark-Notebooks an. MINISFORUM setzt auf einen kompakten Rechner mit besonders viel gemeinsamem Arbeitsspeicher, in den sich auch große KI-Modelle laden lassen sollen.
KI lokal auszuführen kann bedeuten, dass weniger Informationen an einen entfernten Dienst geschickt werden müssen und nicht jeder Arbeitsschritt eine Internetverbindung voraussetzt. Das ist aber keine automatische Datenschutzgarantie: Welche Daten eine Anwendung überträgt, hängt auch von Software und Einstellungen ab. Und lokal heißt nicht zwingend schneller – das Ergebnis hängt vom Modell, der Hardware und der jeweiligen Aufgabe ab. Microsoft beschreibt deshalb auch einen Hybridansatz, bei dem Aufgaben je nach Bedarf lokal oder in der Cloud verarbeitet werden.
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MINISFORUM: 192 GB gemeinsamer Speicher im Mini-Rechner
Das MS-S1 MAX-P495 von MINISFORUM basiert auf AMDs Ryzen AI Max+ PRO 495. Der Chip nutzt die Zen-5-Architektur und bietet 16 CPU-Kerne sowie 32 Threads. Für die Grafik ist eine integrierte Radeon 8065S zuständig. MINISFORUM gibt die NPU-Leistung mit bis zu 55 TOPS und die gesamte KI-Rechenleistung mit bis zu 131 TOPS an. Die angebotene Konfiguration kombiniert 192 GB gemeinsamen Speicher mit 2 TB Speicherplatz; bis zu 160 GB des Arbeitsspeichers können laut Hersteller für Grafikaufgaben reserviert werden.
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Gegenüber dem Vorgänger MS-S1 MAX steigt der maximale gemeinsame Speicher laut MINISFORUM von 128 auf 192 GB. Auch die maximal für Grafik nutzbare Speichermenge wächst demnach: von 96 auf 160 GB.
33 Der in den USA genannte Aktionspreis beträgt 7.399 US-Dollar statt regulär 9.249 US-Dollar – ein Rabatt von rund 20 Prozent.
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Das Gerät war bereits im September auf der IFA zu sehen; die Ankündigung vom 8. Oktober war also keine erste Vorschau.
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54 MINISFORUM bewirbt außerdem den Betrieb mehrerer Geräte als Möglichkeit, größere Modelle auszuführen. Für zwei Systeme nennt das Unternehmen einen Lauf von Qwen3.5-397B mit 16 Tokens pro Sekunde. Ein Verbund aus vier Geräten soll laut Produktseite ein 380 GB großes DeepSeek-R1-Modell mit 671 Milliarden Parametern in Q4_0-Quantisierung ausgeführt haben.
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Diese Ergebnisse sind Herstellerangaben, keine unabhängigen Vergleichstests. Sie belegen auch nicht, wie sich ein einzelnes Gerät gegenüber zwei oder vier Systemen schlägt. Zwar positioniert MINISFORUM den Rechner für Modelle der 300-Milliarden-Parameter-Klasse; die verfügbaren Angaben liefern aber keinen vergleichbaren Leistungsnachweis für alle Konfigurationen und keinen gesicherten Liefertermin.
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HP zeigt Windows auf einer GB300-Workstation
Bei einer Microsoft-Veranstaltung in San Francisco demonstrierten Microsoft-Chef Satya Nadella und NVIDIA-Chef Jensen Huang erstmals öffentlich Windows auf HPs ZGX Fury. Die Workstation wird vom NVIDIA GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip angetrieben. HP sieht das System für umfangreiche KI-Entwicklung und -Nutzung vor Ort vor. Einen Verkaufspreis hat das Unternehmen nicht veröffentlicht; Interessierte sollen sich an den HP-Vertrieb wenden.
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Daneben kündigte HP zwei OmniBook-Notebooks mit NVIDIA RTX Spark an. Das OmniBook Ultra 16 soll ab dem 16. Oktober 2026 ab 3.199,99 US-Dollar erhältlich sein, das OmniBook X 14 ab 2.999,99 US-Dollar. HP richtet die Geräte und sein Angebot für lokale KI an Kreative, Entwickler, Gamer und weitere Nutzer, die KI-Anwendungen entwickeln oder sogenannte Agenten nutzen möchten.
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Für ausgewählte HP-Verbrauchergeräte kündigte das Unternehmen außerdem Perplexity-Angebote an. Laut einem Bericht soll für berechtigte Geräte ab November eine einmonatige Testphase von Perplexity Pro verfügbar sein. Das Angebot gilt nicht pauschal für alle HP-PCs.
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Lokale KI: mehr Kontrolle, aber kein Selbstläufer
Wer ein Modell auf dem eigenen Rechner ausführt, kann die Abhängigkeit von einem Cloud-Dienst verringern. Das kann für sensible Eingaben oder für Aufgaben ohne durchgehende Internetverbindung interessant sein. Entscheidend bleibt jedoch, wie die verwendete Software Daten verarbeitet und welche Einstellungen aktiv sind. Auch die Reaktionszeit lässt sich nicht allein daraus ableiten, dass die Berechnung lokal erfolgt.
Der Einstieg ist zudem teuer: HPs angekündigte OmniBooks beginnen bei knapp 3.000 US-Dollar, während MINISFORUM für seine gelistete Konfiguration im Aktionszeitraum 7.399 US-Dollar nennt.
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32 Microsofts ebenfalls angekündigtes Surface Laptop Ultra startet bei 2.599 US-Dollar und gehört zu einem breiteren Vorstoß, bei dem manche KI-Aufgaben auf Windows-PCs laufen, während andere weiterhin in der Cloud bleiben können.
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24 Die neuen Geräte zeigen, dass anspruchsvollere Modelle näher an den eigenen Arbeitsplatz rücken. Ob sich das lohnt, hängt aber vom konkreten Einsatz, dem Preis und unabhängig überprüfter Leistung ab.