Reuters fand mehr als 20 Hautaufhellungsprodukte, die Behörden zuvor wegen Quecksilber beanstandet hatten, weiterhin bei Drittanbietern auf Amazon, Temu und TikTok Shop – Stand 1. Die Angebote tauchten in mehreren Ländern auf, nannten Quecksilber meist nicht als Inhaltsstoff und konnten nach Löschungen unter neuen N...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did a Reuters investigation find about more than 20 mercury-containing skin-bleaching products that remain available through third-part. Article summary: Reuters found more than 20 skin-bleaching products previously identified by regulators as containing mercury still purchasable from third-party sellers on Amazon, Temu and TikTok Shop in the United States and on Amazon m. Topic tags: general, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers, clickbait t
Eine Recherche von Reuters hat ergeben, dass mehr als 20 Hautaufhellungsprodukte, die von Aufsichtsbehörden zuvor mit Quecksilber in Verbindung gebracht worden waren, weiterhin über Drittanbieter bei Amazon, Temu und TikTok Shop angeboten wurden. Die Befunde zeigen, wie schwer sich verbotene Kosmetik in grenzüberschreitenden Online-Marktplätzen dauerhaft aus dem Verkehr ziehen lässt – selbst wenn Produkte bereits behördlich beanstandet oder einzelne Angebote entfernt wurden. 1
Für Kundinnen und Kunden in den USA waren die Produkte laut Reuters über Amazon, Temu und TikTok Shop verfügbar. Auf Amazon fanden sich entsprechende Angebote zudem auf den Marktplätzen in Frankreich, Indien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Belgien. Die Produkte waren auf behördlichen Warn- oder Listen zu quecksilberhaltiger Hautaufhellungskosmetik aufgeführt worden. 1
Reuters kaufte unter anderem in Pakistan hergestellte Parley Beauty Creams bei Temu und TikTok Shop, drei in Mexiko produzierte Marken von Bleichcremes bei TikTok Shop sowie auf den Philippinen hergestellte Bleichseifen bei Amazon. Weitere Produkte bestellten die Reporter über Amazon-Seiten für das Vereinigte Königreich, Frankreich, Belgien und Indien. 1
Die gekauften Einzelprodukte wurden allerdings nicht im Labor untersucht. Reuters konnte den Quecksilbergehalt dieser konkreten Packungen daher nicht unabhängig bestätigen; die Zuordnung stützte sich auf frühere Feststellungen und Warnungen von Behörden. In den jeweiligen Online-Angeboten war Quecksilber nicht als Inhaltsstoff angegeben. 1
Nach Recherchen von Reuters können Verkäufer gelöschte Produkte rasch erneut einstellen: etwa mit irreführenden Produkttiteln, über andere Verkäuferkonten oder mit Bildern, auf denen Kennzeichnungen unkenntlich gemacht sind.
Als Beispiel nannte Reuters eine pakistanische Creme namens Chandni, vor der die US-Arzneimittelbehörde FDA gewarnt hatte. Ein Amazon-Verkäufer in Indien bot sie als „Beauty Brightening Cream“ an und verwischte den eigentlichen Produktnamen auf dem Angebotsbild. 1
Solche Methoden erschweren es Plattformen, gegen einzelne Angebote dauerhaft vorzugehen. Verschwindet ein Listing, kann dasselbe Produkt kurz darauf unter einer anderen Bezeichnung, von einem anderen Konto oder mit verändertem Bildmaterial wieder auftauchen. 1
Quecksilber kann die Haut laut Reuters innerhalb weniger Tage aufhellen. Legale Wirkstoffe wie Kojisäure und Arbutin wirken in der Regel langsamer. Außerdem ist Quecksilber günstig, lässt sich leicht zu Cremes verarbeiten und ist stabil. 1
In den USA fand Reuters Produkte mit Quecksilberbezug für rund 6,50 US-Dollar je Unze. Eine in dem Bericht zitierte Studie aus dem Jahr 2021 kam bei Produkten mit Kojisäure auf einen Durchschnittspreis von 24,89 US-Dollar je Unze. Der Preis- und Geschwindigkeitsvorteil kann für Verkäufer trotz der gesundheitlichen und rechtlichen Risiken einen Anreiz schaffen. 1
