Bending Spoons hat vereinbart, Miro in einem reinen Bar Deal zu einem Unternehmenswert von 1,355 Milliarden US Dollar zu übernehmen. Der implizite Eigenkapitalwert beträgt inklusive Miros Netto Cash rund 1,79 Milliarden Dollar – etwa 90 % weniger als die Bewertung von 17,5 Milliarden Dollar aus der Series C Runde 2022.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What are the terms, strategic rationale, financial implications, and broader SaaS-market significance of Bending Spoons’ planned acquisition. Article summary: Bending Spoons is buying a large, profitable, enterprise-weighted collaboration platform at a recession-era SaaS multiple—not at the pandemic-era valuation assigned to it. The deal is strategically credible for Bending S. Topic tags: general, general web, user generated, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Bending Spoons will Miro übernehmen – und der Preis markiert einen der deutlichsten Bewertungsresets im SaaS-Markt seit dem Ende des Remote-Work-Booms. Das Mailänder, an der Nasdaq unter dem Kürzel BSP notierte Unternehmen zahlt für eine etablierte Kollaborationsplattform mit rund 600 Millionen US-Dollar jährlich wiederkehrendem Umsatz (ARR) einen Unternehmenswert von 1,355 Milliarden Dollar.
Das ist strategisch nachvollziehbar, vor allem nach dem kurz zuvor abgeschlossenen Kauf von Airtable. Zugleich wirft der Deal Fragen auf: Was passiert nach dem Abschluss mit Produktinvestitionen, Kundenbetreuung und der Organisation von Miro?
Bending Spoons S.p.A. hat eine verbindliche Vereinbarung zum Kauf von Miro geschlossen. Die Transaktion erfolgt vollständig gegen Barzahlung und bewertet das operative Geschäft – den sogenannten Enterprise Value – mit 1,355 Milliarden US-Dollar. Rechnet man Miros Netto-Cash hinzu, ergibt sich ein impliziter Eigenkapitalwert von rund 1,79 Milliarden US-Dollar. 22
Bestimmte Miro-Anteilseigner wollen 295 Millionen US-Dollar aus ihren Verkaufserlösen in neu ausgegebene Aktien von Bending Spoons reinvestieren. Sie behalten damit wirtschaftliches Interesse am Käufer; an der grundsätzlichen Barstruktur des Kaufs ändert das nichts. 22
Beide Verwaltungsräte haben dem Geschäft einstimmig zugestimmt. Der Abschluss wird im vierten Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen und üblicher Vollzugsbedingungen. Bis dahin soll Miro unverändert weiterarbeiten. 22
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Miro gibt seinen jährlich wiederkehrenden Umsatz mit etwa 600 Millionen US-Dollar an; fast 90 % davon stammen von Geschäfts- und Enterprise-Kunden. Auf Basis des Enterprise Value ergibt sich ein Multiplikator von rund 2,26× ARR, üblicherweise gerundet 2,3× ARR. 27
Für diesen Vergleich ist der Enterprise Value die passendere Kennzahl: Er beziffert den Wert des operativen Geschäfts vor Berücksichtigung von Liquidität und Finanzierungsstruktur. Der Eigenkapitalwert von 1,79 Milliarden Dollar entspräche zwar etwa 3,0× ARR, wäre aber kein unmittelbar vergleichbarer operativer Multiplikator.
Besonders groß ist der Kontrast zu 2022. Im Januar jenes Jahres sammelte Miro in einer Series-C-Runde 400 Millionen Dollar ein und erreichte eine Post-Money-Bewertung von 17,5 Milliarden US-Dollar. Insgesamt hatte das Unternehmen damit 476 Millionen Dollar finanziert; beteiligt waren unter anderem ICONIQ Growth, Accel, Atlassian, Dragoneer, GIC, Salesforce Ventures und TCV. 6
Verglichen mit dem heutigen Eigenkapitalwert von rund 1,79 Milliarden Dollar liegt die Bewertung damit ungefähr 90 % unter dem damaligen Niveau. Wichtig ist dabei: Der aktuelle Enterprise Value und die frühere Eigenkapitalbewertung sind nicht exakt dieselbe Messgröße. Der Rückgang bleibt dennoch außergewöhnlich deutlich.
Miro ist längst mehr als ein digitales Whiteboard mit vielen Gratisnutzern. Das Unternehmen hat nahezu 4 Millionen zahlende Nutzer und etwa 600 Millionen US-Dollar ARR; der Umsatz ist stark auf Geschäfts- und Enterprise-Kunden ausgerichtet. 27
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Beim Abschluss der Series C meldete Miro 30 Millionen Nutzer. 6 Heute ist die installierte Basis wesentlich größer. Für einen Käufer zählt aber nicht allein die Reichweite: Entscheidend sind Bindung und Zahlungsbereitschaft von Unternehmenskunden, Wachstum, Margen, Produktrelevanz und die Kosten, diese Kunden verlässlich zu bedienen.
Eine große Nutzerbasis kann bei Vertrieb und Konversion helfen. Bei einem reiferen SaaS-Unternehmen wird der Wert jedoch vor allem daran gemessen, wie stabil und profitabel der wiederkehrende Umsatz langfristig ist.
