Morgan Freemans Stimme ist unverwechselbar – und lässt sich mit künstlicher Intelligenz nachahmen. Gegenüber ITV News unterschied der Schauspieler klar zwischen einem Kompliment und einer Nutzung ohne seine Zustimmung: „Einerseits ist das ganz nett. Andererseits ist es Diebstahl. Schalten Sie Anwälte ein“, sagte er sinngemäß.
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Es geht um Zustimmung und bezahlte Arbeit
Bereits im November 2025 erklärte Freeman im Gespräch mit The Guardian, dass Schauspieler für Sprecherarbeit bezahlt werden. Wer seine Stimme künstlich nachbilde und ohne ihn verwende, beraube ihn, sagte er. Seine Anwälte seien wegen mutmaßlich unerlaubter Nutzungen „sehr, sehr beschäftigt“. Aus diesen Äußerungen geht allerdings weder hervor, wie viele Klagen eingereicht wurden, noch, ob Verfahren bereits entschieden sind.
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Bei CBS Mornings griff er das Thema im Februar 2026 erneut auf: „Ich habe Anwälte“, antwortete er auf eine Frage nach KI-Imitationen. Im ITV-Interview benannte er auch ein praktisches Problem: Bei einem verbreiteten Deepfake könne es schwierig sein herauszufinden, woher er ursprünglich stammt. Die belegten Äußerungen reichen von November 2025 bis September 2026; eine Kampagne von mehr als zwei Jahren oder einen konkreten Vergütungsvorschlag belegen sie nicht.
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Seine Stimme für den Blues
Dass Freeman seine Stimme einsetzen möchte, zeigt ein anderes Projekt. Gemeinsam mit Partnern eröffnete er den Ground Zero Blues Club in Clarksdale im US-Bundesstaat Mississippi, um Bluesmusikern eine Bühne zu geben. ITV verweist dabei auf die Wurzeln des Blues in den Erfahrungen versklavter Menschen und ihrer Nachfahren im Süden der USA.
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Auf dem zwölf Stücke umfassenden Album Morgan Freeman’s Symphonic Blues Experience wirkt Freeman als Erzähler und Produzent mit, nicht als Musiker. Blues-Darbietungen treffen dort auf Beiträge des britischen Chineke! Orchestra. Die musikalische Reise führt von Blind Willie Johnsons Aufnahme „Dark Was the Night, Cold Was the Ground“ aus dem Jahr 1927 bis zu „I Lied to You“ aus dem Film Sinners von 2025.
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Der Unterschied zwischen beiden Geschichten ist für Freeman entscheidend: Hier entscheidet er selbst, wofür seine Stimme verwendet wird; gegen unerlaubte KI-Nachbildungen wehrt er sich.
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