Der größte Aufschlag betrifft die Topversion des Ultra. Die geleakten 1.999,99 US-Dollar lägen 380 US-Dollar über dem ursprünglich genannten Einführungspreis des 1-TB-Modells des Galaxy Tab S11 Ultra von 1.619,99 US-Dollar. Für die Varianten mit 256 und 512 GB werden jeweils rund 200 US-Dollar mehr als bei vergleichbaren S11-Ultra-Konfigurationen genannt.
Beim Galaxy Tab S12+ ist der Vergleich komplizierter. Da es offenbar kein entsprechendes Tab S11+ gab, ziehen die Berichte das Galaxy Tab S10+ als Referenz heran. Je nach zugrunde gelegtem historischen Preis ergibt sich für das 256-GB-Modell ein Aufschlag von rund 100 bis 200 US-Dollar. Die Quellen nennen hier unterschiedliche Ausgangswerte – entsprechend sollte die genaue Preissteigerung erst nach Samsungs offizieller Preisankündigung bewertet werden.
Außerdem muss zwischen dem ursprünglichen Einführungspreis und dem aktuellen Preis unterschieden werden. Samsung hat die US-Preise der Tab-S11-Reihe im Jahr 2026 bereits angehoben. Beim 1-TB-Modell des Tab S11 Ultra soll der Preis von 1.619 auf etwa 1.899 US-Dollar gestiegen sein – ein Aufschlag von 280 US-Dollar.
Gemessen an diesem später angepassten Preis wäre das geleakte S12 Ultra mit 1 TB also nur etwa 100 US-Dollar teurer. Gegenüber dem ursprünglichen Einführungspreis bleibt der Sprung von 380 US-Dollar jedoch erheblich.
Der aktuelle Berichtsstand deutet auf eine Präsentation im September 2026 hin, möglicherweise rund um die IFA in Berlin. In den USA und Großbritannien könnte die Verfügbarkeit wenige Wochen später beginnen. Einen offiziellen Veröffentlichungsplan gibt es bislang nicht.
Zum Start soll Samsung erneut nur zwei Modelle anbieten: das Galaxy Tab S12+ und das Galaxy Tab S12 Ultra. Ein klassisches Basismodell mit etwa 11 Zoll Bildschirmdiagonale soll wie schon bei der vorherigen Generation entfallen.
Die bisher erwarteten Neuerungen fallen vergleichsweise überschaubar aus:
Unterm Strich sieht das nach einem Prozessor-Refresh mit einem moderaten Akku-Upgrade beim Plus-Modell aus – nicht nach einem Tablet, das Display, Design oder Akkulaufzeit grundlegend neu erfindet.
Die wahrscheinlichste Erklärung in den bisherigen Berichten sind steigende Komponentenpreise. Im Mittelpunkt steht ein weltweiter Engpass bei Speicherchips, der sowohl RAM als auch NAND-Speicher betrifft. Gerade die teuren 512-GB- und 1-TB-Varianten wären davon besonders betroffen.
Das würde zu Samsungs Preisanpassungen bei mehreren Galaxy-Smartphones und -Tablets im Jahr 2026 passen. Beim 1-TB-Modell des Galaxy Tab S11 Ultra wurde mit 280 US-Dollar der größte Aufschlag innerhalb der Tablet-Reihe gemeldet.
Bestätigt hat Samsung diesen Grund allerdings nicht. Speicherknappheit ist daher eher die derzeit führende Erklärung aus den Berichten als eine offizielle Begründung des Herstellers.
Mit den geleakten Preisen würde Samsung direkt gegen Apples Premium-Tablet antreten. Das 13-Zoll-iPad Pro mit M5 wird in den zugrunde liegenden Preisangaben mit einem regulären Einstiegspreis von 1.499 US-Dollar für 256 GB und Wi-Fi geführt. Zeitweise war diese Konfiguration im Handel allerdings für ungefähr 1.200 US-Dollar erhältlich.
Für einen fairen Vergleich zählen zudem die Zusatzkosten. Tastatur und Eingabestift können den Endpreis eines iPad Pro deutlich verändern; ebenso wichtig ist, welche Apps und Arbeitsabläufe der jeweilige Käufer tatsächlich nutzt.
Ein Upgrade allein wegen des neuen Modells wirkt derzeit wenig überzeugend. Wenn Display, Akku und Gehäuse weitgehend unverändert bleiben, wäre vor allem der neue Prozessor ein Grund für den Wechsel. Sinnvoller wird der Umstieg nur, wenn unabhängige Tests einen klaren Vorteil für eine bestimmte Anwendung zeigen oder ein attraktives Trade-in-Angebot den Aufpreis deutlich reduziert.
Für die meisten Interessenten dürfte ein rabattiertes Galaxy Tab S11 Ultra die vernünftigere Wahl sein. Es bietet voraussichtlich weiterhin das große Android-Tablet-Erlebnis, ohne den vollständigen Aufpreis der S12-Serie. Entscheidend sind der tatsächliche Angebotspreis, Garantie, Speicherausstattung und ein möglicher Eintauschbonus.
Abwarten ist die risikoärmste Option. Samsung müsste mit der offiziellen Vorstellung den US-Listenpreis, die Verfügbarkeit, den Lieferumfang, Startbundles, Trade-in-Angebote und die tatsächliche Leistung klären. Gerade Bundles und Rabatte können die Rechnung zum Marktstart spürbar verändern.
Die Entscheidung sollte vom Arbeitsablauf abhängen, nicht nur vom Preis auf dem Datenblatt. Das iPad Pro passt besser zu Nutzern, die bereits Apples kreative Apps und Geräte verwenden. Das Galaxy Tab S12 Ultra dürfte vor allem für Käufer interessant sein, die ein besonders großes Display, Android-Flexibilität, erweiterbaren Speicher und eine Desktop-ähnliche Multitasking-Umgebung suchen.
Die Leaks zeichnen das Bild einer Galaxy-Tab-S12-Vorstellung im September 2026. Genannt werden 1.199,99 US-Dollar für das Tab S12+, 1.399,99 US-Dollar für das Galaxy Tab S12 Ultra in der Basiskonfiguration und 1.999,99 US-Dollar für das Spitzenmodell mit 16 GB RAM und 1 TB Speicher. Als wichtigste Neuerung gilt ein neuer MediaTek-Prozessor, während das Ultra bei Display und Akku weitgehend auf dem Niveau des Vorgängers bleiben könnte.
Solange Samsung die Angaben nicht bestätigt, sollten sie nicht als endgültige Preise behandelt werden. Falls die Leaks stimmen und die Hardware-Verbesserungen tatsächlich begrenzt bleiben, ist ein stark vergünstigtes Galaxy Tab S11 Ultra für die meisten Android-Käufer die rationalere Anschaffung.