Ein Scheitern der Diplomatie würde dem Ölmarkt nicht automatisch einen festen neuen Preis diktieren. Wahrscheinlicher wäre zunächst eine höhere Risikoprämie: Händler preisen ein, dass Angebot aus der Region knapper werden könnte. Genau dieses Muster zeigten jüngste Berichte. Als die Gespräche stockten und Lieferungen durch die Straße von Hormus begrenzt blieben, lag Brent Ende April 2026 bei rund 107 bis 108 US-Dollar je Barrel. Als Händler dagegen mit fortgesetzten Gesprächen und mehr regionalem Angebot rechneten, notierte Brent um 94 bis 95 US-Dollar. [2][
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Die erste Marktreaktion: mehr Risikoprämie
Der deutlichste Hinweis kommt aus der jüngsten Preisbewegung. The Star berichtete, Brent-Futures seien um 2,16 US-Dollar beziehungsweise 2,05 % auf 107,49 US-Dollar je Barrel gestiegen; die US-Sorte West Texas Intermediate, kurz WTI, legte um 1,77 US-Dollar beziehungsweise 1,88 % auf 96,17 US-Dollar zu. Als Auslöser wurden stockende Friedensgespräche und weiter begrenzte Lieferungen durch die Straße von Hormus genannt. [2]


