Blizzard hat bei der Eröffnungsfeier der BlizzCon 2026 ein neues Spiel angekündigt, das schlicht StarCraft heißt. Es soll 2030 erscheinen und ist ein eigenständiger, storygetriebener Open-World-Shooter – ein klarer Bruch mit dem Echtzeitstrategie-Format, für das die Reihe steht. Die Enthüllung zeigt die Richtung und Stimmung des Projekts, beantwortet aber viele praktische Fragen noch nicht.
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Kein StarCraft III: Die Reihe wechselt ins Shooter-Genre
Das neue StarCraft ist kein StarCraft III und keine klassische RTS-Fortsetzung. Statt Armeen aus der Vogelperspektive über das Schlachtfeld zu kommandieren, sollen Spielende die Konflikte des Universums direkt am Boden erleben.
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Blizzard nennt bislang nur das Jahr 2030 als Ziel. Berichte sprechen von Frühjahr 2030, einen exakten Veröffentlichungstermin gibt es jedoch nicht.
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Für die Serie ist das ein großer Kurswechsel: Das erste StarCraft erschien 1998, der Abschluss der ursprünglichen StarCraft-II-Kampagne, Legacy of the Void, folgte 2015. Damit wäre der Shooter das erste neue eigenständige StarCraft seit etwa einem Jahrzehnt. Ein neues Strategiespiel hat Blizzard parallel nicht angekündigt.
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Dan Hay leitet das Projekt
Vorgestellt wurde das Spiel von Dan Hay, der auch die Entwicklung verantwortet. Vor seinem Wechsel zu Blizzard war Hay leitender Produzent der Far-Cry-Reihe bei Ubisoft – ein Hintergrund, der gut zu den Open-World-Ambitionen des neuen Projekts passt.
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Hay bezeichnete das Spiel als „etwas Neues“: einen Open-World-Shooter, „bei dem jeder Schritt verdient werden muss“ und den man „nicht von oben, sondern unten am Boden, im Schlamm, im Feuer“ erlebe. Das deutet auf eine unmittelbare Soldatenperspektive in den interstellaren Kriegen von StarCraft hin.
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Mehr als eine grundlegende Vision ist das derzeit allerdings nicht. Blizzard hat weder die Struktur der offenen Welt noch Missionsdesign, Kampfsysteme, Fortschritt, Koop- oder Mehrspielerfunktionen sowie Monetarisierung erläutert.
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Was die Cinematic „Dominion“ zeigt
Die Ankündigung wurde von einer Cinematic mit dem Titel „Dominion“ begleitet. Dabei handelt es sich um den Namen des Trailers, nicht um einen bestätigten Untertitel des Spiels: Blizzard präsentiert das Projekt derzeit einfach als StarCraft.
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Im Mittelpunkt steht ein Marine des terranischen Dominions bei Ausbildung, Vorbereitung und Einsatz, bevor er auf Zerg trifft. Der Trailer setzt auf militärische Disziplin, Opferbereitschaft und den Preis des Überlebens. Er etabliert damit einen düsteren Kriegston, erklärt aber weder die Spielmechanik noch den Aufbau der Handlung.
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Berichten zufolge spielt die Handlung etwa 70 Jahre nach der StarCraft-II-Kampagne. In der Präsentation selbst ließ Blizzard Details zur weiteren Welt und zu Figuren jedoch weitgehend offen.
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Entscheidend: „Dominion“ zeigt kein Gameplay. Die Sequenz vermittelt Atmosphäre, ist aber noch kein Beleg dafür, wie sich Erkundung und Gefechte in der offenen Welt tatsächlich spielen werden.
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Diese Informationen fehlen noch
Die Ankündigung kam sehr früh in der Entwicklung. Auf der BlizzCon nannte Blizzard unter anderem nicht:
- Gameplay-Material
- einen konkreten Veröffentlichungstag
- bestätigte Plattformen
- einen namentlich bekannten Hauptcharakter
- Details zu Mehrspieler, Koop oder Monetarisierung
Einzelne Berichte spekulieren über mögliche Plattformen. Die Präsentation zur Eröffnung der BlizzCon legte sich dazu aber nicht fest. Bis Blizzard selbst PC- oder Konsolenversionen bestätigt, bleibt das offen.
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Blizzards dritter bekannter Anlauf für einen StarCraft-Shooter
Die Ankündigung hat auch deshalb besonderes Gewicht, weil Blizzard bereits zwei Shooter-Projekte im StarCraft-Universum nicht bis zur Veröffentlichung brachte. StarCraft: Ghost wurde eingestellt, ebenso das spätere interne Projekt Project Ares. Das neue Spiel ist somit Blizzards dritter bekannter ernsthafter Versuch, die Marke als Shooter umzusetzen.
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Das macht auch den weit entfernten Termin bemerkenswert: Blizzard bindet sich öffentlich an ein Langzeitprojekt in einem Genre, in dem frühere Anläufe nicht ans Ziel kamen.
Und was wird aus dem RTS-StarCraft?
Für langjährige Fans bedeutet die Rückkehr zugleich Kontinuität und Abschied. Das Universum von Terranern, Zerg und Protoss kehrt zurück – aber nicht in dem Format, das StarCraft zu einer prägenden PC-Strategieserie gemacht hat. Zumindest in dieser Ankündigung.
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Ein Open-World-Shooter gibt Blizzard die Möglichkeit, die Kriege des Universums auf menschlicher Ebene zu erzählen, wie es die Dominion-Bilder im Trailer bereits andeuten. Die Zukunft einer traditionellen RTS-Fortsetzung bleibt jedoch offen: Blizzard hat den Shooter angekündigt, kein neues Strategiespiel.
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Das Zwischenfazit ist daher eindeutig: StarCraft ist zurück, aber als ambitionierte Neuerfindung für 2030. Wie es sich wirklich spielt, muss Blizzard erst noch zeigen.
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