MediaTek sieht den KI-Boom weiterhin als Wachstumstreiber. Bei der Ergebnispräsentation am 30. Oktober sagte CEO Rick Tsai, die Nachfrage werde „auf jeden Fall“ weiter zunehmen – auch wenn sich das Tempo ändern könne. Zugleich bestätigte der taiwanische Chipentwickler einen zweiten Kunden für maßgeschneiderte KI-Beschleuniger für Rechenzentren. Wer der Kunde ist, sagte das Unternehmen nicht.
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Die Ankündigung stützt MediaTeks ehrgeizige Wachstumspläne. Sie bestätigt aber weder die Identität des neuen Kunden noch sämtliche Berichte über Google-TPUs oder Intels Verpackungstechnik.
Zweiter Kunde – aber nicht namentlich bekannt
Die Nachfrage nach MediaTeks erstem KI-Beschleuniger sei weiterhin stark, sagte Tsai. Die ersten Auslieferungen starteten im September; für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen mit rund 2,5 Milliarden US-Dollar Umsatz aus dem Programm.
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MediaTek bestätigte außerdem einen zweiten Kunden für maßgeschneiderte KI-Beschleuniger für Rechenzentren und erklärte, dieser komme nicht aus China.
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7 Einen Namen nannte das Unternehmen in den vorliegenden Berichten nicht. Separat kursierten Berichte über mögliche Gespräche mit ByteDance zu Rechenzentrum-Chips. Sie belegen jedoch nicht, dass ByteDance der neu bestätigte Kunde ist – und die Beschreibung „nicht aus China“ passt nicht zu ByteDance.
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Der neue Kunde ist zudem nicht mit einem Beschleuniger der zweiten Generation für einen bereits bestehenden Kunden gleichzusetzen. Für dieses separate Projekt ist die Volumenproduktion laut Management weiterhin für das erste Quartal 2028 vorgesehen.
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Intel EMIB-T: Berichte über Verpackung, kein bestätigter Wechsel bei der Fertigung
Branchenberichte bringen die von MediaTek entwickelten Chips HumuFish und TriggerFish mit Googles TPU-v9-Familie in Verbindung. Demnach soll HumuFish Intels fortschrittliche EMIB-T-Verpackung nutzen.
17 Das sind berichtete Produktzuordnungen – MediaTek hat damit weder den bestehenden noch den neu bekannt gegebenen Kunden öffentlich als Google identifiziert.
Bei der Chipproduktion sind Verpackung und Waferfertigung unterschiedliche Schritte. Tsai sagte, TSMC bleibe MediaTeks wichtigster Partner. Die Berichte beschreiben Intels Rolle bei den mutmaßlichen Google-Designs als Verpackung der Chips.
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20 Daraus lässt sich nicht ableiten, dass MediaTek Intel auch mit der Waferfertigung beauftragen will.
Auch beim Zeitplan ist Vorsicht angebracht: Ein früherer Bericht verwies auf mögliche Designänderungen, die den sogenannten Tape-out der mutmaßlichen Google-TPU v9 bis Januar 2027 verschieben könnten. Die Auslieferung wurde darin für das erste Quartal 2028 in Aussicht gestellt.
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19 Das war ein Bericht über eine mögliche Verzögerung – keine Bestätigung von Google oder MediaTek, dass der Tape-out bereits erfolgt oder definitiv verschoben worden sei. Die verfügbaren Quellen belegen außerdem keine neue, bezifferte Aussage zur Verbesserung der EMIB-Ausbeute aus dem Gespräch vom 30. Oktober.
TrendForce berichtete separat, bei Intel stünden einige weitere EMIB-Kunden kurz vor einer möglichen Bekanntgabe. Der Bericht nennt weder die Unternehmen noch einen festen Termin.
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Umsatzsprung und ambitioniertes Ziel für 2027
Die ersten Auslieferungen und die neuen Kundenaufträge bilden die Grundlage für MediaTeks hohe Erwartungen an das KI-Chipgeschäft. Die Berichterstattung zum Ergebnisgespräch beziffert das Umsatzziel für KI-Beschleuniger 2027 auf rund 16 Milliarden US-Dollar. Taiwan News berichtete außerdem von einem Ziel, im kommenden Jahr etwa 20 Prozent des weltweiten Marktes für maßgeschneiderte KI-Chips zu erreichen. Beides sind Ziele, keine bereits erzielten Umsätze oder Marktanteile.
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Im dritten Quartal 2026 setzte MediaTek 168,06 Milliarden NT-Dollar um. Das waren 10,4 Prozent mehr als im Vorquartal und 18,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Nettogewinn lag bei 28,20 Milliarden NT-Dollar, die Bruttomarge bei 46,3 Prozent.
1 Für das vierte Quartal stellte das Unternehmen Umsätze von 210,1 bis 221,8 Milliarden NT-Dollar in Aussicht. Das entspräche einem Plus von 25 bis 32 Prozent gegenüber dem Vorquartal und von rund 40 bis 48 Prozent im Jahresvergleich.
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Diversifizierung über Smartphone-Chips hinaus
MediaTek ist vor allem für Smartphone-Chips bekannt und baut sein Geschäft mit maßgeschneiderten Chips für Rechenzentren aus. Der KI-Beschleunigerbereich ist laut Ergebnisunterlagen und Berichten zum Analystengespräch ein zentraler Baustein der Wachstumsstrategie.
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Separat berichtete die Finanzberichterstattung über eine Wandelanleihe-Transaktion im Umfang von 3,9 Milliarden US-Dollar mit Beteiligung von Nvidia und Alphabet. Ein weiterer Unternehmensbericht bezifferte Nvidias Zeichnung auf 3,5 Milliarden US-Dollar.
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Am 30. Oktober schloss die MediaTek-Aktie bei 3.915 NT-Dollar und verlor an diesem Tag 3,21 Prozent. Der Rückgang fiel mit einem breiteren Kursminus am taiwanischen Markt zusammen; die verfügbaren Berichte belegen nicht, dass allein das Ergebnisgespräch den Kursrückgang ausgelöst hat.
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Der zentrale Befund: MediaTek baut sein Geschäft mit KI-Beschleunigern aus und hat einen weiteren Kunden gewonnen. Wer dieser Kunde ist, wie genau die mutmaßlichen Google-TPUs mit MediaTek zusammenhängen und welche Rolle Intel bei Verpackung oder Fertigung spielen könnte, bleibt davon getrennt – und ist durch das Ergebnisgespräch nicht abschließend geklärt.