Doch statt zu fallen, stieg der Preis weiter. Dadurch wurden diese überfüllten Short‑Positionen besonders anfällig für Liquidationen, was den späteren Short‑Squeeze begünstigte.
Parallel dazu stieg das Open Interest in HYPE‑Futures, also das Gesamtvolumen offener gehebelter Positionen. Wenn Open Interest zusammen mit dem Preis steigt, deutet das häufig darauf hin, dass neue Marktteilnehmer Positionen eröffnen – und damit die Volatilität verstärken.
Auch einzelne Großinvestoren („Whales“) spielten eine Rolle in der Marktmechanik.
Ein bekannter Trader hielt Berichten zufolge eine Short‑Position im Wert von mehreren Dutzend Millionen Dollar, die während der Rally erhebliche Buchverluste aufwies.
In einem weiteren Fall versuchte ein Händler, eine gehebelte Short‑Position von rund 103 Millionen Dollar zu verteidigen und verkaufte dafür HYPE‑Token im Wert von mehreren zehn Millionen Dollar.
Steigt der Preis weiter, könnte diese Position laut Berichten etwa im Bereich um 69 Dollar liquidiert werden, was erneut starken Kaufdruck auslösen könnte.
Neben der Aktivität im Derivatemarkt spielte auch institutionelle Nachfrage eine Rolle.
Im Mai 2026 starteten mehrere Anbieter die ersten US‑Spot‑ETFs mit HYPE‑Exposure, darunter:
Solche ETFs ermöglichen es Investoren, über gewöhnliche Brokerkonten in den Token zu investieren, ohne ihn selbst zu verwahren.
Frühe Handelsdaten zeigten Millionen Dollar an Handelsvolumen und Nettozuflüssen kurz nach dem Start, was auf neue Nachfrage von institutionellen und traditionellen Investoren hindeutet.
Diese Zuflüsse fielen zeitlich mit dem Preisanstieg zusammen und verstärkten die Rally.
Ein weiterer struktureller Faktor ist die zunehmende Konzentration von HYPE‑Tokens in großen Treasury‑Beständen.
Das börsennotierte Unternehmen Hyperliquid Strategies Inc. meldete beispielsweise, dass es rund 20 Millionen HYPE‑Token in seiner Treasury hält (Stand: 29. April 2026).
Solche großen Bestände reduzieren effektiv die Menge an frei handelbaren Tokens im Markt. Wenn gleichzeitig neue Nachfrage entsteht – etwa durch ETFs oder Liquidationen im Derivatemarkt – kann diese Angebotsverknappung Preisbewegungen zusätzlich verstärken.
Trotz der starken Rally warnen Analysten, dass sich HYPE einem wichtigen Widerstandsbereich um 59 – 60 Dollar nähert – dort lag auch das bisherige Allzeithoch.
Technische Indikatoren deuten teilweise auf überkaufte Marktbedingungen hin. Sollte der Preis an diesem Widerstand scheitern, könnte eine kurzfristige Korrektur in den Bereich von etwa 51,5 $ bis 45 $ folgen, wo mehrere Unterstützungsniveaus liegen.
Allerdings bleibt der Markt stark von gehebelten Positionen beeinflusst. Sollte der Preis weiter steigen und große Shorts zur Liquidation zwingen – insbesondere die verbleibende neunstellige Position – könnte ein weiterer Short‑Squeeze die Rally erneut beschleunigen.
Der Anstieg von HYPE in Richtung seines Rekordpreises wurde durch mehrere Faktoren gleichzeitig ausgelöst:
Ob die Rally weitergeht oder zunächst eine Korrektur folgt, hängt nun stark davon ab, wie sich gehebelte Positionen und ETF‑Zuflüsse in den kommenden Wochen entwickeln.
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