Anthropic soll im dritten Quartal SpaceX’ größter Einzelkunde gewesen sein – noch vor der US-Regierung. Bloomberg zufolge steckt das KI-Unternehmen hinter dem anonymisierten „Kunden B“, der laut SpaceX’ Quartalsmeldung 34,5 Prozent des Umsatzes ausmachte. SpaceX selbst nannte den Kunden in der Meldung nicht; Bloomberg stützt die Identifizierung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person.
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Ein Großkunde in einem schnell wachsenden Geschäft
SpaceX erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 14,58 Milliarden Dollar. 34,5 Prozent davon entsprechen rechnerisch rund 5 Milliarden Dollar; diese Summe wurde nicht separat als Umsatz von Anthropic ausgewiesen.
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Der hohe Anteil fällt in eine Phase starken Wachstums im KI-Geschäft von SpaceX. Dessen Umsatz stieg im Quartal auf 7,56 Milliarden Dollar und war damit fast zehnmal so hoch wie ein Jahr zuvor. Ein großer Teil davon stammt aus der Vermietung von Rechenzentrumskapazität an KI-Entwickler.
32 Ein weiterer Großkunde, in der Meldung „Kunde A“ genannt, machte laut Berichten 16,6 Prozent des Umsatzes aus.
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Was Anthropic über die Verträge offenlegte
In seinem Börsenprospekt beschrieb Anthropic mehrere Vereinbarungen mit SpaceX.AI LLC über Rechenkapazität auf Basis von Nvidia-GPUs. Die Verträge wurden zwischen Mai und Oktober geschlossen oder angepasst. Anthropic bezifferte die möglichen Gesamtausgaben auf bis zu 120,5 Milliarden Dollar über Laufzeiten, die bis 2029 reichen. Sobald die gesamte Kapazität bereitsteht – nach Erwartung des Unternehmens im Dezember 2026 –, sollen die monatlichen Gebühren insgesamt etwa 3,1 Milliarden Dollar betragen.
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Die Obergrenze von 120,5 Milliarden Dollar liegt über einer zuvor berichteten Schätzung von 84,5 Milliarden Dollar. Die Beträge stammen aus unterschiedlichen Offenlegungen; aus den verfügbaren Berichten geht nicht hervor, ob sie auf identischer Grundlage berechnet wurden.
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„Bis zu“ heißt nicht garantiert
Die Vereinbarungen haben zunächst nicht kündbare Laufzeiten, die im Januar beziehungsweise März 2027 enden. Danach kann jede Seite den jeweiligen Vertrag mit einer Frist von 90 Tagen schriftlich kündigen.
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58 Die Laufzeiten reichen zwar bis 2029, doch die veröffentlichten Bedingungen garantieren keine Zahlungen für den gesamten Zeitraum. „Bis zu 120,5 Milliarden Dollar“ bezeichnet eine mögliche Obergrenze – keine feste Zusage, den vollen Betrag auszugeben.
Für SpaceX ist das relevant, weil ein einzelner Kunde in diesem Quartal mehr als ein Drittel des Umsatzes ausmachte. Die Zahl zeigt den tatsächlichen Anteil für ein Quartal, sagt aber nicht aus, wie lange Anthropic auf diesem Niveau weiterbucht. Die Kündigungsrechte machen künftige Einnahmen aus den Verträgen entsprechend unsicherer, auch wenn der aktuelle Beitrag erheblich ist.
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