Am 15. Oktober lobte Elon Musk Nvidias Ingenieursteam und sagte, der gemeinsam entwickelte SpaceX-Nvidia-Rechner Starmind sei „weit besser, als fast irgendjemand erwartet“. Die Volumenproduktion sei für 2027 geplant. Nvidia-Chef Jensen Huang sprach von der gemeinsamen Entwicklung einer neuen Serverarchitektur für Rechenzentren im All, die auch auf der Erde eingesetzt werden könnte. Das deutet auf gemeinsame Entwicklungsarbeit hin – doch System und Zeitplan sind weiterhin Vorhaben, keine nachgewiesenen Ergebnisse.
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Was Musk und Huang gesagt haben
Musk lobte Huang und Nvidias Ingenieurteam; die Zusammenarbeit sei eine „pure Freude“. Huang sagte seinerseits, er arbeite gern mit Musk zusammen, und sprach über die gemeinsame Arbeit der Teams an einer neuen Serverarchitektur.
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Die Aussagen gehen über eine reine Chip-Lieferung hinaus: Die Unternehmen arbeiten Berichten zufolge an Serverdesigns für Rechenzentren im Orbit, die möglicherweise auch auf der Erde eingesetzt werden könnten. Schon im August war über eine Partnerschaft zur Entwicklung der Recheneinheit für den Starmind-Satelliten AI1 berichtet worden.
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Einem Bericht zufolge sagte Huang außerdem, Musk nutze Nvidia-Technik, um KI-Modelle zu trainieren und bereitzustellen. Das unterstreicht Nvidias Bedeutung für Teile von Musks KI-Arbeit, belegt aber nicht, dass Nvidia an jedem KI-Projekt unter Musks Leitung beteiligt ist.
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Welche Technik Starmind nutzen soll
Die geplante Recheneinheit von AI1 soll auf einer für den Weltraum angepassten Version von Nvidias Vera-Rubin-NVL72-System beruhen. Berichte beschreiben die NVL72-Architektur als Kombination aus 72 Rubin-GPUs und 36 Vera-CPUs. Das bestätigt jedoch nicht unabhängig die endgültige Konfiguration eines flugbereiten Satelliten.
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Das vorgesehene Konzept soll Solarenergie im Orbit nutzen, Abwärme durch Abstrahlung ins All abgeben und für die Kommunikation auf Laserlinks im Zusammenhang mit Starlink setzen. Dabei handelt es sich um Designangaben – nicht um einen Beleg dafür, dass das System bereits im Weltraum betrieben wurde.
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SpaceX soll bei der zuständigen US-Kommunikationsbehörde eine Satellitenkonstellation mit bis zu einer Million Starmind-Satelliten beantragt haben. Die Zahl beschreibt eine beantragte Obergrenze, nicht eine verbindliche Ausbauzusage oder die Zahl bereits gebauter beziehungsweise gestarteter Satelliten.
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Produktionsziel ist noch kein Starttermin
Musk nannte im Oktober 2027 als Ziel für die Volumenproduktion. Frühere Berichte setzten den Start des ersten weltraumtauglichen Systems für das vierte Quartal 2027 an und beschrieben einen größeren Ausbau für 2028. Das sind gemeldete Planungen; aus den vorliegenden Informationen geht nicht hervor, dass Produktion oder Start bereits stattgefunden haben.
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Was der Bericht über 40 Milliarden US-Dollar aussagt – und was nicht
Reuters berichtete, SpaceX spreche mit Banken und Vermögensverwaltern über eine Finanzierung von 40 Milliarden US-Dollar für den Kauf von Nvidia-KI-Chips. Der Bericht bezieht sich auf Gespräche, nicht auf eine abgeschlossene Finanzierungsrunde. Er legt auch nicht fest, dass die Chips ausschließlich für Rechenzentren auf der Erde bestimmt sind. Ein anderer Artikel ordnet die Käufe Starmind zu; anhand der verfügbaren Berichte bleibt die geplante Verwendung unklar.
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Die hier zitierten Quellen belegen weder eine Huang zugeschriebene konkrete Warnung, wonach Rechenzentren im Orbit derzeit unwirtschaftlich seien, sich die Wirtschaftlichkeit aber verbessern könnte, noch detaillierte Aussagen zu Verzögerungen bei Starts, Wartung oder Problemen mit Stromversorgung und Wärmeabfuhr. Diese Punkte bleiben offen und sollten nicht als bestätigte Aussagen Huangs oder als erwiesene Folgen für Starmind dargestellt werden.