Italiens geplantes 13. Militärhilfepaket für die Ukraine ist laut einem Bericht der Zeitung „La Repubblica“ vorbereitet, liegt aber weiterhin auf Eis. Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wolle zunächst abwarten, was bei den US-Zwischenwahlen am 3. November geschieht, berichtete die Zeitung am 27. Oktober. Das ist eine berichtete Erklärung für die Verzögerung – keine feste Zusage, das Paket nach der Wahl freizugeben oder zu verschicken.
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Mehrfach verschoben – seit Dezember keine neue Lieferung
Der Zeitplan soll bereits mehrere Male gerutscht sein: zunächst von Juli auf September, dann auf einen Zeitpunkt nach einem Treffen der Partei Lega und möglicherweise nun auf die Zeit nach den US-Zwischenwahlen.
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Seit Dezember 2025 habe Italien kein neues Militärhilfepaket an die Ukraine geschickt, berichteten Medien unter Berufung auf „La Repubblica“. Das italienische Verteidigungsministerium erklärte separat, das Parlament habe Hilfen für 2026 grundsätzlich genehmigt; bis zum Zeitpunkt der Erklärung sei jedoch keine Hilfe formalisiert worden. Genehmigung, formelle Verabschiedung und Lieferung sind unterschiedliche Schritte.
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Was in dem Paket stecken könnte
Als möglicher Bestandteil werden Aster-30-Abfangraketen für die Luftverteidigung genannt. Zudem soll Italien Frankreich zugesagt haben, Ausrüstung bis Ende Oktober bereitzustellen. Durch den Stillstand gerät dieser Zeitplan unter Druck.
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Frühere Berichte verknüpften das Paket mit einem größeren Luftabwehrvorhaben im Umfang von knapp drei Milliarden Euro: vorgesehen seien demnach vier SAMP/T-NG-Systeme und sieben Langstreckenradare. Dabei handelt es sich um Angaben zu einem berichteten Plan – nicht um den Nachweis, dass das Paket formell genehmigt oder die Ausrüstung versandbereit ist. Verteidigungsminister Guido Crosetto hatte im August erklärt, das gemeldete Paket sei nicht beschlossen und existiere noch nicht als formeller Rechtsakt.
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Copasir-Prüfung als offene Hürde
Vier Tage vor Ende Oktober sei Copasir noch nicht über das Paket informiert gewesen, berichtete „La Repubblica“. Ein weiterer Bericht vom 26. Oktober besagte, Crosetto habe die dafür als Voraussetzung beschriebene Anhörung des Ausschusses noch nicht beantragt. Damit blieb ein Verfahrensschritt offen, obwohl das Paket als vorbereitet galt.
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Die vorliegenden Berichte belegen weder, dass alle erforderlichen Ministerunterschriften vorlagen, noch nennen sie einen bestätigten Termin für die Freigabe oder Lieferung.
Uneinigkeit in der Regierungskoalition
Auch innerhalb der Koalition gibt es laut separaten Berichten Streit über die weitere Militärhilfe. Die von Matteo Salvini geführte Lega habe gewarnt, einen weiteren Ukraine-Erlass womöglich nicht zu unterstützen, falls der Krieg 2027 noch andauere. Crosetto hielt dagegen an der Aussage fest, Italiens Haltung zur Ukraine könne sich nicht ändern.
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Der belastbare Kern der Berichte ist damit klar umrissen: Italien soll ein 13. Hilfspaket vorbereitet haben, doch es war weiterhin weder freigegeben noch ausgeliefert. Wann es weitergeht, bleibt offen. Das mutmaßliche Warten auf die US-Zwischenwahlen ist eine berichtete Erklärung für den Aufschub – keine bestätigte Entscheidung darüber, was danach passiert.
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