Amazon erklärte, die Produkte verstießen gegen seine Richtlinien. Das Unternehmen entferne Angebote und gehe gegen Verkäufer vor. Amazon verwies unter anderem auf die Überprüfung von Verkäufern, Anforderungen an Konformitätsunterlagen oder Labortests durch Dritte, weiterentwickelte Kontrollmechanismen, Sperrungen von Verkäufern, die Kontrollen umgingen, sowie die Zusammenarbeit mit Behörden. 1
TikTok Shop teilte mit, gegen regelwidrige Produkte vorzugehen und sie zu entfernen. Die Plattform untersagt Produkte, die dazu bestimmt sind, die Haut zu bleichen, aufzuhellen oder den Melaningehalt zu verringern. Temu erklärte, die von Reuters benannten Produkte zu prüfen und Angebote zu entfernen, sofern sie gegen geltende Gesetze oder Plattformregeln verstoßen. 1
Trotz dieser Stellungnahmen waren die meisten von Reuters identifizierten Produkte nach dessen Angaben am 1. September weiterhin gelistet. 1
Rachel Doughty von Greenfire Law sagte Reuters, das grundlegende Problem liege in der langjährigen Position vieler Marktplätze: Sie sähen sich als Vermittler und nicht als Verantwortliche für Angebote von Drittanbietern. Zudem seien bestehende Gesetze von öffentlichen Behörden nicht ausreichend durchgesetzt worden. 1
Der Fall verdeutlicht damit ein strukturelles Vollzugsproblem: Online-Marktplätze können Regeln festlegen und einzelne Inserate löschen. Doch grenzüberschreitend tätige Verkäufer können Produkte schnell erneut einstellen – und machen aus einer Entfernung oft keine dauerhafte Sperre. 1
Die FDA erklärte Reuters zufolge, die Entfernung betrügerischer quecksilberhaltiger Cremes bleibe eine Priorität. Die Behörde habe Warnschreiben an Hersteller und Vertriebspartner verschickt und im Mai eine Verbraucherwarnliste für quecksilberhaltige Hautaufhellungscremes veröffentlicht. 1
Französische Behörden riefen am 28. August die „Advanced Beauty Cream – Pearl Shine – Parley Goldie“ zurück. In der Warnung hieß es, Quecksilber werde gezielt eingesetzt, um die Melaninsynthese zu blockieren. Reuters fand das Produkt am 31. August noch auf Amazon Belgien. Französische Behörden erklärten, Plattformen müssten unsichere und nicht konforme Produkte aus dem Angebot nehmen und zurückrufen. 1
Die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärt, es gebe keinen bekannten sicheren Wert für eine Quecksilberexposition. Sie warnt zugleich, dass Onlinehandel über Landesgrenzen hinweg Aufsicht und Durchsetzung erschwert und mehr Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Verkäufern und weiteren Beteiligten erfordert. 1
Ein Angebot auf einem bekannten Marktplatz ist kein Nachweis dafür, dass ein Kosmetikprodukt auf seine Sicherheit geprüft wurde. In der Reuters-Recherche waren problematische Produkte häufig nicht durch Angaben auf der Produktseite erkennbar, sondern durch frühere behördliche Warnungen identifiziert worden. 1
Wer Hautaufhellungsprodukte online kaufen möchte, sollte vorab offizielle Warnungen und Rückrufe der zuständigen Behörden prüfen. Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn Angebote nur vage Begriffe wie „Brightening“ verwenden oder die Verpackung beziehungsweise deren Beschriftung auf Bildern verdeckt wird. Die Recherche zeigt auch: Wird ein einzelnes Listing entfernt, heißt das nicht zwangsläufig, dass das beanstandete Produkt von der Plattform verschwunden ist. 1
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Reuters fand mehr als 20 Hautaufhellungsprodukte, die Behörden zuvor wegen Quecksilber beanstandet hatten, weiterhin bei Drittanbietern auf Amazon, Temu und TikTok Shop – Stand 1.
