Der massive Ein-Tages-Rückkauf war nur ein Teil einer deutlich umfassenderen Kapitalmarktstrategie. Im Anschluss an die Hauptversammlung hatte der Verwaltungsrat ein neues Rückkaufprogramm beschlossen, das am 2. Juni 2026 in Kraft trat und das vorherige Programm ablöste .
Die Kernparameter des neuen Programms:
Wie aus den Pflichtmitteilungen hervorgeht, hat Xiaomi seit dem Start des Programms bis einschließlich 11. Juni insgesamt 22,1 Millionen eigene Aktien zurückgekauft, was 0,09 % des ausgegebenen Grundkapitals entspricht . Mit Barreserven in Höhe von 220,6 Milliarden RMB (Renminbi) verfügt das Unternehmen über reichlich Spielraum, um die Rückkäufe fortzusetzen. Dennoch muss man konstatieren, dass das Programm bislang völlig daran gescheitert ist, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen .
Zusätzlichen Druck auf die Stimmung übte just am 11. Juni eine Research-Studie von Goldman Sachs aus. Die Analysten prognostizierten, dass Xiaomi „relativ schwache“ Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorlegen wird . Die düsteren Prognosen der Investmentbank im Einzelnen:
Die Warnung traf den Markt deshalb so hart, weil sie auf ein bereits katastrophales erstes Quartal folgte. Der bereinigte Nettogewinn war im ersten Quartal 2026 um 43,1 % auf 6,07 Milliarden RMB eingebrochen und hatte damit die durchschnittlichen Analystenschätzungen klar verfehlt . Auf berichteter Basis (GAAP) stürzte der Nettogewinn sogar um 57 % auf 4,72 Milliarden RMB ab .
Immerhin erkannte Goldman Sachs auch mögliche positive Katalysatoren am Horizont – dazu zählten ein geplanter SUV mit Range Extender (REEV), der in etwa drei Monaten auf den Markt kommen soll, sowie die erwartete Veröffentlichung des KI-Betriebssystems AIOS im dritten Quartal. Die Bank beließ ihr Rating für die Aktie auf „Buy“ .
Xiaomis angestammtes Smartphone-Geschäft steht unter massivem Druck. Im ersten Quartal 2026 brachen die Auslieferungen im Jahresvergleich um fast 20 % auf 33,8 Millionen Einheiten ein – obwohl das Unternehmen damit weltweit zum 23. Mal in Folge den dritten Rang bei den Marktanteilen behauptete .
Hauptursache hierfür sind die stark gestiegenen Kosten für Speicherchips. Die Verteuerung von DRAM- und NAND-Flash-Komponenten hat die Gewinnmargen im Smartphone-Segment kräftig zusammengestaucht und zudem Preiserhöhungen bei den Endkunden erzwungen . Der Umsatz mit Smartphones schrumpfte im Berichtsquartal um 12,5 %, das Betriebsergebnis (EBIT) des Segments brach um 70 % gegenüber dem Vorjahr ein .
Der Gesamtumsatz von Xiaomi fiel im ersten Quartal um 10,9 % auf 99,1 Milliarden RMB. Es war der erste Umsatzrückgang des Konzerns seit fast drei Jahren . Der weltweite Smartphone-Markt selbst dürfte laut einer Prognose des Marktforschungsinstituts IDC im Gesamtjahr 2026 um 13,9 % schrumpfen – ein denkbar raues Marktumfeld für alle Hersteller.
Die Elektroauto-Sparte von Xiaomi, einst eine Quelle großer Anlegerfantasie, hat sich zu einer erheblichen Belastung entwickelt. Das Segment „EV und KI-Innovation“ wies im ersten Quartal 2026 einen operativen Verlust von 3,1 Milliarden RMB aus – nachdem es im Gesamtjahr 2025 noch einen Gewinn eingefahren hatte . Schleppende Auslieferungen und der sich zuspitzende Preiskrieg unter den chinesischen E-Auto-Herstellern setzen dem jungen Geschäftsfeld erheblich zu .
