Auch anhaltende Inflationssorgen spielten eine Rolle. Sie verstärkten die Erwartung, dass die US‑Notenbank die Zinsen länger hoch halten könnte, was wiederum Anleiherenditen und den Dollar stärkte.
Später stabilisierte sich der Markt und Gold begann sich wieder zu erholen. Ein wichtiger Auslöser waren neue Schlagzeilen über mögliche diplomatische Fortschritte zwischen den USA und Iran.
US‑Präsident Donald Trump deutete an, dass Gespräche über ein mögliches Abkommen vorankommen könnten. Diese Aussagen dämpften teilweise Inflationsängste im Zusammenhang mit dem Konflikt und schwächten den Dollar – ein Umfeld, das Gold tendenziell unterstützt.
Wenn der Dollar nachgibt, wird Gold für Käufer außerhalb der USA günstiger. Das kann zusätzliche Nachfrage erzeugen und Preise stabilisieren oder steigen lassen.
Die Unsicherheit rund um den Konflikt mit Iran bleibt ein wichtiger Faktor für die Märkte. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Öl‑Transportrouten der Welt.
Steigen die Spannungen, treiben höhere Ölpreise oft Inflationsängste an. Das kann zu höheren Zinsen und einem stärkeren Dollar führen – beides belastet Gold kurzfristig.
Umgekehrt können Hinweise auf diplomatische Fortschritte die Energiepreise und Inflationserwartungen senken. In solchen Phasen schwächt sich der Dollar häufig ab, was Gold unterstützt.
Deshalb reagieren Gold, Öl, Anleiherenditen und Währungen derzeit besonders sensibel auf politische Schlagzeilen aus der Region.
Auch Silber bewegte sich in dieser Phase stark. Der Preis fiel zeitweise unter etwa 75 US‑Dollar je Unze, nachdem geopolitische Spannungen und Erwartungen länger hoher Zinsen auf den gesamten Edelmetallsektor drückten.
Silber reagiert oft stärker auf Marktbewegungen als Gold, weil es sowohl als Edelmetall als auch als Industriemetall genutzt wird. Dadurch spiegeln seine Preise sowohl Sicherheitsnachfrage als auch Erwartungen an die globale Wirtschaft wider.
Trotz kurzfristiger Rückgänge bleiben viele große Finanzinstitute optimistisch für Gold.
Goldman Sachs hat seine Prognose für Ende 2026 auf rund 5.400 US‑Dollar pro Unze angehoben und verweist auf starke Nachfrage von Investoren und Zentralbanken, die ihre Reserven diversifizieren.
Citi Research erwartet kurzfristig Preise um 5.000 US‑Dollar pro Unze, gestützt durch geopolitische Risiken, Investitionsnachfrage und fortgesetzte Käufe durch Zentralbanken.
Die Einschätzungen variieren zwar, doch viele Analysten betrachten jüngste Rücksetzer eher als Korrektur innerhalb eines längerfristigen Aufwärtstrends.
Der Rückgang des Goldpreises auf ein Sieben‑Wochen‑Tief wurde vor allem durch steigende US‑Renditen und einen starken Dollar ausgelöst. Die anschließende Erholung hing mit Währungsbewegungen und neuen Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte zwischen den USA und Iran zusammen.
Solange Zinserwartungen, Währungen und geopolitische Risiken gleichzeitig eine Rolle spielen, dürfte Gold kurzfristig volatil bleiben – auch wenn viele Banken weiterhin von steigenden Preisen in den kommenden Jahren ausgehen.
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