Excel-Nutzerinnen und -Nutzer treffen nach dem September-Update 2026 auf einen besonders tückischen Fehler: Das Kopieren scheint zu funktionieren, beim Einfügen passiert jedoch nichts. Microsoft hat das Problem in den bekannten Problemen zu KB5002914 bestätigt. Auch zu AutoAusfüllen und dem Ziehen von Formeln über das Ausfüllkästchen liegen Berichte vor.
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Woran der Fehler zu erkennen ist
Das Einfügen schlägt ohne sichtbaren Hinweis fehl: Eine Zelle oder ein Bereich wird kopiert, doch beim Einfügen bleibt die Quellmarkierung bestehen und die Zielzelle unverändert. Excel gibt weder einen Signalton noch eine Fehlermeldung aus.
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Microsoft nennt Excel 2024, 2021, 2019 und 2016 als betroffene Versionen. Nutzerberichte schildern darüber hinaus Probleme beim AutoAusfüllen und beim Ziehen von Formeln.
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Das ist mehr als ein Ärgernis: Wer in großen Tabellen arbeitet, kann unbemerkt mit unvollständigen oder inkonsistenten Daten weiterarbeiten. Deshalb sollte man nach dem Update kritische Kopier- und Einfügevorgänge kurz kontrollieren.
Wichtig: Was KB5002914 tatsächlich abdeckt
KB5002914 ist das Sicherheitsupdate vom 8. September 2026 für Excel 2016, einschließlich MSI-basierter Installationen. Microsoft führt das Update in seiner Office-Updateübersicht bei Excel 2016; im Microsoft Update Catalog gibt es jeweils ein Paket für die 32- und 64-Bit-Ausgabe.
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Das bedeutet nicht, dass Berichte zu neueren Excel-Versionen ignoriert werden sollten: Die Beschreibung des bekannten Problems nennt Excel 2016 bis 2024. IT-Teams sollten aber nicht davon ausgehen, dass jede betroffene Click-to-Run- oder neuere Office-Installation genau dieses einzelne KB-Paket erhalten hat. Dort kann die passende Maßnahme stattdessen vom installierten Office-Build abhängen.
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Was Betroffene tun können – und welches Risiko bleibt
Betroffene berichten, dass das Deinstallieren von KB5002914 bei MSI-basiertem Office oder ein Rollback des Office-Builds die normale Funktion von Kopieren und Einfügen wiederherstellen kann.
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Das ist jedoch kein folgenloser Ausweg. Microsoft zufolge behebt KB5002914 Sicherheitslücken in Excel, darunter Schwachstellen für Remotecodeausführung und die Offenlegung von Informationen. In der Dokumentation werden unter anderem CVE-2026-81399, CVE-2026-81390, CVE-2026-81954 und CVE-2026-81387 aufgeführt.
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Sinnvoll ist daher ein kontrolliertes Vorgehen:
- Fehler prüfen: Zuerst mit einem einfachen Kopier- und Einfügetest sicherstellen, dass tatsächlich dieses Symptom vorliegt.
- Installation feststellen: Office-Edition sowie Update- oder Build-Stand auf dem betroffenen Gerät ermitteln. Das einzelne KB-Paket betrifft Excel 2016; bei anderen Installationen kann ein Build-Rollback relevant sein.
- Rollback begrenzen: Update nur dort entfernen oder zurücksetzen, wo die Arbeitsunterbrechung das zusätzliche Sicherheitsrisiko rechtfertigt.
- Ausnahme dokumentieren: Betroffene Systeme erfassen, auf ein korrigiertes Microsoft-Update achten und den Sicherheitsstand danach zeitnah wiederherstellen.
Von nicht unterstützten Methoden wie dem manuellen Ersetzen von Programmdateien, etwa excel.exe, ist abzuraten. Sie können Stabilitäts-, Support- und Sicherheitsprobleme verursachen.
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Gibt es bereits einen offiziellen Fix?
Microsoft hatte den Einfügefehler zwar bestätigt. In den vorliegenden Berichten bis zum 15. September 2026 wurde jedoch weder ein offizieller Hotfix noch ein Microsoft-Workaround für diese Excel-Regression genannt. Das Deinstallieren oder Zurückrollen ist somit eine von Nutzern berichtete Übergangslösung – keine offiziell veröffentlichte Reparatur.
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Ein Fehler in einer problematischen Patch-Tuesday-Runde
Der Excel-Fehler fiel in einen Patch-Tuesday-Zyklus, der auch separate Windows-Probleme verursachte. Microsoft veröffentlichte am 14. September außerplanmäßige Windows-Updates für Störungen bei Remote Desktop Services, bei der Ordnerfreigabe in Hyper-V-basierten Linux-VMs sowie bei einigen USB-Audiogeräten.
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Diese Windows-Korrekturen sind kein Fix für Excel: Sie betreffen andere Produkte und Updates. Die gemeinsame Lehre ist organisatorisch: Sicherheitsupdates sollten vor allem bei geschäftskritischen Arbeitsabläufen geprüft und gestaffelt ausgerollt werden.
Für die Zuordnung eines möglichen E-Mail-Fehlers zu KB5002914 gibt es in den vorliegenden Berichten keine ausreichenden Belege. Ohne konkrete Microsoft-Mitteilung oder belastbare Quelle sollte er nicht als Teil dieses bestätigten Excel-Vorfalls dargestellt werden.
Fazit
Das größte Risiko ist nicht allein ein defektes Einfügen, sondern dass Excel den Fehler nicht meldet. Wer KB5002914 entfernt, um wieder arbeiten zu können, sollte dies daher nur als zeitlich begrenzte und dokumentierte Ausnahme behandeln: Das Update war für die Behebung relevanter Sicherheitslücken vorgesehen.
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