Für die Märkte war das aus mehreren Gründen relevant:
Als plötzlich wieder eine Öffnung der Route möglich schien, begannen Händler einen Teil der zuvor eingepreisten Kriegs‑ und Risikoprämie aus den Märkten herauszunehmen – was auch Bitcoin wieder in Richtung der mittleren 70.000‑Dollar‑Region steigen ließ.
Die Meerenge zwischen Iran und Oman gilt als zentraler Engpass im globalen Energiesystem. Ein großer Anteil der weltweiten Öltransporte passiert diesen Korridor.
Selbst die Gefahr einer Blockade kann Ölpreise steigen lassen und internationale Finanzmärkte destabilisieren. Während des Konflikts zeigte sich deshalb ein klares Muster im Kryptomarkt:
Analysten nannten die Rückkehr zu normalem Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wiederholt als möglichen Stabilitätsfaktor für globale Märkte – und damit auch für Kryptowährungen.
Die starken Schwankungen im Jahr 2026 hatten häufig wenig mit technischen Entwicklungen im Kryptosektor zu tun. Stattdessen reagierte der Markt auf geopolitische Nachrichten.
Beispiele aus dem Verlauf des Konflikts:
Diese Dynamik deutet darauf hin, dass Trader Bitcoin in dieser Phase ähnlich wie Aktien behandelten – also als Anlage, die stark von der globalen Risikostimmung abhängt.
Berichte über Trumps Erklärung vom 23. Mai beschrieben den Plan als Memorandum of Understanding, das noch ausgearbeitet wird – also keinen endgültigen Friedensvertrag.
Genannte Elemente der Gespräche waren unter anderem:
Wichtige Punkte – etwa konkrete Sanktionslockerungen oder Grenzen für Irans Urananreicherung – waren in frühen Berichten jedoch noch unklar.
Ein Blick auf Prognosemärkte wie Polymarket zeigt, wie Händler die Lage einschätzten.
Ende Mai lagen die Wahrscheinlichkeiten ungefähr bei:
Deutlich skeptischer waren Händler bei nuklearen Zugeständnissen:
Diese Spaltung deutet darauf hin, dass Märkte eher mit einem ersten diplomatischen Rahmen oder Waffenstillstand rechnen – während kompliziertere Nuklearfragen wahrscheinlich länger verhandelt werden.
Die Bewegung Richtung 77.000 $ zeigt, wie stark globale geopolitische Risiken inzwischen auch den Kryptomarkt beeinflussen können.
Als Gespräche scheiterten, fiel Bitcoin unter 74.000 $. Als dagegen Meldungen über einen möglichen Friedensrahmen und die Öffnung einer zentralen Energie‑Route auftauchten, kehrte Risikobereitschaft zurück – und Bitcoin stieg erneut.
Mit anderen Worten: Während des US‑Iran‑Konflikts 2026 fungierte Bitcoin zeitweise nicht nur als digitale Anlageklasse, sondern auch als Barometer für geopolitische Marktstimmung.