OpenAI zufolge erreichte Jalapeño bei drei getesteten Sprachmodellen 1,5 bis 1,9 mal mehr KI Leistung pro Watt sowie eine 1,7 bis 3,6 mal niedrigere End to End Latenz als Nvidia Systeme mit GB200 und GB300. Jalapeño ist ein gemeinsam mit Broadcom entwickelter, auf Inferenz spezialisierter ASIC mit einer Nennleistung...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What are the reported performance results, power and cost-efficiency benefits, testing details and caveats, deployment timeline, development. Article summary: OpenAI reports that Jalapeño—a Broadcom co-developed, inference-focused ASIC—beats Nvidia’s Blackwell GB200/GB300 systems on the tested LLM-serving workloads for work per watt and latency. It is a meaningful proof point . Topic tags: general, general web, user generated, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
OpenAIs erste veröffentlichten Ergebnisse für den Jalapeño-Chip sind ein gezieltes Signal, kein Rundumschlag gegen Nvidia: Der speziell für KI-Inferenz entwickelte ASIC soll bei ausgewählten Tests mehr Arbeit pro Watt leisten und Antworten schneller ausliefern als Nvidia-Systeme mit GB200 und GB300. Für Betreiber großer Rechenzentren ist das relevant, weil Stromverbrauch, Kühlung und Netzkapazität zunehmend die Kosten des Modellbetriebs bestimmen. 57
Jalapeño ist damit jedoch kein allgemeiner Ersatz für Nvidia-GPUs. Der Chip wurde für einen enger definierten Einsatzbereich optimiert – das erklärt einen Teil seines Vorteils, begrenzt aber zugleich seine Flexibilität. 56
Jalapeño ist ein „Application-Specific Integrated Circuit“ (ASIC), also ein anwendungsspezifischer Chip, den OpenAI gemeinsam mit Broadcom für die Inferenz großer Sprachmodelle entwickelt hat. Inferenz bezeichnet den Betrieb eines bereits trainierten Modells – etwa wenn ein Chatbot eine Antwort erzeugt. Das Training, bei dem ein Modell zunächst erstellt wird, ist davon zu unterscheiden. 619
Ein ASIC kann bei häufig wiederkehrenden und gut vorhersehbaren Aufgaben effizienter arbeiten als ein vielseitiger Prozessor. Dafür ist er weniger leicht an neue Modelle, Algorithmen oder völlig andere Anwendungen anzupassen. Nvidia-GPUs decken dagegen Training, Feinabstimmung, Inferenz und zahlreiche weitere KI-Workloads ab. 56
OpenAI verglich Jalapeño mit Systemen auf Basis von Nvidia GB200 und GB300. Zum Einsatz kamen drei öffentlich verfügbare Modelle: GPT-OSS 120B, DeepSeek R1 670B und Kimi K2.5 1T von Moonshot AI. Über diese Vergleiche hinweg meldete OpenAI bei maximalem Durchsatz 1,5- bis 1,9-mal mehr KI-Arbeit pro Watt sowie eine 1,7- bis 3,6-mal niedrigere End-to-End-Latenz. 5713
Die Einzelwerte zeigen, wie stark die Ergebnisse je nach Modell ausfallen:
Bei besonders interaktiven Betriebsmodi, bei denen eine schnelle Antwort wichtiger ist als maximaler Gesamtdurchsatz, bezifferte OpenAI den Leistungsvorteil auf das 2,1- bis 4,1-Fache. 413
Auch beim Chip-Verbrauch liegt Jalapeño auf dem Papier niedriger: Die Nennleistung beträgt 700 Watt. Für die verglichenen GB200- und GB300-Beschleuniger werden 1.200 beziehungsweise 1.400 Watt angegeben. OpenAI zufolge blieb die gemessene Dauerleistung von Jalapeño in den getesteten Szenarien bei höchstens 550 Watt. 61213
Das bedeutet nicht automatisch, dass die Gesamtkosten eines Rechenzentrums im selben Verhältnis sinken. Ein effizienterer Beschleuniger kann aber den Bedarf an Strom, Kühlung und Energieverteilung reduzieren. Bei OpenAIs erwarteter Größenordnung liegt darin der zentrale wirtschaftliche Anreiz für maßgeschneiderte Inferenz-Chips. 5
