Ferrari-Teamchef Fred Vasseur hat nach dem Zwischenfall zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc beim Großen Preis von Mexiko mit beiden Fahrern gesprochen. Das Treffen fand am Donnerstagabend in Interlagos statt. Am Freitag sagte Vasseur, das Gespräch sei hilfreich gewesen und Ferrari richte den Blick nun auf das nächste Rennen in São Paulo. Seine Botschaft: Das Team steht an erster Stelle.
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Respekt statt Freundschaft
Vasseur sagte, das Treffen habe Gelegenheit gegeben, seine Sicht und die der Fahrer zu klären. An den Grundregeln ändere sich nichts: Hamilton und Leclerc seien Konkurrenten, müssten einander aber respektieren und professionell zusammenarbeiten. Zu besten Freunden müssten sie nicht werden.
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Was genau hinter verschlossenen Türen besprochen wurde, wollte Vasseur nicht ausführen. Öffentlich stellte er das Gespräch als Neustart dar: „Jetzt schlagen wir ein neues Kapitel auf“, lautete sinngemäß seine Botschaft.
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Schon nach dem Rennen in Mexiko hatte Vasseur den Vorfall als Versagen bezeichnet, auf das Ferrari reagieren müsse. In São Paulo betonte er nun, dass der Blick nach vorne gehe.
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Was in Kurve 4 passierte
Hamilton und Leclerc lagen in der ersten Runde auf den Plätzen eins und zwei, als sie in Kurve 4 nebeneinander fuhren. Beide kamen weit von der Strecke ab. Leclerc setzte sich zunächst durch, während Hamilton beim Zurückkehren auf die Strecke Position an Max Verstappen verlor. Leclerc erhielt später für den Vorfall mit seinem Teamkollegen eine Fünf-Sekunden-Strafe. Verstappen gewann das Rennen, Hamilton wurde Zweiter und Leclerc als Vierter gewertet.
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Damit wurde aus einer möglichen Doppelführung für Ferrari eine verpasste Chance. Vasseur hatte den Vorfall zuvor als Fehler beschrieben, auf den das Team reagieren müsse.
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Warum das Gespräch erst am Donnerstag stattfand
Noch vor dem Treffen hatte Hamilton am Donnerstag gesagt, er sei wegen des Vorfalls weiterhin frustriert und habe mit Leclerc noch kein ausführliches Gespräch geführt. Vasseur war zwischen den Rennen nach Italien zurückgereist, während Leclerc nach Monaco gefahren war. So habe sich zunächst keine Gelegenheit für ein persönliches Gespräch zu dritt ergeben. Leclerc hatte außerdem wegen der Geburt seiner Tochter die Medientermine am Donnerstag verpasst.
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Leclercs Auslassen des ersten Trainings am Freitag hing dagegen nicht mit dem Zwischenfall zusammen: Dino Beganovics Einsatz war bereits im Rahmen des Nachwuchsfahrerprogramms von Ferrari vorgesehen.
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Blick nach São Paulo
Kimi Antonelli sicherte sich in Mexiko mit Platz drei den Fahrertitel.
4 Für Ferrari ging es vor dem Rennen in São Paulo nun darum, die Auseinandersetzung zwischen den Teamkollegen hinter sich zu lassen. Vasseurs Maßstab ist klar: Hamilton und Leclerc sollen einander respektieren und als Profis für Ferrari arbeiten – persönliche Freundschaft ist dafür keine Voraussetzung.
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