In der Nacht zum 4. August 2026 entdeckte ein Busfahrer am Flughafen Leipzig/Halle, einem der wichtigsten NATO- und Frachtlogistik-Drehkreuze, eine tief fliegende Drohne nahe einer ukrainischen Antonow-Frachtmaschine, die Berichten zufolge Munition geladen hatte . Der Fahrer trat die Drohne aus der Luft – ein mutiger, aber gefährlicher Schritt, der möglicherweise einen Anschlag verhinderte . Eine DHL-Frachtmaschine kollidierte während des Steigflugs mit einem unbekannten Objekt, landete jedoch sicher mit leichten Schäden . Sprengstoffexperten entfernten einen Zünder und entschärften die Vorrichtung . Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen; die Behörden gehen von einer Beteiligung ausländischer Mächte aus – mit starkem Verdacht gegen Russland . Der Flugbetrieb wurde nach vorübergehenden Teilsperrungen und Umleitungen wieder aufgenommen .
Zwei Tage nach dem Vorfall in Leipzig wurden am 7. August gegen 22 Uhr zwei verdächtige Drohnen über der Kaserne in Mechernich (Nordrhein-Westfalen) nahe der belgischen Grenze gesichtet . Dort befindet sich ein Logistikstützpunkt, in dem Komponenten der US-amerikanischen Patriot-Luftabwehrsysteme gewartet und repariert werden . Sicherheitskräfte registrierten insgesamt sechs Überflüge; auch die örtliche Polizei beobachtete die Drohnen . Die Feldjäger leiteten Ermittlungen ein und übergaben den Fall an die zivile Polizei . Die Ermittler vermuten, dass es sich um Modelle vom Typ Fly-380 VTOL mit einer Reichweite von bis zu 400 km handeln könnte .
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sagte der Bild am Sonntag am 9. August: „Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind täglich Ziel hybrider Kriegsführung“ . Ausländische Mächte versuchten, Deutschland mit Spionage, Sabotage, Cyberangriffen und verdeckten Operationen politisch und gesellschaftlich zu unterwerfen . Dobrindt nannte Russland ausdrücklich als den Hauptstaat hinter diesen Hybridangriffen . Die Drohnenvorfälle seien die jüngsten Beispiele dieses Musters.
Als Reaktion auf den Vorfall in Leipzig kündigte Dobrindt mehrere konkrete Schritte an:
Die beiden deutschen Vorfälle reihen sich in ein größeres europäisches Muster ein, das Geheimdienste seit Monaten beobachten:
Die beiden Vorfälle innerhalb einer Woche – ein vereitelter Bombenanschlag auf ein NATO-Frachtzentrum gefolgt von Aufklärungsdrohnen über einer Patriot-Reparaturbasis – werden in Berlin als Teil einer koordinierten Hybridkampagne und nicht als isolierte Ereignisse betrachtet. Die Reaktion der Bundesregierung, einschließlich des neuen Forschungszentrums und der personellen Aufstockung, signalisiert eine grundlegende Anpassung der deutschen Sicherheitsarchitektur an die wachsende Drohnengefahr.