Die wachsende Konkurrenz und der Bewertungsdruck im E-Auto-Sektor beschäftigen die Anleger weiterhin. Sie betrachten das Segment zunehmend als einen Milliarden-Graben, der noch Jahre davon entfernt ist, zu einem verlässlichen Profitcenter zu werden .
Bereits am 27. Mai 2026 hatte die Investmentbank Jefferies die Aktie von Xiaomi von „Hold“ auf „Underperform“ herabgestuft und das Kursziel um 14 % auf 25,49 HK$ gesenkt . Die Analysten begründeten dies mit einem enttäuschenden Ergebnis auf EBIT-Ebene im ersten Quartal, gepaart mit überhöhten Markterwartungen und dem Druck auf die Bewertung der Elektroauto-Sparte .
Jefferies identifizierte drei parallele Belastungsfaktoren: schrumpfende Smartphone-Margen, rückläufige E-Auto-Verkäufe und die explodierenden Kosten für Speicherchips, deren Ende nicht absehbar sei . Die Analysten merkten an, dass sich das Smartphone-Kerngeschäft von Xiaomi in einer Zwickmühle befinde: Es werde von steigenden Komponentenkosten auf der einen und einem scharfen Wettbewerbsdruck auf der anderen Seite eingeklemmt. Die Hochlaufphase des E-Auto-Geschäfts sei zudem weit von der Gewinnschwelle entfernt .
Im Ergebnis kämpft Xiaomi derzeit an mehreren Fronten gleichzeitig. Das gewaltige Rückkaufprogramm sendet zwar das Signal des Managements aus, dass es die eigene Aktie für unterbewertet hält. Doch das Urteil des Marktes ist gegenwärtig ein anderes: Solange sich die fundamentalen Geschäftszahlen nicht stabilisieren, wird auch die größte Rückkaufaktion dem Aktienkurs keinen Boden bieten können.
Der massive Ein-Tages-Rückkauf war nur ein Teil einer deutlich umfassenderen Kapitalmarktstrategie. Im Anschluss an die Hauptversammlung hatte der Verwaltungsrat ein neues Rückkaufprogramm beschlossen, das am 2. Juni 2026 in Kraft trat und das vorherige Programm ablöste .
Die Kernparameter des neuen Programms:
Wie aus den Pflichtmitteilungen hervorgeht, hat Xiaomi seit dem Start des Programms bis einschließlich 11. Juni insgesamt 22,1 Millionen eigene Aktien zurückgekauft, was 0,09 % des ausgegebenen Grundkapitals entspricht . Mit Barreserven in Höhe von 220,6 Milliarden RMB (Renminbi) verfügt das Unternehmen über reichlich Spielraum, um die Rückkäufe fortzusetzen. Dennoch muss man konstatieren, dass das Programm bislang völlig daran gescheitert ist, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen .
Zusätzlichen Druck auf die Stimmung übte just am 11. Juni eine Research-Studie von Goldman Sachs aus. Die Analysten prognostizierten, dass Xiaomi „relativ schwache“ Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorlegen wird . Die düsteren Prognosen der Investmentbank im Einzelnen:
Die Warnung traf den Markt deshalb so hart, weil sie auf ein bereits katastrophales erstes Quartal folgte. Der bereinigte Nettogewinn war im ersten Quartal 2026 um 43,1 % auf 6,07 Milliarden RMB eingebrochen und hatte damit die durchschnittlichen Analystenschätzungen klar verfehlt . Auf berichteter Basis (GAAP) stürzte der Nettogewinn sogar um 57 % auf 4,72 Milliarden RMB ab .
Immerhin erkannte Goldman Sachs auch mögliche positive Katalysatoren am Horizont – dazu zählten ein geplanter SUV mit Range Extender (REEV), der in etwa drei Monaten auf den Markt kommen soll, sowie die erwartete Veröffentlichung des KI-Betriebssystems AIOS im dritten Quartal. Die Bank beließ ihr Rating für die Aktie auf „Buy“ .
