Analysten waren im Schnitt von einem AWS-Wachstum von rund 31 Prozent ausgegangen . Die tatsächlichen 37 Prozent setzten sofort eine neue Erzählung in Gang: Amazons Milliarden-Investitionen in KI zahlen sich offenbar aus.
Die Amazon-Aktie schoss am nächsten Handelstag um rund 14 Prozent nach oben – der stärkste Tagesgewinn seit April 2015 .
Laut Forbes bescherte die Rallye Bezos‘ Vermögen einen Zuwachs von schätzungsweise 25 bis 32 Milliarden Dollar. Sein Gesamtvermögen stieg damit auf rund 271,5 bis 277,2 Milliarden Dollar . Das reichte, um Sergey Brin von Platz drei zu verdrängen – nur noch Elon Musk und Bernard Arnault liegen vor ihm .
Forbes bezifferte Bezos‘ Vermögen am Tag des Sprungs auf 277,2 Milliarden Dollar . Der Schritt markierte eine deutliche Kehrtwende: Anfang 2026 war Bezos noch auf den vierten Platz zurückgefallen, weil die Google-Gründer dank des KI-Optimismus an ihm vorbeigezogen waren .
CEO Andy Jassy teilte den Investoren mit, dass Amazon im Jahr 2026 220 Milliarden Dollar an Investitionsausgaben in KI-Infrastruktur stecken werde – und dass selbst diese Summe nicht ausreichen werde, um die rasend schnelle Nachfrage zu decken . Diese Zahl steht im Zentrum einer grundsätzlichen Debatte, die den gesamten Technologiesektor durchzieht.
Die Argumente für die Ausgaben:
Die Argumente für Vorsicht:
„Der grundlegende Widerspruch – ‚Gib viel für KI aus, oder riskiere, den Anschluss zu verlieren‘ versus ‚Wann kommen die Margen?' – bleibt die alles bestimmende Debatte in der gesamten Branche“, heißt es in einer veröffentlichten Analyse. Amazons Q2-Ergebnis hat diese Bedenken vorerst zum Verstummen gebracht, aber die Frage bleibt: bei Microsoft, Google und jedem anderen Hyperscaler, der ähnliche Wetten eingeht.