Michal Strnad soll 30 Milliarden Euro für Delfin geboten haben – laut Bloomberg mit einem Abschlag von 30 Prozent auf den Nettoinventarwert.[1][2] Falls nicht alle Eigentümer verkaufen wollen, würde Strnad laut Bericht auch eine kontrollierende Beteiligung von 62,5 Prozent akzeptieren.[5] Delfin hält neben einer bed...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What are the terms, rationale, ownership obstacles, and market implications of Czech arms billionaire Michal Strnad’s approximately €30 bill. Article summary: Reuters and Bloomberg reported that Michal Strnad offered approximately €30 billion ($33.5 billion) for Delfin, the Del Vecchio family investment company behind EssilorLuxottica; Bloomberg said it had seen the offer lett. Topic tags: general, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Michal Strnad soll 30 Milliarden Euro (33,5 Milliarden US-Dollar) für Delfin geboten haben – die Holdinggesellschaft der Familie Del Vecchio und ein wichtiger Anteilseigner von EssilorLuxottica. Das Angebot geht auf einen Brief vom 20. Oktober zurück. Bloomberg zufolge bewertet Strnad Delfin dabei mit einem Abschlag von 30 Prozent auf den Nettoinventarwert. Statt alle Anteile zu erwerben, würde er dem Bericht nach auch eine kontrollierende Beteiligung von 62,5 Prozent akzeptieren.1
2
5
Ob der Preis attraktiv genug ist, ist allerdings nur ein Teil der Frage. Entscheidend dürfte auch sein, ob die Erben von Leonardo Del Vecchio überhaupt an einen Käufer verkaufen wollen.
Reuters berichtete unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen über das Gebot. Die italienische Zeitung Il Domani hatte zuvor eine Kopie des Briefs vom 20. Oktober veröffentlicht; Bloomberg berichtete ebenfalls, das Schreiben eingesehen zu haben.1
2 Bloomberg bezeichnete das Angebot als Barangebot und nannte den Abschlag von 30 Prozent auf Delfins Nettoinventarwert.
2
Laut einer Bloomberg-Wiedergabe wäre Strnad auch mit einer Mehrheit von 62,5 Prozent zufrieden, falls einige Eigentümer ihre Anteile behalten möchten.5 Eine solche Beteiligung könnte Kontrolle verschaffen, sofern genügend Anteile angeboten werden. Sie belegt aber nicht, dass die nötigen Zustimmungen zustande kommen oder gesellschaftsrechtliche Hürden entfallen.
Nicht alle in der öffentlichen Debatte genannten Einzelheiten lassen sich anhand der verfügbaren Berichte bestätigen. Dazu zählen etwa eine konkrete Gültigkeitsdauer des Angebots, Einzelheiten zu Finanzierungszusagen oder die Frage, wie sich ein möglicher Aktienrückkauf durch Delfin mit dem Gebot vereinbaren ließe.
Delfin ist keine einzelne operative Firma, sondern eine Beteiligungsholding. Zum Portfolio zählen EssilorLuxottica, der Konzern hinter Ray-Ban, sowie Beteiligungen an Generali, UniCredit und Banca Monte dei Paschi di Siena.1
10 Der Marktwert der börsennotierten Beteiligungen von Delfin liege bei mehr als 40 Milliarden Euro, heißt es in einer von Bloomberg veröffentlichten Berichterstattung.
5
Strnad steht mit der tschechischen Rüstungsgruppe Czechoslovak Group (CSG) in Verbindung und hat über eine Beteiligungsgesellschaft auch in Pirelli investiert, berichtet Il Sole 24 Ore.19 In seinem Schreiben soll er Delfin als passend zu seinem Anlageansatz beschrieben haben.
11
19 Ein Kauf würde ihm damit Zugang zu einem breiten Portfolio aus Konsumgüter- und Finanzwerten verschaffen. Das ist eine Einordnung der Beteiligungen – kein Hinweis auf eine geplante Zusammenlegung mit CSG.
Delfin gehört den Erben von Leonardo Del Vecchio. Reuters berichtete von wachsenden Spannungen innerhalb der Holding.1 Auch die öffentliche Haltung einzelner Familienmitglieder macht deutlich, dass ein Verkauf an einen ausländischen Käufer nicht selbstverständlich wäre: Leonardo Maria Del Vecchio erklärte, die geschäftlichen Interessen seines Vaters in italienischer Hand halten zu wollen.
