Canva-Chefin und Mitgründerin Melanie Perkins hat einen Umbau angekündigt, der 1.271 Beschäftigte betrifft – rund 22 Prozent der Belegschaft. Wichtig dabei: Die Zahl ist keine bestätigte Entlassungszahl. Zu den Betroffenen zählen auch Menschen, deren Rolle sich ändert oder die gebeten werden, an einen zentralen Standort umzuziehen. Wie viele Beschäftigte Canva tatsächlich verlassen müssen, hat das Unternehmen nicht offengelegt.
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Perkins beschreibt den Umbau als Neuausrichtung für das nächste Jahrzehnt. Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Canva erstmals seit zehn Jahren ein langsameres Wachstum meldet.
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Was Canva umbaut
Es geht nicht nur um Stellen, sondern auch darum, wie das Unternehmen organisiert ist und zusammenarbeitet:
- Drei Bereiche werden zusammengeführt: Produkt, Wachstum und Plattform sollen künftig zu einer gemeinsamen Produktorganisation gehören. Laut Perkins soll das unnötige Abstimmungen und Übergaben zwischen Teams verringern.
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- Kleinere, eigenständigere Teams: Canva will wieder stärker auf kleine Teams setzen, die Entscheidungen selbst treffen, Verantwortung übernehmen und sich auf die Nutzerinnen und Nutzer konzentrieren können.
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- Weniger Überschneidungen: Berichten zufolge sollen überlappende Aufgaben gebündelt und Führungsebenen vereinfacht werden.
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- Mehr Teams an zentralen Standorten: Einige Beschäftigte sollen gebeten werden, an zentrale Standorte umzuziehen. Sydney soll für weitere Produktteams ein wichtiger Hauptstandort werden.
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- Mehr Präsenz im Büro: Ab Januar 2027 sollen die meisten Beschäftigten mit hybridem Arbeitsmodell voraussichtlich etwa zwei bis drei Tage pro Woche im Büro arbeiten.
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Die 1.271 umfassen Menschen, die von verschiedenen Teilen des Umbaus betroffen sind. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass alle ihre Stelle verlieren: Canva hat die Zahl der geplanten Entlassungen nicht genannt.
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Warum Perkins von einem besonders schweren Einschnitt spricht
Perkins bezeichnete die Entscheidung als außerordentlich schwierig. Berichte zitieren sie mit den Worten, dies sei „zweifellos der schwerste Moment in unserer dreizehnjährigen Geschichte“.
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12 Der Umbau betrifft mehr als jeden fünften Beschäftigten und umfasst neben Veränderungen der Organisation auch Entlassungen und mögliche Umzüge.
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Aus Sicht der Geschäftsführung reichen kleinere Anpassungen nicht aus, um Canva für die nächste Phase aufzustellen. Das Wachstum verlangsamte sich erstmals seit einem Jahrzehnt. Zudem soll Canva seine Prognose für das Umsatzwachstum 2026 von 30 auf 20 Prozent gesenkt haben.
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Auch technologische Veränderungen spielen in der Begründung eine Rolle. Laut Berichten über die Mitteilung nannte Perkins KI nicht ausdrücklich als Ursache des Umbaus. Die Ankündigung allein als KI-bedingten Stellenabbau zu bezeichnen, würde daher über das hinausgehen, was aus der Mitteilung hervorgeht.
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Welche Unterstützung ausscheidenden Beschäftigten zusteht
Berichten zufolge erhalten Mitarbeitende, die Canva verlassen, mindestens sechs Monatsgehälter. In Ländern, in denen Canva bereits Gesundheitsleistungen anbietet, soll der Versicherungsschutz für ein weiteres Jahr bestehen. Außerdem sind Hilfen für den beruflichen Neustart vorgesehen, etwa Coaching und Unterstützung bei der Jobsuche.
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Ausscheidende Beschäftigte sollen außerdem ihre Firmenlaptops behalten und sich beim Canva Collective Fund um Zuschüsse von bis zu 10.000 US-Dollar für eine Unternehmensgründung oder ein eigenes Vorhaben bewerben können.
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21 Diese Leistungen beziehen sich auf ausscheidende Mitarbeitende – nicht automatisch auf alle 1.271 Menschen, die vom Umbau betroffen sind.