KingKongs Jumper ist beides: ein kompakter, krabbenförmiger Roboter und ein Software-Toolkit, mit dem sich seine Bewegungen entwickeln lassen. Das Projekt bündelt Robotermodelle, Simulation, Reinforcement-Learning-Training und Werkzeuge zum Verpacken von Steuerungsmodellen. Doch ein offener Software-Workflow ist noch kein Beleg für vollständig reproduzierbare Hardware oder einen geprüften Einsatz auf dem echten Roboter. Das Repository war spätestens am 28. September 2026 öffentlich; Berichte folgten vor dem 9. Oktober. Dieses Datum sollte daher nicht als ursprüngliches Veröffentlichungsdatum gelten.
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Roboterdesign und veröffentlichte Spezifikationen
Jumper hat sechs Beine und 22 Freiheitsgrade, angetrieben von 22 taktilen Servos. Die vorderen Ausleger können Gegenstände greifen.
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14 Laut Hardware-Spezifikation misst der Körper 400 × 400 × 200 mm und wiegt 1,8 kg. Für einen technischen Prototyp wird ein Gewicht von 2,8 kg angegeben.
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KingKongs veröffentlichte Angaben nennen eine Höchstgeschwindigkeit von mindestens 0,5 m/s und rund zwei Stunden Akkulaufzeit. Ein Bericht führt außerdem eine Sprunghöhe von mindestens 40 cm und eine Greifkraft für Gegenstände bis 1 kg an. Das sind Herstellerangaben – keine in den verfügbaren Quellen unabhängig bestätigten Messwerte.
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Als Hauptrechner dient ein Rockchip RK3576 mit vier Cortex-A72- und vier Cortex-A53-Kernen sowie einer NPU mit 6 TOPS bei INT8-Berechnungen.
21 Ein Bericht beschreibt zwei magnetische Encoder in jedem taktilen Servo. Im Issue-Tracker des Repositories wird allerdings darauf hingewiesen, dass das Modell beziehungsweise der Typ der Servos in der Dokumentation nicht angegeben ist.
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Was das Open-Source-Toolkit ermöglicht
Im Repository liegen Robotermodelle, Aufgaben, Trainingscode und Werkzeuge für die Bereitstellung. Entwickler können Bewegungen trainieren, Richtlinien wiedergeben und auswerten und sie anschließend als Bewegungspakete exportieren.
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Der Trainings-Stack nutzt MuJoCo, MuJoCo Warp, mjlab und rsl_rl. Laut Projektdokumentation lassen sich dieselben Aufgabenkonfigurationen, Belohnungsfunktionen und PPO-Trainingscode sowohl mit MuJoCo Warp für GPU-Simulationen als auch mit nativem MuJoCo auf der CPU ausführen.
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Das offizielle Tutorial führt durch das Training von Dreibein-Gang, Sprung und Tanz und zeigt, wie sich die trainierten Bewegungen in einem Paket bündeln lassen.
19 Der Workflow soll es ermöglichen, Bewegungen anzupassen und neu zu trainieren, statt sich auf fest vorgegebene Demonstrationen zu beschränken. Das Projekt sieht auch vor, einen KI-Coding-Assistenten in Alltagssprache um Änderungen an Bewegungen, Erscheinungsbild oder Szenen zu bitten. Als mögliche Ergebnisse nennt es Bewegungsdateien im Format .app, Erscheinungsbilder als .skin und Szenen als .map.
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9 Das beschreibt einen vorgesehenen Arbeitsablauf – nicht den Nachweis, dass beliebige Prompts zuverlässig sichere Bewegungen in der realen Welt erzeugen.
So sollen Export und Einsatz funktionieren
Bewegungsmodelle lassen sich als ONNX exportieren und für die RK3576-NPU in RKNN umwandeln. Ein Bewegungspaket kann Modelle für verschiedene Modi, eine Konfiguration der endlichen Zustandsmaschine, passende Controller-Versionen für unterstützte Systeme und eine Bedienungsanleitung enthalten. Als Plattformen sind das Roboterboard, ein Browser sowie Simulations- und Wiedergabewerkzeuge vorgesehen.
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Der entscheidende Vorbehalt betrifft die Validierung. Laut Projektdokumentation sind Training, Simulation, Export und Prüfungen der Pakete auf dem jeweiligen Host umgesetzt. Die Inferenz mit RKNN auf der NPU des Roboters war jedoch noch nicht verifiziert. Auch wurde der Controller nicht nachweislich mit dem laufenden Motorbus verbunden; die verfügbaren Belege zeigen daher nicht, dass der dokumentierte Regelkreis mit 1 kHz auf dem physischen Roboter lief.
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Offene Software ist kein vollständiger Bauplan
Jumper ist am treffendsten als offenes Toolkit zur Entwicklung von Roboterbewegungen zu verstehen – nicht als Bestätigung, dass sich der Roboter allein anhand der veröffentlichten Materialien vollständig nachbauen lässt. Die verfügbaren Quellen belegen nicht, dass sämtliche mechanischen, elektrischen und fertigungstechnischen Unterlagen veröffentlicht wurden. Dass laut Issue-Tracker sogar die Servotypen nicht dokumentiert sind, zeigt eine konkrete Lücke in den Bauinformationen.
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Das ist ein wichtiger Unterschied: Entwickler können mit den bereitgestellten Modellen und der Software arbeiten, ohne alle Informationen zu besitzen, die nötig wären, um identische Hardware herzustellen. Behauptungen, alle Teile für einen originalgetreuen Nachbau seien verfügbar, sollten deshalb vorsichtig bewertet werden.
Warum die Veröffentlichung interessant ist
KingKong ist für Encoder und Servos bekannt. Mit Jumper präsentiert das Unternehmen neben seinen Komponenten auch eine eigene Roboterplattform und Werkzeuge zur Entwicklung ihrer Bewegungen.
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15 Das Projekt verbindet simulationsgestützte Entwicklung mit einem konkreten Roboter als Ziel – und macht zugleich sichtbar, wo die Grenze zwischen diesen Schritten liegt: Training und Paketierung sind dokumentiert, die Ausführung auf dem Roboterboard war in den zitierten Materialien jedoch noch nicht verifiziert.
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Zum Projekt gehört auch eine Bewegungs-Challenge für Entwickler. Ein öffentlicher Beitrag aus der Community zeigt mit Jumper trainierte Bewegungen in einem Spiel.
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30 Das ist ein Beleg für kreative Experimente, aber nicht für etablierte Anwendungen im Haushalt, bei Inspektionen, beim Sortieren oder in der Landwirtschaft. Solche Einsatzfelder sind mögliche Richtungen, keine nachgewiesenen Anwendungen.