Reuters fand mehr als 20 Hautaufhellungsprodukte, die Behörden zuvor wegen Quecksilber beanstandet hatten, weiterhin bei Drittanbietern auf Amazon, Temu und TikTok Shop – Stand 1. Die Angebote tauchten in mehreren Ländern auf, nannten Quecksilber meist nicht als Inhaltsstoff und konnten nach Löschungen unter neuen Namen, Konten oder mit unkenntlich gemachten Verpackungen wieder erscheinen.
Amazon, Temu und TikTok Shop erklärten, regelwidrige Angebote zu entfernen. Reuters berichtete jedoch, dass die meisten identifizierten Produkte zum Zeitpunkt der Recherche noch gelistet waren.
Reuters fand mehr als 20 Hautaufhellungsprodukte, die Behörden zuvor wegen Quecksilber beanstandet hatten, weiterhin bei Drittanbietern auf Amazon, Temu und TikTok Shop – Stand 1. Die Angebote tauchten in mehreren Ländern auf, nannten Quecksilber meist nicht als Inhaltsstoff und konnten nach Löschungen unter neuen N...
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Eine Recherche von Reuters hat ergeben, dass mehr als 20 Hautaufhellungsprodukte, die von Aufsichtsbehörden zuvor mit Quecksilber in Verbindung gebracht worden waren, weiterhin über Drittanbieter bei Amazon, Temu und TikTok Shop angeboten wurden. Die Befunde zeigen, wie schwer sich verbotene Kosmetik in grenzüberschreitenden Online-Marktplätzen dauerhaft aus dem Verkehr ziehen lässt – selbst wenn Produkte bereits behördlich beanstandet oder einzelne Angebote entfernt wurden. 1
Für Kundinnen und Kunden in den USA waren die Produkte laut Reuters über Amazon, Temu und TikTok Shop verfügbar. Auf Amazon fanden sich entsprechende Angebote zudem auf den Marktplätzen in Frankreich, Indien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Belgien. Die Produkte waren auf behördlichen Warn- oder Listen zu quecksilberhaltiger Hautaufhellungskosmetik aufgeführt worden. 1
Reuters kaufte unter anderem in Pakistan hergestellte Parley Beauty Creams bei Temu und TikTok Shop, drei in Mexiko produzierte Marken von Bleichcremes bei TikTok Shop sowie auf den Philippinen hergestellte Bleichseifen bei Amazon. Weitere Produkte bestellten die Reporter über Amazon-Seiten für das Vereinigte Königreich, Frankreich, Belgien und Indien. 1
Die gekauften Einzelprodukte wurden allerdings nicht im Labor untersucht. Reuters konnte den Quecksilbergehalt dieser konkreten Packungen daher nicht unabhängig bestätigen; die Zuordnung stützte sich auf frühere Feststellungen und Warnungen von Behörden. In den jeweiligen Online-Angeboten war Quecksilber nicht als Inhaltsstoff angegeben. 1
Nach Recherchen von Reuters können Verkäufer gelöschte Produkte rasch erneut einstellen: etwa mit irreführenden Produkttiteln, über andere Verkäuferkonten oder mit Bildern, auf denen Kennzeichnungen unkenntlich gemacht sind.
