AstraZeneca und Daiichi Sankyo meldeten am 17. August 2026 einen statistisch signifikanten und klinisch bedeutsamen Vorteil beim progressionsfreien Überleben für Enhertu gegenüber Platin Pemetrexed plus Pembrolizumab.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did AstraZeneca and Daiichi Sankyo announce about the Phase III DESTINY-Lung04 trial of Enhertu as a first-line treatment for unresecta. Article summary: AstraZeneca and Daiichi Sankyo reported that Enhertu (trastuzumab deruxtecan) met the primary endpoint in DESTINY-Lung04, producing a statistically significant and clinically meaningful progression-free-survival benefit . Topic tags: general, news, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers
AstraZeneca und Daiichi Sankyo haben für Enhertu (Trastuzumab-Deruxtecan) einen wichtigen Studienerfolg gemeldet: In der Phase-III-Studie DESTINY-Lung04 verbesserte das Medikament das progressionsfreie Überleben (PFS) statistisch signifikant und klinisch bedeutsam gegenüber der bisherigen Standardtherapie aus Platin-Pemetrexed-Chemotherapie und Pembrolizumab. Untersucht wurde die Erstlinienbehandlung von Menschen mit nicht resezierbarem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem HER2-mutiertem nicht-plattenepithelialem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC).
Die Nachricht ist allerdings noch ein vorläufiger Zwischenstand. Die Unternehmen haben bislang weder die konkreten PFS-Zahlen noch die Hazard Ratio oder die Ergebnisse zum Gesamtüberleben veröffentlicht. Die Studie läuft weiter, um unter anderem Gesamtüberleben, objektive Ansprechrate und Ansprechdauer auszuwerten.
An der randomisierten Phase-III-Studie nahmen 454 Patientinnen und Patienten teil. Sie kamen aus Asien, Europa und Nordamerika und erhielten entweder Enhertu oder die Vergleichstherapie aus Platin, Pemetrexed und Pembrolizumab. Primärer Endpunkt war das progressionsfreie Überleben. Das bedeutet, dass untersucht wird, wie lange die Erkrankung ohne Fortschreiten bleibt. Gesamtüberleben, objektive Ansprechrate, Ansprechdauer und weitere Kriterien werden noch analysiert.
Nach Angaben von AstraZeneca und Daiichi Sankyo handelt es sich um den ersten erfolgreichen Phase-III-Test einer HER2-gerichteten Behandlung in der Erstlinie bei Lungenkrebs. Das Ergebnis zeigt, dass der primäre Endpunkt erreicht wurde. Es sagt zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht, wie groß der mediane Vorteil tatsächlich ist oder ob sich daraus ein belastbarer Überlebensvorteil ergibt.
Enhertu ist bereits in mehr als 80 Ländern und Regionen für Erwachsene mit nicht resezierbarem oder metastasiertem NSCLC zugelassen, deren Tumoren aktivierende HER2- beziehungsweise ERBB2-Mutationen aufweisen und die zuvor eine systemische Behandlung erhalten haben. DESTINY-Lung04 setzte früher an: Das Medikament wurde eingesetzt, bevor eine solche Vorbehandlung erforderlich war.
Ein positiver Phase-III-Ausgang könnte deshalb Gespräche mit den Zulassungsbehörden oder Anträge auf eine Erweiterung der Indikation stützen. Automatisch ändert die Studie die zugelassene Anwendung aber nicht. Dafür müssen die Behörden den vollständigen Wirksamkeits- und Sicherheitsdatensatz prüfen. Auch die Auswertung des Gesamtüberlebens ist noch nicht abgeschlossen.
HER2-Mutationen sind bei NSCLC selten. Nach Angaben von Daiichi Sankyo finden sie sich bei etwa 2 bis 4 Prozent der Betroffenen. Gerade bei fortgeschrittener nicht-plattenepithelialer Erkrankung kann die molekulare Diagnostik daher entscheidend sein, um passende zielgerichtete Optionen zu erkennen. Aus der aktuellen Mitteilung lässt sich allerdings noch nicht ableiten, wie sich Testempfehlungen oder Behandlungsleitlinien ändern werden.