12
Zudem soll Rocco Basilico ein Angebot von 3,5 Milliarden Euro für seine Beteiligung abgelehnt haben, das von Leonardo Maria gekommen sei.33
34 Das zeigt zumindest, dass Konflikte innerhalb der Familie nicht automatisch bedeuten, dass Anteilseigner verkaufen möchten – weder an Verwandte noch an einen externen Interessenten.
Die vorliegenden Berichte klären nicht abschließend, welche Zustimmung für einen Verkauf erforderlich wäre und wie jeder einzelne Eigentümer auf Strnads Vorschlag reagiert. Auch die Option, 62,5 Prozent zu erwerben, beantwortet diese Fragen nicht.
Strnads Angebot richtet sich an Delfin, nicht direkt an EssilorLuxottica.1
2 Ein erfolgreicher Kauf würde also zunächst die Kontrolle über einen wichtigen Anteilseigner des Brillenkonzerns verändern und Strnad zugleich Zugang zu Delfins weiteren Beteiligungen verschaffen.
Der gemeldete Abschlag und die unterschiedlichen Interessen innerhalb der Familie sind Gründe, den Schlagzeilenwert von 30 Milliarden Euro nicht mit einer hohen Abschlusswahrscheinlichkeit gleichzusetzen. Aus den verfügbaren Berichten lässt sich außerdem nicht ableiten, dass ein Kontrollwechsel bei Delfin automatisch ein Übernahmeangebot für EssilorLuxottica auslösen würde. Das wäre eine gesondert zu prüfende Möglichkeit, keine bestätigte Folge des Gebots.
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Michal Strnad soll 30 Milliarden Euro für Delfin geboten haben – laut Bloomberg mit einem Abschlag von 30 Prozent auf den Nettoinventarwert.[1][2]
Michal Strnad soll 30 Milliarden Euro für Delfin geboten haben – laut Bloomberg mit einem Abschlag von 30 Prozent auf den Nettoinventarwert.[1][2] Falls nicht alle Eigentümer verkaufen wollen, würde Strnad laut Bericht auch eine kontrollierende Beteiligung von 62,5 Prozent akzeptieren.[5]
Delfin hält neben einer bedeutenden Beteiligung an EssilorLuxottica auch Anteile an großen Finanzunternehmen.[1][10]
Michal Strnad soll 30 Milliarden Euro für Delfin geboten haben – laut Bloomberg mit einem Abschlag von 30 Prozent auf den Nettoinventarwert.[1][2] Falls nicht alle Eigentümer verkaufen wollen, würde Strnad laut Bericht auch eine kontrollierende Beteiligung von 62,5 Prozent akzeptieren.[5] Delfin hält neben einer bed...
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Michal Strnad soll 30 Milliarden Euro (33,5 Milliarden US-Dollar) für Delfin geboten haben – die Holdinggesellschaft der Familie Del Vecchio und ein wichtiger Anteilseigner von EssilorLuxottica. Das Angebot geht auf einen Brief vom 20. Oktober zurück. Bloomberg zufolge bewertet Strnad Delfin dabei mit einem Abschlag von 30 Prozent auf den Nettoinventarwert. Statt alle Anteile zu erwerben, würde er dem Bericht nach auch eine kontrollierende Beteiligung von 62,5 Prozent akzeptieren.1
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5
Ob der Preis attraktiv genug ist, ist allerdings nur ein Teil der Frage. Entscheidend dürfte auch sein, ob die Erben von Leonardo Del Vecchio überhaupt an einen Käufer verkaufen wollen.
Reuters berichtete unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen über das Gebot. Die italienische Zeitung Il Domani hatte zuvor eine Kopie des Briefs vom 20. Oktober veröffentlicht; Bloomberg berichtete ebenfalls, das Schreiben eingesehen zu haben.1
2 Bloomberg bezeichnete das Angebot als Barangebot und nannte den Abschlag von 30 Prozent auf Delfins Nettoinventarwert.
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Laut einer Bloomberg-Wiedergabe wäre Strnad auch mit einer Mehrheit von 62,5 Prozent zufrieden, falls einige Eigentümer ihre Anteile behalten möchten.5 Eine solche Beteiligung könnte Kontrolle verschaffen, sofern genügend Anteile angeboten werden. Sie belegt aber nicht, dass die nötigen Zustimmungen zustande kommen oder gesellschaftsrechtliche Hürden entfallen.
