Von den 12 bewilligten Projekten befassen sich vier explizit mit KI-Anwendungen, die Bereiche wie Gesundheitswesen, grüne Technologien, intelligente Fertigung und betriebliches Risikomanagement abdecken . Das prominenteste KI-Vorhaben zielt auf einen kritischen Engpass ab: den rasant steigenden Stromverbrauch von KI-Rechenzentren.
Hongkongs geplanter Supercomputer-Komplex wird voraussichtlich ab seiner Fertigstellung im Jahr 2032 der größte einzelne Stromverbraucher der Stadt sein . Rechenzentren verbrauchen bereits heute einen wachsenden Anteil des Hongkonger Stroms – für 2030 wird ein Anteil von 8 % prognostiziert
. Ein gefördertes Projekt nimmt sich genau dieses Problems an und will den Stromverbrauch von KI-Rechenzentren um bis zu 20 % senken
. Das Projekt unter der Leitung von Professor Han Wang vom Fachbereich Elektro- und Computertechnik der HKU entwickelt eine „3D-integrierte Stromversorgungstechnologie für fortschrittliche KI-Chipmodule“ mit einem genehmigten Budget von rund 49,88 Mio. HK$
. Professor Wang erklärte, dass man sich zwar oft auf die Rechenleistung von KI konzentriere, „die Grenze der Rechenleistung aber der Strom“ sei. Derzeit liege die Effizienz der Stromversorgung in Rechenzentren nur bei etwa 75 %, was bedeute, dass ein Viertel des Stroms verschwendet werde, bevor er die KI-Chips erreiche
. Wangs Team will die Stromübertragungsstrecken mit 3D-Integration von 20 bis 30 Zentimetern auf Millimeter-Maßstab verkürzen und so die Effizienz auf 90 bis 95 % steigern
. Wang schätzt, dass eine weltweite Einführung einer Einsparung entsprechen würde, die der Leistung von etwa 30 Kernkraftwerken gleichkommt
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Die City University of Hongkong (CityUHK) führte die Liste mit rund 145 Mio. HK$ Gesamtförderung an und sicherte sich drei Flaggschiff-Projekte – ein Rekord für die Universität im Rahmen dieser Programme . Die University of Hongkong (HKU) erhielt rund 119 Mio. HK$, die Polytechnic University (PolyU) 107 Mio. HK$
. Die PolyU sicherte sich insgesamt vier Projekte mit einem Fördervolumen von über 124 Mio. HK$, darunter zwei interdisziplinäre KI-Projekte im Rahmen des TRS
. Auch die Hongkong University of Science and Technology (HKUST) und die Chinesische Universität Hongkongs (CUHK) waren an mehreren Projekten beteiligt. Die HKUST leitet unter anderem Initiativen zu nachhaltigen KI-Rechenzentren
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Die RGC-Förderung signalisiert Hongkongs strategische Neuausrichtung hin zu KI als Eckpfeiler des Forschungsökosystems. Professor Tong bestätigte, dass der Rat derzeit nicht plane, KI in eine separate Förderkategorie auszugliedern, aber weiterhin prüfen werde, ob Anpassungen nötig sind . Der Fokus auf praktische, wirkungsvolle Bereiche – Energieeffizienz, grüne Technologien, Gesundheitswesen und Risikomanagement – positioniert Hongkongs Universitäten als wichtige Akteure in der globalen KI-Forschung. Gleichzeitig wird eines der dringendsten Probleme der Branche angegangen: die Energiekosten von KI im großen Maßstab.
Für Forscher und Institutionen setzt die Förderrunde auch einen klaren Maßstab: Projekte, die KI mit realen Anwendungen verbinden – insbesondere in den Bereichen Energie, Fertigung und Gesundheit – haben die größten Chancen auf substanzielle Unterstützung.