Die Tests liefen mit der öffentlichen InferenceX-Benchmark von SemiAnalysis. Gemessen wurde die End-to-End-Bereitstellung mehrerer Modelle und Betriebsmodi – also nicht nur ein theoretischer Spitzenwert des Chips. Das macht die Ergebnisse für den praktischen Modellbetrieb aussagekräftiger. 7
Trotzdem handelt es sich um von OpenAI veröffentlichte Resultate und nicht um ein unabhängig wiederholtes, vollständig neutrales Branchenurteil. Die Zahlen sind daher ein wichtiger Hinweis, aber noch kein endgültiger Beweis für einen dauerhaften Vorsprung. 45
Der wichtigste Vorbehalt betrifft den Speicher: Jalapeño verwendet HBM4, während die getesteten GB200- und GB300-Systeme diese Speichertechnologie nicht einsetzen. SemiAnalysis bewertete den Vergleich deshalb als unvollständig und nicht vollständig fair. 5
Das ist bei großen Sprachmodellen besonders relevant, weil Speicherkapazität und Speicherbandbreite die Inferenzleistung stark beeinflussen können. Nvidias Rubin-Plattform nutzt ebenfalls HBM4 und wäre damit ein zeitlich und technologisch passenderer Vergleich. Aus Jalapeños Vorsprung gegenüber GB200 und GB300 folgt deshalb nicht, dass der Chip auch Rubin schlagen wird. 517
Hinzu kommt der unterschiedliche Zweck der Systeme. Jalapeño ist ein Inferenz-ASIC, während Nvidia-GPUs auch für Training, Feinabstimmung, Forschung und wechselnde Modellarchitekturen eingesetzt werden können. Ein spezialisierter Chip ist vor allem dann attraktiv, wenn das Ziel-Workload stabil genug ist, um die geringere Flexibilität zu rechtfertigen. 520
OpenAI will Jalapeño bis Ende 2026 in sehr kleinen Stückzahlen in der eigenen Recheninfrastruktur einsetzen. Ein deutlich umfangreicherer Ausbau ist für 2027 vorgesehen. 1133
Das Projekt ist als Plattform über mehrere Chipgenerationen angelegt. OpenAI zufolge befinden sich bereits die zweite und dritte Generation in Entwicklung. Broadcom beschreibt zudem eine Roadmap für Rechenzentren im Gigawatt-Maßstab mit Microsoft und weiteren Partnern. 31130
Die Strategie geht über den einzelnen Chip hinaus: OpenAI will Modelle, Inferenzsoftware, Speicher, Netzwerke, Systeme und Silizium gemeinsam optimieren. Eine solche vertikale Abstimmung kann Latenzen und Betriebskosten senken, macht die Hardware aber weniger universell einsetzbar. 3633
Der kurze Entwicklungszyklus ist bemerkenswert, doch ein schneller Tape-out ist noch keine bewiesene Serienproduktion. Fertigungsausbeute, Systemintegration, Software-Reife, Lieferfähigkeit und die Unterstützung künftiger Modelle werden darüber entscheiden, ob aus dem Benchmark-Vorteil ein dauerhafter Infrastrukturvorteil wird. Die verfügbaren Berichte bestätigen den geplanten Start, nicht jedoch die spätere Produktionsgröße. 3033
OpenAI hat klargestellt, dass das Unternehmen Nvidia für das Training und weiterhin als Rechenpartner nutzen will. 411
Das ist strategisch nachvollziehbar. Das Training von Spitzenmodellen erfordert flexible Systeme, die sich an neue Architekturen, Algorithmen und Experimente anpassen lassen. Nvidia verfügt zudem über das CUDA-Software-Ökosystem sowie über Netzwerke und komplette Rechenzentrumssysteme. 5