Nicht alle in der öffentlichen Debatte genannten Einzelheiten lassen sich anhand der verfügbaren Berichte bestätigen. Dazu zählen etwa eine konkrete Gültigkeitsdauer des Angebots, Einzelheiten zu Finanzierungszusagen oder die Frage, wie sich ein möglicher Aktienrückkauf durch Delfin mit dem Gebot vereinbaren ließe.
Delfin ist keine einzelne operative Firma, sondern eine Beteiligungsholding. Zum Portfolio zählen EssilorLuxottica, der Konzern hinter Ray-Ban, sowie Beteiligungen an Generali, UniCredit und Banca Monte dei Paschi di Siena.1
10 Der Marktwert der börsennotierten Beteiligungen von Delfin liege bei mehr als 40 Milliarden Euro, heißt es in einer von Bloomberg veröffentlichten Berichterstattung.
5
Strnad steht mit der tschechischen Rüstungsgruppe Czechoslovak Group (CSG) in Verbindung und hat über eine Beteiligungsgesellschaft auch in Pirelli investiert, berichtet Il Sole 24 Ore.19 In seinem Schreiben soll er Delfin als passend zu seinem Anlageansatz beschrieben haben.
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19 Ein Kauf würde ihm damit Zugang zu einem breiten Portfolio aus Konsumgüter- und Finanzwerten verschaffen. Das ist eine Einordnung der Beteiligungen – kein Hinweis auf eine geplante Zusammenlegung mit CSG.
Delfin gehört den Erben von Leonardo Del Vecchio. Reuters berichtete von wachsenden Spannungen innerhalb der Holding.1 Auch die öffentliche Haltung einzelner Familienmitglieder macht deutlich, dass ein Verkauf an einen ausländischen Käufer nicht selbstverständlich wäre: Leonardo Maria Del Vecchio erklärte, die geschäftlichen Interessen seines Vaters in italienischer Hand halten zu wollen.
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Zudem soll Rocco Basilico ein Angebot von 3,5 Milliarden Euro für seine Beteiligung abgelehnt haben, das von Leonardo Maria gekommen sei.33
34 Das zeigt zumindest, dass Konflikte innerhalb der Familie nicht automatisch bedeuten, dass Anteilseigner verkaufen möchten – weder an Verwandte noch an einen externen Interessenten.
Die vorliegenden Berichte klären nicht abschließend, welche Zustimmung für einen Verkauf erforderlich wäre und wie jeder einzelne Eigentümer auf Strnads Vorschlag reagiert. Auch die Option, 62,5 Prozent zu erwerben, beantwortet diese Fragen nicht.
Strnads Angebot richtet sich an Delfin, nicht direkt an EssilorLuxottica.1
2 Ein erfolgreicher Kauf würde also zunächst die Kontrolle über einen wichtigen Anteilseigner des Brillenkonzerns verändern und Strnad zugleich Zugang zu Delfins weiteren Beteiligungen verschaffen.
Der gemeldete Abschlag und die unterschiedlichen Interessen innerhalb der Familie sind Gründe, den Schlagzeilenwert von 30 Milliarden Euro nicht mit einer hohen Abschlusswahrscheinlichkeit gleichzusetzen. Aus den verfügbaren Berichten lässt sich außerdem nicht ableiten, dass ein Kontrollwechsel bei Delfin automatisch ein Übernahmeangebot für EssilorLuxottica auslösen würde. Das wäre eine gesondert zu prüfende Möglichkeit, keine bestätigte Folge des Gebots.
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Michal Strnad soll 30 Milliarden Euro für Delfin geboten haben – laut Bloomberg mit einem Abschlag von 30 Prozent auf den Nettoinventarwert.[1][2]
Michal Strnad soll 30 Milliarden Euro für Delfin geboten haben – laut Bloomberg mit einem Abschlag von 30 Prozent auf den Nettoinventarwert.[1][2] Falls nicht alle Eigentümer verkaufen wollen, würde Strnad laut Bericht auch eine kontrollierende Beteiligung von 62,5 Prozent akzeptieren.[5]
Delfin hält neben einer bedeutenden Beteiligung an EssilorLuxottica auch Anteile an großen Finanzunternehmen.[1][10]