Am Freitag, 25. September 2026, um 08:00 Uhr UTC – 10:00 Uhr MESZ – steht bei der Kryptobörse Deribit der vierteljährliche Verfall von Bitcoin- und Ether-Optionen an. Laut Deribit-Chef Luuk Strijers entfallen von insgesamt rund 18 Milliarden US-Dollar Nominalwert etwa 15,9 Milliarden auf Bitcoin und 2,1 Milliarden auf Ether. Die auslaufenden Bitcoin-Kontrakte machten zum Zeitpunkt der Erhebung rund 37 Prozent aller offenen Bitcoin-Optionspositionen bei Deribit aus.
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Die große Zahl ist jedoch keine Auszahlung von 18 Milliarden Dollar. Sie beziffert den Nominalwert der offenen Kontrakte, nicht den Betrag, der bei der Abrechnung tatsächlich fließt. Auch schwankt der Dollarwert mit den Kursen und den offenen Positionen: Eine Schätzung vom 15. September lag noch bei rund 16,6 Milliarden Dollar, eine spätere von Coinbase Markets bei etwa 18,1 Milliarden Dollar. Wie viel des Unterschieds auf neue Positionen und wie viel auf Kursänderungen zurückgeht, lässt sich daraus nicht ablesen.
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Welche Basispreise stehen im Blickpunkt?
Eine Momentaufnahme der auslaufenden Bitcoin-Optionen zeigte 9,6 Milliarden Dollar in Calls – Optionen auf steigende Kurse – gegenüber 6,4 Milliarden Dollar in Puts, also Optionen auf fallende Kurse. Das entspricht ungefähr einem Verhältnis von 60 zu 40. Auch bei Ether überwogen laut Coinbase Markets die Calls; das Verhältnis offener Put- zu Call-Positionen lag dort bei 0,61. Ein Call-Übergewicht bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche Beteiligten auf steigende Kurse setzen: Jedem gekauften Kontrakt steht eine verkaufende Seite gegenüber.
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Bei Bitcoin häufen sich Call-Positionen um die Basispreise von 90.000 und 100.000 US-Dollar, bei Ether zwischen 3.000 und 4.000 US-Dollar. Eine andere Erhebung nennt 70.000 Dollar als Bitcoin-Basispreis mit den meisten offenen Positionen. Strijers bezifferte den sogenannten „Max Pain“ – eine rechnerische Kennzahl für den Optionsverfall – auf 75.000 Dollar. Das sind unterschiedliche Maße für die Positionierung, keine konkurrierenden Vorhersagen für den Abrechnungskurs.
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Warum könnte der Freitag unruhig werden?
Bitcoin war vor dem Verfall über 85.000 Dollar gestiegen und wurde in einem Bericht bei rund 86.300 Dollar gehandelt. Damit rückte der Kurs näher an den auffälligen Call-Basispreis von 90.000 Dollar. Ether lag demnach bei etwa 2.720 Dollar und damit noch unter der genannten Call-Spanne. Weitere Kursbewegungen können beeinflussen, welche Optionen bei Fälligkeit im Geld liegen und wie Marktteilnehmer ihre Absicherungen anpassen. Aus den Basispreisen allein folgt aber weder ein Anstieg noch ein Rückgang.
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Nach der Deribit-Abrechnung um 08:00 Uhr UTC könnten Händler und Market Maker zugehörige Absicherungen am Spot- und Terminmarkt auflösen, verändern oder in spätere Laufzeiten verschieben. Später am selben Tag folgen US-Konjunkturdaten und die Abrechnung des September-Bitcoin-Futures an der CME, einer US-Terminbörse; ein Bericht nennt dafür 15:00 Uhr UTC. Überschneiden sich solche Anpassungen, kann die kurzfristige Volatilität steigen. Wie stark und in welche Richtung sich der Markt bewegt, hängt jedoch von den tatsächlichen Positionen und Absicherungen ab – nicht allein vom Nominalwert des Verfalls.
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