Xiaomis angestammtes Smartphone-Geschäft steht unter massivem Druck. Im ersten Quartal 2026 brachen die Auslieferungen im Jahresvergleich um fast 20 % auf 33,8 Millionen Einheiten ein – obwohl das Unternehmen damit weltweit zum 23. Mal in Folge den dritten Rang bei den Marktanteilen behauptete .
Hauptursache hierfür sind die stark gestiegenen Kosten für Speicherchips. Die Verteuerung von DRAM- und NAND-Flash-Komponenten hat die Gewinnmargen im Smartphone-Segment kräftig zusammengestaucht und zudem Preiserhöhungen bei den Endkunden erzwungen . Der Umsatz mit Smartphones schrumpfte im Berichtsquartal um 12,5 %, das Betriebsergebnis (EBIT) des Segments brach um 70 % gegenüber dem Vorjahr ein .
Der Gesamtumsatz von Xiaomi fiel im ersten Quartal um 10,9 % auf 99,1 Milliarden RMB. Es war der erste Umsatzrückgang des Konzerns seit fast drei Jahren . Der weltweite Smartphone-Markt selbst dürfte laut einer Prognose des Marktforschungsinstituts IDC im Gesamtjahr 2026 um 13,9 % schrumpfen – ein denkbar raues Marktumfeld für alle Hersteller.
Die Elektroauto-Sparte von Xiaomi, einst eine Quelle großer Anlegerfantasie, hat sich zu einer erheblichen Belastung entwickelt. Das Segment „EV und KI-Innovation“ wies im ersten Quartal 2026 einen operativen Verlust von 3,1 Milliarden RMB aus – nachdem es im Gesamtjahr 2025 noch einen Gewinn eingefahren hatte . Schleppende Auslieferungen und der sich zuspitzende Preiskrieg unter den chinesischen E-Auto-Herstellern setzen dem jungen Geschäftsfeld erheblich zu .
Die wachsende Konkurrenz und der Bewertungsdruck im E-Auto-Sektor beschäftigen die Anleger weiterhin. Sie betrachten das Segment zunehmend als einen Milliarden-Graben, der noch Jahre davon entfernt ist, zu einem verlässlichen Profitcenter zu werden .
Bereits am 27. Mai 2026 hatte die Investmentbank Jefferies die Aktie von Xiaomi von „Hold“ auf „Underperform“ herabgestuft und das Kursziel um 14 % auf 25,49 HK$ gesenkt . Die Analysten begründeten dies mit einem enttäuschenden Ergebnis auf EBIT-Ebene im ersten Quartal, gepaart mit überhöhten Markterwartungen und dem Druck auf die Bewertung der Elektroauto-Sparte .
Jefferies identifizierte drei parallele Belastungsfaktoren: schrumpfende Smartphone-Margen, rückläufige E-Auto-Verkäufe und die explodierenden Kosten für Speicherchips, deren Ende nicht absehbar sei . Die Analysten merkten an, dass sich das Smartphone-Kerngeschäft von Xiaomi in einer Zwickmühle befinde: Es werde von steigenden Komponentenkosten auf der einen und einem scharfen Wettbewerbsdruck auf der anderen Seite eingeklemmt. Die Hochlaufphase des E-Auto-Geschäfts sei zudem weit von der Gewinnschwelle entfernt .
Im Ergebnis kämpft Xiaomi derzeit an mehreren Fronten gleichzeitig. Das gewaltige Rückkaufprogramm sendet zwar das Signal des Managements aus, dass es die eigene Aktie für unterbewertet hält. Doch das Urteil des Marktes ist gegenwärtig ein anderes: Solange sich die fundamentalen Geschäftszahlen nicht stabilisieren, wird auch die größte Rückkaufaktion dem Aktienkurs keinen Boden bieten können.