MoMA in New York, das Centre Pompidou in Paris und M+ in Hongkong wollen ihre Sammlungen und ihr Fachwissen künftig enger miteinander verknüpfen. Die drei Häuser unterzeichneten am 30. Oktober 2026 bei M+ eine Rahmenvereinbarung. Geplant sind gemeinsame Ausstellungen und Programme sowie mehr Zusammenarbeit bei kuratorischer Forschung und Restaurierung.
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Die Idee: Werke sollen leichter über die Grenzen der jeweiligen Museen hinweg zugänglich werden. Die Häuser bleiben dabei eigenständig – es geht also nicht um eine Fusion oder die Übertragung von Eigentum.
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Was die Allianz umfasst
Die Museen wollen Ausstellungen und Programme gemeinsam entwickeln und ihre Sammlungen dem Publikum der jeweils anderen Häuser näherbringen. Auch bei Forschung und Konservierung ist eine engere Zusammenarbeit vorgesehen.
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17 Berichte beschreiben die Bestände als eine Art gemeinsam kuratierte Sammlung; das bedeutet nicht, dass die Werke den Eigentümer wechseln.
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Laut Berichten setzt das Modell auf längerfristige Leihgaben und kommt ohne Geldtransaktionen zwischen den Museen aus. Es soll sich damit von kostenpflichtigen Museums-Franchises und dem wiederholten Umlauf großer Wanderausstellungen unterscheiden.
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27 Die verfügbaren Informationen enthalten jedoch weder den vollständigen Vertragstext noch einen detaillierten Leihplan.
Die Allianz wurde von MoMA-Direktor Christophe Cherix, Centre-Pompidou-Präsident Laurent Le Bon und M+-Direktorin Suhanya Raffel vorgestellt. Bei der Unterzeichnung waren laut Berichten auch Mitglieder der Kuratorien und weitere Beteiligte der drei Museen anwesend; eine vollständige Gästeliste liegt nicht vor.
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Größere Reichweite, eigenständige Häuser
Ziel der Kooperation ist, die Sammlungen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und gemeinsame Programme sowie Forschung über die drei Institutionen hinweg aufzubauen.
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17 Ein Bericht beschreibt die Allianz außerdem als Versuch, den Blick auf moderne und zeitgenössische Kunst zu erweitern und westlich geprägte Erzählungen stärker zu hinterfragen.
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Die Museen bleiben eigenständige Institutionen mit eigener Identität.
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18 In der gemeinsamen Mitteilung wird eine jährliche Präsenzreichweite von insgesamt zehn Millionen Besucherinnen und Besuchern genannt.
14 Eine zusätzlich kursierende Zahl von 125 Millionen Online-Besuchen ist in den hier zitierten Mitteilungen nicht bestätigt und lässt sich daher nicht als gesicherte Reichweite angeben.
M+ stellte die Allianz im Umfeld seines fünften Geburtstags vor.
1 Sie knüpft zudem an eine Vereinbarung zwischen M+ und MoMA vom Februar 2025 an. M+ bezeichnete ein Projekt aus dem Jahr 2026 als erste Umsetzung dieser früheren Vereinbarung.
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Welche Projekte bereits angekündigt sind
- Kandinsky-Ausstellung und Symposium: Ein Bericht zur Allianz nennt eine gemeinsame Kandinsky-Ausstellung für 2028, ein Symposium für 2027 und eine fortlaufende Zusammenarbeit in der Forschung. Zu den Ausstellungsorten und weiteren bestätigten Einzelheiten des Symposiums gibt es in den verfügbaren Informationen keine Angaben.
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- Arbeiten aus den M+-Fassadenprojekten in Frankreich: M+ kündigte separat an, 2027 eine Auswahl von Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler zu zeigen. Sie stammen aus fünfzehn Auftragsarbeiten für die Fassade von M+ und sollen im Dach-Belvedere des Centre Pompidou Francilien–fabrique de l’art in Massy präsentiert werden.
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Noch nicht ausreichend belegt sind dagegen ein genauer Zeitplan für wechselseitige Langzeitleihgaben, eine Ausstellung, die alle drei Museen bereist, oder konkrete Zusagen zur Teilnahme am Forschungsprogramm C-MAP des MoMA. Auch über mögliche Treffen eines Lenkungsgremiums liegen keine belastbaren Details vor.
Was die Vereinbarung bislang bedeutet
Der entscheidende Schritt ist die Ausrichtung auf dauerhafte Zusammenarbeit statt auf einzelne Austauschprojekte: Die Museen wollen Sammlungszugang, Ausstellungen, Forschung und Restaurierung miteinander verbinden.
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5 Wenn die Pläne umgesetzt werden, könnten Besucherinnen und Besucher Werke und kuratorische Perspektiven erleben, die sonst vor allem im jeweiligen Herkunftsmuseum zu sehen wären – während die Häuser ihre Eigenständigkeit bewahren.
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Der Rahmen und einige frühe Projekte sind bekannt, viele praktische Fragen aber noch offen. Bestätigt ist eine langfristig angelegte, nicht kommerzielle Kooperation. Eine rechtliche Fusion, ein neues gemeinsames Museum oder ein detaillierter Ausstellungs- und Leihkalender ist damit nicht angekündigt.
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