Weniger häufig spritzen zu müssen, wäre für Menschen mit Adipositas oder Typ-2-Diabetes eine spürbare Veränderung. Darauf zielt eine Vereinbarung, die Novo Nordisk und das schwedische Unternehmen Nanexa am 24. September 2026 bekannt gaben: Novo erhält eine exklusive weltweite Lizenz für Nanexas PharmaShell-Plattform und kann sie in bis zu fünf Entwicklungsprogrammen einsetzen. Geplant sind unter anderem Präparate mit monatlicher oder vierteljährlicher Gabe. Dass diese Intervalle bei Patientinnen und Patienten tatsächlich funktionieren, ist damit noch nicht belegt.
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Was die Vereinbarung wert sein könnte
Die Lizenz umfasst bestimmte Peptidwirkstoffe gegen Adipositas, Typ-2-Diabetes und weitere Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Novo übernimmt die weltweite Entwicklung und Vermarktung.
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Nanexa könnte bis zu 1,165 Milliarden Euro erhalten, umgerechnet etwa 1,33 Milliarden US-Dollar. Das ist ein möglicher Gesamtbetrag, keine sofort fällige Zahlung: Bis zu 615 Millionen Euro entfallen laut den berichteten Konditionen zusammen auf eine Anfangszahlung sowie Entwicklungs- und Zulassungsmeilensteine. Weitere 550 Millionen Euro hängen von Verkaufserfolgen ab. Hinzu kommen mögliche Umsatzbeteiligungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Wie viel von den 615 Millionen Euro unmittelbar gezahlt wird, geht aus den vorliegenden Quellen nicht hervor.
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Wie PharmaShell die Wirkstoffabgabe verlängern soll
PharmaShell versieht einzelne Wirkstoffpartikel mittels Atomlagenabscheidung mit einer ultradünnen anorganischen Beschichtung. Sie soll die Freisetzung nach der Injektion steuern und verlängern. Nach einer Beschreibung bilden die beschichteten Partikel an der Einstichstelle ein Wirkstoffdepot, aus dem der Arzneistoff beim Auflösen der Beschichtung freigesetzt wird. Eine verlässliche Wirkdauer von einem oder drei Monaten bei Menschen lässt sich daraus noch nicht ableiten.
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Nanexa hat vorklinische Daten zu einer monatlich gedachten Semaglutid-Formulierung veröffentlicht und dabei einen gleichmäßigeren Verlauf der Wirkstoffkonzentration beschrieben. Das ist ein frühes Signal – kein Nachweis für weniger Nebenwirkungen, eine zuverlässigere Anwendung oder bessere Behandlungsergebnisse beim Menschen.
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Worauf es jetzt ankommt
Mit bis zu fünf Programmen kann Novo verschiedene Ansätze für seltener zu verabreichende Medikamente verfolgen. Gelingt die Entwicklung, könnten Patientinnen und Patienten mit weniger Injektionen auskommen. Beides bleibt eine Möglichkeit, kein bereits erwiesener Nutzen der Vereinbarung. Entscheidend ist, ob die Präparate trotz größerer Abstände wirksam und gut verträglich sind.
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Auch andere Unternehmen arbeiten an längeren Intervallen: Camurus hat Ergebnisse einer Phase-1b-Studie zu einer monatlichen Semaglutid-Formulierung gemeldet; Pfizer führt eine Studie zu einem monatlichen Kandidaten für das Gewichtsmanagement auf. Ein Vergleich mit einem künftigen PharmaShell-Präparat ist anhand dieser Angaben nicht möglich.
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Die Nanexa-Aktie hat sich im frühen Handel am 25. September nach der Bekanntgabe am Vorabend mehr als verdoppelt. Der Kurssprung zeigt das Interesse der Anleger – nicht, dass Nanexa den gesamten möglichen Vertragswert erhalten wird.
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