Jalapeño ist daher eher eine gezielte Verlagerung bestimmter Aufgaben als ein vollständiger GPU-Ausstieg. OpenAI könnte den Chip für wiederkehrende, planbare Inferenz-Workloads einsetzen, bei denen das Unternehmen Modelle, Software und Infrastruktur selbst kontrolliert. Nvidia bleibt für Training, Forschung, Modelliteration und besonders variable Aufgaben wichtig. 45
Nvidia-Chef Jensen Huang kann den Wert eines spezialisierten ASICs bei einem eng definierten Inferenztest relativieren, ohne zu behaupten, dass solche Chips grundsätzlich bedeutungslos seien. Nvidias Argument lautet im Kern: Kunden kaufen nicht nur Rechenleistung für eine einzelne Aufgabe, sondern eine flexible Plattform. GPUs können Modelle trainieren, feinjustieren und ausführen, während sich Modelle und Software verändern. CUDA, Netzwerktechnik und komplette Systemlösungen erweitern diesen Vorteil über den reinen Chipvergleich hinaus. 5
Auch die zunächst begrenzte Verfügbarkeit schmälert die unmittelbare Bedrohung. Jalapeño wird anfangs in OpenAIs eigener Infrastruktur eingesetzt und ist nicht als allgemein verfügbare Alternative gedacht, die Kunden weltweit selbst kaufen und betreiben können. 14
Die Ankündigung verändert deshalb zunächst eher OpenAIs Verhandlungsposition bei Inferenz-Hardware, als dass sie den gesamten Markt für KI-Rechenleistung umkrempelt. OpenAI zeigt eine mögliche Alternative für einen Teil seiner Workloads, beendet seine Abhängigkeit von Nvidia aber nicht.
Analysten sehen in Jalapeño einen Beleg dafür, dass ein von einem großen KI-Anbieter entwickelter ASIC bei ausgewählten Inferenzaufgaben mit Blackwell-Systemen mithalten oder sie bei der Effizienz übertreffen kann. Das könnte Nvidia besonders im schnell wachsenden Inferenzgeschäft unter Druck setzen, da große Betreiber ihre Betriebskosten senken und ihre Abhängigkeit von einem einzelnen Lieferanten verringern wollen. 1732
OpenAI ist mit dieser Strategie nicht allein. Auch Google, AWS und Meta werden als große Technologieunternehmen genannt, die eigene KI-Chips entwickeln. Das verstärkt den Trend zu Hardware, die auf bestimmte Workloads zugeschnitten ist. 5
Wahrscheinlicher als ein sofortiger Zusammenbruch des GPU-Marktes ist eine stärkere Aufteilung:
Die entscheidende Frage lautet nun, ob Jalapeños gemeldete Vorteile auch bei faireren Vergleichen, neuen Modellen und einem Einsatz im Produktionsmaßstab bestehen bleiben. Der derzeitige Kenntnisstand erlaubt eine engere, aber wichtige Schlussfolgerung: OpenAI hat gezeigt, dass maßgeschneidertes Silizium bei ausgewählten Inferenz-Workloads mit Blackwell konkurrieren kann. Nvidia bleibt jedoch im übrigen KI-Rechenstack tief verankert.
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OpenAI zufolge erreichte Jalapeño bei drei getesteten Sprachmodellen 1,5 bis 1,9 mal mehr KI Leistung pro Watt sowie eine 1,7 bis 3,6 mal niedrigere End to End Latenz als Nvidia Systeme mit GB200 und GB300.
OpenAI zufolge erreichte Jalapeño bei drei getesteten Sprachmodellen 1,5 bis 1,9 mal mehr KI Leistung pro Watt sowie eine 1,7 bis 3,6 mal niedrigere End to End Latenz als Nvidia Systeme mit GB200 und GB300. Jalapeño ist ein gemeinsam mit Broadcom entwickelter, auf Inferenz spezialisierter ASIC mit einer Nennleistung von 700 Watt; in den Tests lag die gemessene Dauerleistung laut OpenAI bei höchstens 550 Watt.
Der Vergleich ist nicht vollständig gleichwertig: Jalapeño nutzt HBM4 Speicher, während die getesteten Blackwell Systeme diese Technologie nicht verwenden.