Blizzard hat auf der BlizzCon 2026 ein neues Spiel angekündigt, das schlicht StarCraft heißt. Anders als die prägenden Serienteile wird es kein Echtzeitstrategiespiel, sondern ein Open-World-Shooter, den Blizzard für 2030 anpeilt. Geleitet wird das Projekt von Dan Hay, der zuvor in leitender Funktion an der Far-Cry-Reihe gearbeitet hat.
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Nicht mehr über dem Schlachtfeld, sondern mittendrin
Hay bezeichnete das Spiel als „Open-World-Shooter, bei dem jeder Schritt verdient werden muss“. Die Idee dahinter: StarCrafts Krieg nicht länger aus der Vogelperspektive zu beobachten, sondern ihn unmittelbar am Boden zu erleben. Das Team wolle in das Universum zurückkehren und es neu „entfachen“.
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Damit bestätigt Blizzard vor allem die Rückkehr des Settings – nicht die Ankündigung eines StarCraft-RTS-Nachfolgers. Ein klassisches Strategiespiel hat das Studio parallel nicht vorgestellt.
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Was der Cinematic-Trailer „Dominion“ erzählt
Zum Debüt zeigte Blizzard einen rund dreiminütigen Cinematic-Trailer mit dem Titel „Dominion“, also kein Gameplay. Darin begleitet das Publikum den Terraner-Marine-Rekruten Holt durch Ausbildung und Einsatz, bevor ihn ein Zerg-Schwarm überrennt. Anschließend wird seine Rüstung geborgen und für den nächsten Soldaten repariert. Das zeichnet ein düsteres Bild des Dominion: Einzelne Rekruten erscheinen dort als austauschbares Material einer Kriegsmaschinerie.
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Der Trailer setzt klar auf eine militaristische, trostlose Stimmung und rückt Terraner sowie den Konflikt mit den Zerg in den Mittelpunkt. Offen bleiben aber entscheidende Fragen: Blizzard hat weder die spielbare Figur noch die Kameraperspektive, Kampfsysteme, die genaue Struktur der Spielwelt oder Multiplayer-Pläne bestätigt.
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Was bereits feststeht – und was nicht
Bestätigt sind:
- Der Titel lautet StarCraft.
- Es wird ein Open-World-Shooter.
- Dan Hay leitet das Projekt.
- Blizzard peilt einen Release im Jahr 2030 an.
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Noch unbekannt sind:
- konkrete Gameplay-Details
- die Plattformen
- ein genauer Veröffentlichungstermin
- ob das Spiel aus der Ego- oder Third-Person-Perspektive gespielt wird
- spielbare Charaktere und Details zur Handlung
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Das Jahr 2030 ist dabei ausdrücklich ein Ziel, kein verbindlicher Erscheinungstag: Einen Monat oder ein Datum hat Blizzard nicht genannt.
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Der dritte Shooter-Anlauf für StarCraft
Die Ankündigung hat Vorgeschichte. StarCraft: Ghost, ein für Konsolen geplanter Taktik-Actiontitel über eine Ghost-Agentin des Dominion, wurde 2002 angekündigt, 2006 auf unbestimmte Zeit verschoben und später eingestellt. Ein weiterer Shooter mit dem Codenamen Ares wurde 2019 gestrichen; Blizzard verlagerte Ressourcen damals auf Diablo 4 und Overwatch 2.
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Das neue Projekt ist deshalb mehr als ein gewöhnlicher Genrewechsel. Es ist Blizzards dritter bekannter Versuch, einen Shooter im StarCraft-Universum fertigzustellen – nachdem zwei prominente Projekte nie erschienen sind.
Die entscheidende Frage: Bleibt es StarCraft?
Genre und Ton sind nun klar, die spielerische Identität noch nicht. StarCraft lebt traditionell von asymmetrischen Fraktionen, taktischen Entscheidungen auf dem Schlachtfeld und dem Spannungsverhältnis zwischen Terranern, Zerg und Protoss. Ein Shooter muss davon genug in seine unmittelbaren Spielmomente übertragen, damit er nicht wie ein beliebiger Militär-Sci-Fi-Titel mit Power-Rüstungen wirkt.
Vor der Enthüllung wurde das Projekt mit Warhammer 40.000: Space Marine 2 verglichen. Diese Berichte waren jedoch keine Bestätigung von Blizzards finalem Design. Ohne gezeigtes Gameplay lässt sich noch nicht beurteilen, ob sich StarCraft spürbar von anderen groß angelegten Science-Fiction-Shootern abheben wird.
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Eines hat Blizzard allerdings unmissverständlich klargemacht: StarCraft kehrt zurück – doch die nächste Schlacht wird nicht vom Kommandobildschirm aus geführt, sondern im Inneren einer Servorüstung.