AstraZeneca und Daiichi Sankyo erklärten, das Sicherheitsprofil von Enhertu habe dem bereits bekannten Profil entsprochen. Neue Sicherheitsbedenken seien nicht festgestellt worden. Die vollständigen Sicherheitsdaten der Studie wurden in den vorliegenden Mitteilungen jedoch noch nicht veröffentlicht. Häufigkeit und Schwere einzelner Nebenwirkungen lassen sich deshalb derzeit nicht unabhängig anhand der Topline-Daten beurteilen.
Am selben Tag gab AstraZeneca das Ende der Phase-III-Studie eVOLVE-Lung02 bekannt. Dort wurde Volrustomig in Kombination mit Chemotherapie als Erstbehandlung gegen Pembrolizumab plus Chemotherapie getestet. Eingeschlossen waren Menschen mit metastasiertem NSCLC und einer PD-L1-Expression unter 50 Prozent. Das ist eine breitere Gruppe als ausschließlich PD-L1-negative Tumoren.
Die Entscheidung folgte einer planmäßigen Prüfung durch das unabhängige Datenüberwachungskomitee der Studie. Nach dessen Einschätzung war es unwahrscheinlich, dass die Volrustomig-Kombination einen der beiden primären Endpunkte erreicht: progressionsfreies Überleben oder Gesamtüberleben.
Das beendet die Prüfung dieser konkreten Kombination in diesem Behandlungsszenario, nicht jedoch sämtliche Volrustomig-Programme. AstraZeneca erklärte, andere Studien mit dem Wirkstoff würden fortgesetzt.
Damit ergibt sich für die Lungenkrebs-Pipeline des Konzerns ein gemischtes Bild: Auf der einen Seite steht ein potenziell wichtiger Erfolg für eine zielgerichtete Therapie in einer klar definierten HER2-mutierten Patientengruppe. Auf der anderen Seite fällt eine Immuntherapie-Kombination in einer breiteren Gruppe von Menschen mit metastasiertem NSCLC zurück.
Entscheidend sind nun die ausführlichen Daten aus DESTINY-Lung04. Dazu gehören das genaue Ausmaß des PFS-Vorteils, die objektive Ansprechrate, die Dauer des Ansprechens, detaillierte Sicherheitsdaten und die weitere Entwicklung beim Gesamtüberleben. Bis diese Informationen vorliegen und die Zulassungsbehörden entschieden haben, sollte der Enhertu-Erfolg als starkes Studienergebnis verstanden werden – nicht als bereits vollzogene Änderung des Erstlinienstandards.
An der Londoner Börse stieg die AstraZeneca-Aktie im frühen Handel nach den Lungenkrebs-Meldungen laut Investing.com um rund 1,6 Prozent auf etwa 11.650 Pence. Solche kurzfristigen Marktreaktionen sind jedoch kein verlässlicher Beleg für die spätere klinische oder wirtschaftliche Bedeutung der Studie.
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AstraZeneca und Daiichi Sankyo meldeten am 17. August 2026 einen statistisch signifikanten und klinisch bedeutsamen Vorteil beim progressionsfreien Überleben für Enhertu gegenüber Platin Pemetrexed plus Pembrolizumab.
AstraZeneca und Daiichi Sankyo meldeten am 17. August 2026 einen statistisch signifikanten und klinisch bedeutsamen Vorteil beim progressionsfreien Überleben für Enhertu gegenüber Platin Pemetrexed plus Pembrolizumab. Die randomisierte DESTINY Lung04 Studie umfasste 454 Patientinnen und Patienten mit nicht resezierbarem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem HER2 mutiertem nicht plattenepithelialem NSCLC.
Das Ergebnis gilt laut den Unternehmen als erster erfolgreicher Phase III Test einer HER2 gerichteten Therapie in der Erstlinienbehandlung von Lungenkrebs – konkrete Zahlen zum Behandlungseffekt liegen aber noch nicht...