Laut den Leaks handelt es sich um eine 16-Kern-, 16-Thread-CPU mit einer 4P+8E+4LP-E-Kernkonfiguration – vier Coyote-Cove-Leistungskerne, acht Arctic-Wolf-Effizienzkerne und vier Low-Power-Arctic-Wolf-Effizienzkerne . Der Prozessor soll voraussichtlich Anfang 2027 als Teil der Core-Ultra-400-Serie auf den Markt kommen und einen neuen LGA-1954-Sockel sowie den Z990-Chipsatz nutzen .
Das Herzstück des Leaks ist die 12-Kern-Xe3P-iGPU. Sie verfügt Berichten zufolge über einen eigenen L2-Cache von 20 MB. Das ist eine Steigerung von 25 Prozent im Vergleich zur 12-Kern-Xe3-Konfiguration in Panther Lake, deren L2-Cache 16 MB beträgt . Die Xe3P-Architektur wird als deutliche mikrotektonische Verbesserung gegenüber der Xe3-Architektur aus Panther Lake beschrieben .
Besonders detailliert sind die Angaben zur Leistungsaufnahme. Die CPU hat demnach eine Grundlast (PL1) von 65 Watt und einen kurzzeitigen Boost (PL2) von 154 Watt für den gesamten Chip . Die integrierte Grafikeinheit hat ein eigenes, zugewiesenes PL2-Limit von 40 Watt, das ausschließlich für ihren eigenen Kurzzeit-Boost reserviert ist . Der Dauerlast-Grenzwert (PL1) der iGPU soll bei etwa 15–25 Watt liegen .
Ein früheres Gerücht hatte noch von einem 65-Watt-Ziel für die iGPU gesprochen. Die aktuellen Leaks präzisieren dies jedoch: Die 65 Watt beziehen sich auf die Stromversorgungskapazität des Mainboards für die Grafikeinheit, nicht auf die Dauerlast der GPU selbst. Die 65-Watt-Marke könnte stattdessen als Obergrenze für transiente Spitzen (PL3/PL4) dienen .
Diese 12-Xe3P-Konfiguration stellt besondere Anforderungen an die Spannungsversorgung des Mainboards. Laut den Leaks ist sie die einzige bekannte Nova-Lake-S-SKU, die zwei diskrete VCCGT-Phasen auf dem Mainboard benötigt. Im Klartext bedeutet das eine separate 65-Watt-Klasse-Stromschiene für die Grafikeinheit, die auf Z990-Mainboards implementiert sein muss, um die volle Grafikleistung freizuschalten. Dies ist eine ungewöhnliche Anforderung für einen Sockel-Desktop-Prozessor und deutet darauf hin, dass Intel diese iGPU eher wie eine On-Package-diskrete GPU behandelt als wie eine herkömmliche, stromsparende IGP .
Die Leaks sind sich darin einig, dass diese spezielle SKU Intels direkte Antwort auf AMDs Ryzen-Desktop-APUs ist – etwa die Ryzen-8000G-Serie und ihre Nachfolger .
Alle hier berichteten Details gehen auf einen einzelnen Hardware-Leaker, Jaykihn, zurück und sind von Intel keineswegs bestätigt. Die Angaben werden von den berichtenden Medien als vorläufige Ingenieursdaten bezeichnet und können sich vor dem mutmaßlichen Launch Anfang 2027 noch ändern .
Die Leaks zeichnen das Bild von Intels aggressivstem Desktop-APU-Versuch seit Jahren. Ein 16-Kern-/16-Thread-Prozessor, gepaart mit einer überraschend großen 12-Kern-Xe3P-GPU mit 20 MB L2-Cache und einem eigenen 40-Watt-Budget, wäre ein gewaltiger Schritt nach oben im Vergleich zu Intels traditionell bescheidenen Desktop-Integrationen. Sollten sich die Angaben bewahrheiten, ist dieses Modell direkt auf AMDs Ryzen-Desktop-APUs gemünzt. Die Ambition ist klar, aber die letztendliche Leistung und der Wert des Produkts bleiben bis zu einer offiziellen Ankündigung durch Intel unbekannt.