Inception hat Mercury 3 am 19. Oktober 2026 vorgestellt. Das neue Sprachmodell soll laut Unternehmen nicht nur besonders leistungsfähig sein, sondern auch deutlich schneller als GPT-6 Luna und Claude Haiku 5.5 arbeiten. Als Spitzenwert nennt Inception 1.068 Tokens pro Sekunde auf NVIDIA-GPUs. Diese Zahlen und Vergleiche sind zunächst als Herstellerangaben zu verstehen – unabhängige Bestätigung gab es zum Start nicht.
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Text parallel statt Token für Token
Klassische autoregressive Sprachmodelle erzeugen Text Schritt für Schritt: Bei jedem Durchgang sagen sie das nächste Token auf Basis des bereits geschriebenen Texts voraus. Mercury 3 setzt auf einen anderen Ansatz. Das Diffusionsmodell bearbeitet mehrere Textpositionen gleichzeitig und verfeinert den Entwurf in mehreren Durchläufen.
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Inception zufolge kann dieses parallele Vorgehen die Ausgabe beschleunigen. Für Mercury 3 nennt das Unternehmen 1.068 Tokens pro Sekunde und einen Geschwindigkeitsvorsprung von vier- bis achtfach gegenüber den Vergleichsmodellen. Auch die Benchmark-Ergebnisse sollen GPT-6 Luna und Claude Haiku 5.5 übertreffen.
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20 Wie groß der Vorsprung im Alltag ausfällt, hängt jedoch von Anwendung und Testbedingungen ab; die veröffentlichten Zahlen belegen keinen unabhängig geprüften Vorteil.
Größeres Modell, längerer Kontext
Mercury 3 soll mehr als 40-mal so groß sein wie Mercury 1 und trotzdem mit mehr als 1.000 Tokens pro Sekunde laufen. Das Kontextfenster – also die Textmenge, die ein Modell in einer Anfrage berücksichtigen kann – wächst laut Inception von 260.000 Tokens bei Mercury 2.5 auf eine Million Tokens.
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Mercury 3 ist demnach Inceptions vierte Modellveröffentlichung seit dem Start von Mercury 1 im Juni 2025.
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Ein Browser-Agent-Test als erster Anhaltspunkt
Für einen Test mit 50 Live-Aufgaben aus dem Datensatz Mind2Web berichtet Inception eine Erfolgsquote von 50 Prozent, also 25 erledigten Aufgaben. Das Modell habe dabei GPT-6.1-Sol bei gleicher Schrittzahl übertroffen.
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30 Das ist ein konkretes, aber begrenztes Testergebnis – kein Nachweis dafür, dass Mercury 3 in allen Browser-Aufgaben besser abschneidet.
Preise und Zugang
Der Listenpreis beträgt 0,20 US-Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 0,70 US-Dollar pro Million Ausgabe-Tokens. Zum Start senkt ein Rabatt von 50 Prozent die Preise auf 0,10 beziehungsweise 0,35 US-Dollar. Für zwischengespeicherte Eingabe-Tokens ist ein Rabatt von 90 Prozent angegeben.
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Mercury 3 ist über die Inception-API sowie über Baseten, OpenRouter und Vercel verfügbar. Die API ist laut Anbieter mit dem OpenAI-Format kompatibel.
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Was die Zahlen noch nicht zeigen
Die zentrale Einschränkung: Die angegebenen Spitzenwerte und Modellvergleiche stammen von Inception. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lagen laut der Berichterstattung keine unabhängigen Benchmark-Validierungen vor.
11 Die Ankündigung zeigt damit, was das Unternehmen mit Mercury 3 erreicht haben will – sie ist aber noch kein unabhängiger Beleg dafür, dass die Geschwindigkeits- und Qualitätsvorteile unter verschiedenen realen Bedingungen Bestand haben.
Der wichtigste technische Unterschied ist die parallele Texterzeugung mit anschließender Verfeinerung. Ob sich Inceptions große Tempo-Versprechen in unabhängigen Tests bestätigen, muss sich noch zeigen.