Vier Anklagepunkte nach Öllecks bei Shell Singapore
Am 22. September 2026 wurde Shell Singapore in vier Punkten angeklagt: Für jeden der beiden Vorfälle geht es um einen mutmaßlichen Austritt ölhaltiger Flüssigkeit und eine angeblich nicht unverzügliche Meldung.
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Am 22. September 2026 wurde Shell Singapore in vier Punkten angeklagt: Für jeden der beiden Vorfälle geht es um einen mutmaßlichen Austritt ölhaltiger Flüssigkeit und eine angeblich nicht unverzügliche Meldung.
Im Oktober 2024 soll das Gemisch aus einer landseitigen Rohrleitung ausgetreten sein; im Dezember war eine andere Anlage betroffen, eine Ölverarbeitungseinheit.
What charges were brought against Shell Singapore on Sep 22, 2026, over the October and December 2024 oil leaks from its Pulau Bukom facilitAI-generated illustration; not a photograph of either Pulau Bukom leak.
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Shell Singapore muss sich wegen zweier Vorfälle in seiner Anlage auf der Insel Pulau Bukom verantworten. Die vier Anklagepunkte nach Singapurs Gesetz zur Verhütung der Meeresverschmutzung betreffen jeweils den mutmaßlichen Austritt ölhaltiger Flüssigkeit und den Vorwurf, den Vorfall nicht unverzüglich gemeldet zu haben. Die Anklage vom 22. September 2026 ist kein Schuldspruch. 35
Oktober 2024: Leck in einer Rohrleitung
Am 20. Oktober 2024 soll durch ein Loch in einer landseitigen Rohrleitung ein Gemisch von etwa 40 Tonnen in singapurische Gewässer gelangt sein. Shell bezeichnete die Flüssigkeit als Slop – eine Mischung aus Öl und Wasser. Sie sei aus einem Auffangbereich in den Wasserkanal zwischen Pulau Bukom und Pulau Bukom Kechil übergelaufen. 310
Nach Angaben der singapurischen See- und Hafenbehörde MPA ereignete sich das Leck gegen 5.30 Uhr; informiert wurde sie gegen 13 Uhr. In einer Darstellung der Anklage wird der mutmaßliche Austritt dagegen auf etwa 8 Uhr datiert. Die verfügbaren Angaben klären diese Abweichung nicht. 256
Shell setzte Ölsperren und Reinigungsboote ein, die MPA schickte ebenfalls Schiffe. Später meldeten die Behörden, dass die Reinigung des Kanals einschließlich ölverschmutzter Anlagen abgeschlossen sei. 2523
Dezember 2024: Ein anderes Anlagensystem
Der zweite Vorfall betraf eine Ölverarbeitungseinheit, nicht die Rohrleitung vom Oktober. Laut den späteren Anklagepunkten gelangten zwischen dem 26. und 28. Dezember 2024 über mehrere Tage schätzungsweise 485 bis 956 Kilogramm ölhaltigen Gemischs in singapurische Gewässer. 155
Shell entdeckte am 26. Dezember gegen 9.30 Uhr Ölfilme auf dem Wasser. Einer Antwort der Regierung an das Parlament zufolge informierte das Unternehmen die MPA gegen 12 Uhr und die nationale Umweltbehörde NEA gegen 13.15 Uhr. Am 27. Dezember legte Shell die betroffene Einheit zur Untersuchung still. Am 28. Dezember meldeten die Behörden, dass kein weiterer Austritt in den Kühlwasser-Abflusskanal beobachtet werde und die Ölfilme auf dem Meer beseitigt seien. 81324
Anfangs war von „einigen Tonnen“ ausgelaufener raffinierter Ölprodukte zusammen mit Kühlwasser die Rede. Diese Schätzung weicht von der geringeren Menge in den späteren Anklagepunkten ab. Ob beide Angaben genau dasselbe beziffern, geht aus den verfügbaren Informationen nicht hervor. 135
Was im Verfahren offenbleibt
Berichte über das Verfahren erwähnen außerdem eine separate Strafverfolgung durch die NEA und Shells Bitte um mehr Zeit für eine Stellungnahme. Die vorliegenden Angaben belegen jedoch weder den genauen NEA-Anklagepunkt noch die Entscheidung des Gerichts über diese Bitte oder das mögliche Strafmaß für die einzelnen Vorwürfe. 35
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Am 22. September 2026 wurde Shell Singapore in vier Punkten angeklagt: Für jeden der beiden Vorfälle geht es um einen mutmaßlichen Austritt ölhaltiger Flüssigkeit und eine angeblich nicht unverzügliche Meldung.
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Am 22. September 2026 wurde Shell Singapore in vier Punkten angeklagt: Für jeden der beiden Vorfälle geht es um einen mutmaßlichen Austritt ölhaltiger Flüssigkeit und eine angeblich nicht unverzügliche Meldung. Im Oktober 2024 soll das Gemisch aus einer landseitigen Rohrleitung ausgetreten sein; im Dezember war eine andere Anlage betroffen, eine Ölverarbeitungseinheit.