Terra Quantum ist bereits das fünfte Quantenunternehmen, das seit November 2025 einen Börsengang via SPAC ankündigt. Diese rasante Entwicklung wird durch den enormen Appetit der Investoren auf KI- und Quantentechnologien befeuert, die als nächste große Welle der Computertechnik gelten . Das Unternehmen reiht sich damit in eine illustre Runde ein und liegt bewertungstechnisch im oberen Mittelfeld dieser Deals:
Diese Welle ist Teil einer allgemeinen Renaissance der SPACs. Allein im ersten Quartal 2026 gingen in den USA 62 dieser Börsenmäntel an die Börse und sammelten zusammen 13,2 Milliarden Dollar ein .
Ein besonders auffälliger Trend ist die Geografie dieser Börsengänge. Mit dem finnischen Unternehmen IQM, dem französischen Unternehmen Pasqal und dem deutsch-schweizerischen Unternehmen Terra Quantum entscheiden sich drei europäische Deep-Tech-Firmen für ein Listing an einer US-Börse, statt den Heimatmarkt zu wählen. Dieses Muster ist nicht neu – die US-Quantenpioniere IonQ und Rigetti hatten es vorgemacht . Die Hoffnung: Über den Zugang zum US-Kapitalmarkt lassen sich höhere Bewertungen erzielen und tiefere Taschen bei großen institutionellen Investoren anzapfen
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Der derzeit wohl prominenteste Kandidat für einen Quanten-Börsengang geht allerdings einen anderen Weg. Quantinuum, einer der größten Player der Branche, strebt nach Informationen einen traditionellen IPO an und hat zu diesem Zweck bereits vertrauliche Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Analysten taxieren den möglichen Börsenwert auf rund 20 Milliarden Dollar . Dies zeigt, dass derzeit beide Wege – SPAC und klassischer IPO – genutzt werden, um den enormen Anlegerhunger auf Quantencomputing-Aktien zu stillen.
Der aktuelle Quanten-SPAC-Boom ist bereits der zweite Anlauf. Viele Investoren erinnern sich noch mit Schrecken an die SPAC-Euphorie der Jahre 2020/21, die bei vielen Nachzüglern mit erheblichen Verlusten endete, da die fusionierten Unternehmen die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnten . Auch die Aktienkurse der ersten Quanten-SPAC-Pioniere wie IonQ und Rigetti waren nach dem Börsengang extrem volatil
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Die heutige Lage ist jedoch eine andere. Das Verständnis und die Begeisterung für Zukunftstechnologien wie KI und Quantencomputing sind bei Anlegern deutlich ausgeprägter. Dennoch stecken die kommerziellen Anwendungen noch in einem frühen Stadium. Terra Quantum fokussiert sich zwar auf Branchen wie Verteidigung, Finanzen, Pharma und Logistik, wo Quantencomputer potenziell bahnbrechende Lösungen bieten könnten. Für die meisten Firmen der Branche sind die tatsächlichen Umsätze im Vergleich zu den Milliardenbewertungen aber noch sehr bescheiden .
Der von Terra Quantum gewählte SPAC-Partner, die Mountain Lake Acquisition Corp. II, notierte zum Zeitpunkt der Ankündigung bei etwa 9,83 Dollar, bei einer Marktkapitalisierung von rund 481 Millionen Dollar. Die Börsenplattform InvestingPro bewertete die finanzielle Gesundheit des Börsenmantels als „SCHWACH", ein Faktor, den Investoren genau im Auge behalten werden, während der Deal auf ein verbindliches Abkommen zusteuert .
Trotz aller Unwägbarkeiten markiert die Ankündigung von Terra Quantum einen weiteren Meilenstein im Wettlauf der Quantenfirmen auf das Börsenparkett. Sollte die Fusion wie geplant vollzogen werden, wäre es eines der größten Listings eines europäischen Quantenunternehmens aller Zeiten.
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