Nur wenige Tage vor der Miro-Vereinbarung schloss Bending Spoons die Übernahme von Airtable ab. Airtable ist eine Plattform für Datenorganisation und Workflow-Management, die von mehr als 500.000 Organisationen genutzt wird. Auch dieser Kauf erfolgte vollständig gegen Barzahlung. 21
Die Produkte bedienen benachbarte Bereiche der Teamarbeit:
Sie sind keine direkten Ersatzprodukte. Zusammen ergibt sich aber eine plausible Portfoliologik: gemeinsame Enterprise-Kundenbeziehungen, angrenzende Anwendungsfälle und potenziell gemeinsame Investitionen in Infrastruktur sowie KI-gestützte Arbeitserlebnisse. Konkrete Produktintegrationen wurden bislang allerdings nicht angekündigt.
Bending Spoons hat erklärt, in Leistung, Zuverlässigkeit und zentrale Kollaborationsfunktionen von Miro investieren zu wollen. 27 Die Wette lautet also nicht, Miro wieder auf das Bewertungsniveau von 2022 zu bringen. Vielmehr setzt der Käufer darauf, dass eine Plattform mit wiederkehrenden Enterprise-Erlösen innerhalb eines größeren Softwareportfolios an Wert gewinnen kann.
Zu Entlassungen bei Miro, Preisänderungen oder Anpassungen des kostenlosen Tarifs wurden keine Bedingungen angekündigt. Solche Folgen sollten vor dem Abschluss nicht als feststehend dargestellt werden. 38
Die bisherige Praxis von Bending Spoons macht die Frage dennoch relevant. Nach der Übernahme von WeTransfer kündigte das Unternehmen an, 75 % der Belegschaft abzubauen. 40 Daraus lässt sich weder ableiten, dass Miro eine ähnliche Kürzung erlebt, noch eine konkrete Zahl für mögliche Stellenstreichungen prognostizieren.
Es erklärt aber, weshalb Beschäftigte und Unternehmenskunden die Integration genau beobachten dürften. Kostendisziplin kann bei stabilen wiederkehrenden Umsätzen den Cashflow verbessern. Eine zu harte Restrukturierung kann jedoch gerade in einem Kollaborationsprodukt Risiken erzeugen – etwa bei Weiterentwicklung, Zuverlässigkeit, Support, Sicherheit und Kundenvertrauen.
Der Erfolg des Deals hängt damit daran, ob Bending Spoons operative Effizienz steigern kann, ohne die Fähigkeiten zu schwächen, auf denen Miros Enterprise-Umsatz basiert.
Der Miro-Verkauf zeigt eindrücklich die Lücke zwischen den privaten Höchstbewertungen der Jahre 2021 und 2022 und der heutigen Rechnung strategischer Käufer. Damals trieb die außergewöhnliche Nachfrage nach Remote-Work- und Kollaborationssoftware Miros Bewertung auf 17,5 Milliarden Dollar. Die geplante Transaktion bewertet das operative Geschäft nun mit rund 2,3× des gemeldeten ARR. 6
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Das ist nicht automatisch ein Beleg für operatives Scheitern. Nutzerzahl, zahlende Kunden und Enterprise-Anteil sprechen vielmehr für ein substantielles Geschäft. Der Deal verdeutlicht aber, worauf Käufer heute stärker achten: belastbares Wachstum, Kundenbindung, Margen, Cashflow, Wettbewerbsposition und die Kosten, um technologisch führend zu bleiben.
Für andere Produktivitäts- und Kollaborationsunternehmen, die im Boom zu hohen Preisen finanziert wurden, ist das eine wichtige Mahnung: Eine frühere Finanzierungsbewertung ist keine Untergrenze für einen späteren Verkaufspreis. Sie ist ein historischer Referenzwert von Investoren, der sich mit der aktuellen Einschätzung eines Käufers zu Geschäftsentwicklung und Risiken womöglich nicht vereinbaren lässt.
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Ein einzelner Umsatzmultiplikator reicht nicht, um über einen Verkauf zu entscheiden – die Qualität von ARR unterscheidet sich stark von Unternehmen zu Unternehmen.
Ein Vorstand sollte bei einem Angebot insbesondere prüfen:
Für ein profitables Unternehmen mit robustem Wachstum, stabiler Enterprise-Kundenbindung und mehreren potenziellen Käufern können 2,5× ARR zu wenig sein. Für ein langsamer wachsendes Unternehmen mit schwieriger Finanzierungslage oder schwachem Weg zum Cashflow kann ein glaubwürdiges Angebot sinnvoller sein als die Hoffnung auf eine Rückkehr alter Multiplikatoren.
Miro setzt deshalb keinen allgemeinen Preis für SaaS. Der Vorgang schafft aber einen strengeren Maßstab: Größe und eine prominente Bewertung aus der Boomphase garantieren keinen teuren Exit. Käufer bezahlen derzeit vor allem für belastbare Umsätze – und für einen realistisch umsetzbaren Betriebsplan.
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Bending Spoons hat vereinbart, Miro in einem reinen Bar Deal zu einem Unternehmenswert von 1,355 Milliarden US Dollar zu übernehmen.
Bending Spoons hat vereinbart, Miro in einem reinen Bar Deal zu einem Unternehmenswert von 1,355 Milliarden US Dollar zu übernehmen. Der implizite Eigenkapitalwert beträgt inklusive Miros Netto Cash rund 1,79 Milliarden Dollar – etwa 90 % weniger als die Bewertung von 17,5 Milliarden Dollar aus der Series C Runde 2022.
Nach dem Airtable Kauf baut Bending Spoons ein Portfolio für Unternehmenssoftware auf.