Als Beispiel nannte Reuters eine pakistanische Creme namens Chandni, vor der die US-Arzneimittelbehörde FDA gewarnt hatte. Ein Amazon-Verkäufer in Indien bot sie als „Beauty Brightening Cream“ an und verwischte den eigentlichen Produktnamen auf dem Angebotsbild. 1
Solche Methoden erschweren es Plattformen, gegen einzelne Angebote dauerhaft vorzugehen. Verschwindet ein Listing, kann dasselbe Produkt kurz darauf unter einer anderen Bezeichnung, von einem anderen Konto oder mit verändertem Bildmaterial wieder auftauchen. 1
Quecksilber kann die Haut laut Reuters innerhalb weniger Tage aufhellen. Legale Wirkstoffe wie Kojisäure und Arbutin wirken in der Regel langsamer. Außerdem ist Quecksilber günstig, lässt sich leicht zu Cremes verarbeiten und ist stabil. 1
In den USA fand Reuters Produkte mit Quecksilberbezug für rund 6,50 US-Dollar je Unze. Eine in dem Bericht zitierte Studie aus dem Jahr 2021 kam bei Produkten mit Kojisäure auf einen Durchschnittspreis von 24,89 US-Dollar je Unze. Der Preis- und Geschwindigkeitsvorteil kann für Verkäufer trotz der gesundheitlichen und rechtlichen Risiken einen Anreiz schaffen. 1
Amazon erklärte, die Produkte verstießen gegen seine Richtlinien. Das Unternehmen entferne Angebote und gehe gegen Verkäufer vor. Amazon verwies unter anderem auf die Überprüfung von Verkäufern, Anforderungen an Konformitätsunterlagen oder Labortests durch Dritte, weiterentwickelte Kontrollmechanismen, Sperrungen von Verkäufern, die Kontrollen umgingen, sowie die Zusammenarbeit mit Behörden. 1
TikTok Shop teilte mit, gegen regelwidrige Produkte vorzugehen und sie zu entfernen. Die Plattform untersagt Produkte, die dazu bestimmt sind, die Haut zu bleichen, aufzuhellen oder den Melaningehalt zu verringern. Temu erklärte, die von Reuters benannten Produkte zu prüfen und Angebote zu entfernen, sofern sie gegen geltende Gesetze oder Plattformregeln verstoßen. 1
Trotz dieser Stellungnahmen waren die meisten von Reuters identifizierten Produkte nach dessen Angaben am 1. September weiterhin gelistet. 1
Rachel Doughty von Greenfire Law sagte Reuters, das grundlegende Problem liege in der langjährigen Position vieler Marktplätze: Sie sähen sich als Vermittler und nicht als Verantwortliche für Angebote von Drittanbietern. Zudem seien bestehende Gesetze von öffentlichen Behörden nicht ausreichend durchgesetzt worden. 1
Der Fall verdeutlicht damit ein strukturelles Vollzugsproblem: Online-Marktplätze können Regeln festlegen und einzelne Inserate löschen. Doch grenzüberschreitend tätige Verkäufer können Produkte schnell erneut einstellen – und machen aus einer Entfernung oft keine dauerhafte Sperre. 1
Die FDA erklärte Reuters zufolge, die Entfernung betrügerischer quecksilberhaltiger Cremes bleibe eine Priorität. Die Behörde habe Warnschreiben an Hersteller und Vertriebspartner verschickt und im Mai eine Verbraucherwarnliste für quecksilberhaltige Hautaufhellungscremes veröffentlicht. 1
Französische Behörden riefen am 28. August die „Advanced Beauty Cream – Pearl Shine – Parley Goldie“ zurück. In der Warnung hieß es, Quecksilber werde gezielt eingesetzt, um die Melaninsynthese zu blockieren. Reuters fand das Produkt am 31. August noch auf Amazon Belgien. Französische Behörden erklärten, Plattformen müssten unsichere und nicht konforme Produkte aus dem Angebot nehmen und zurückrufen. 1
Die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärt, es gebe keinen bekannten sicheren Wert für eine Quecksilberexposition. Sie warnt zugleich, dass Onlinehandel über Landesgrenzen hinweg Aufsicht und Durchsetzung erschwert und mehr Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Verkäufern und weiteren Beteiligten erfordert. 1
Ein Angebot auf einem bekannten Marktplatz ist kein Nachweis dafür, dass ein Kosmetikprodukt auf seine Sicherheit geprüft wurde. In der Reuters-Recherche waren problematische Produkte häufig nicht durch Angaben auf der Produktseite erkennbar, sondern durch frühere behördliche Warnungen identifiziert worden. 1
Wer Hautaufhellungsprodukte online kaufen möchte, sollte vorab offizielle Warnungen und Rückrufe der zuständigen Behörden prüfen. Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn Angebote nur vage Begriffe wie „Brightening“ verwenden oder die Verpackung beziehungsweise deren Beschriftung auf Bildern verdeckt wird. Die Recherche zeigt auch: Wird ein einzelnes Listing entfernt, heißt das nicht zwangsläufig, dass das beanstandete Produkt von der Plattform verschwunden ist. 1
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Amazon, Temu und TikTok Shop erklärten, regelwidrige Angebote zu entfernen. Reuters berichtete jedoch, dass die meisten identifizierten Produkte zum Zeitpunkt der Recherche noch gelistet waren.