Arsenal reist als bereits feststehender Meister zum letzten Spiel der Saison zu Crystal Palace. Für die „Gunners“ ist es ein historischer Moment: Es ist ihr erster Premier-League-Titel seit der legendären Saison 2003/04 unter Arsène Wenger, als das Team als „Invincibles“ ohne Niederlage blieb.
Die offizielle Trophäenübergabe findet unmittelbar nach dem Abpfiff im Selhurst Park statt. Normalerweise erhalten Meister den Pokal beim letzten Heimspiel, doch Arsenal hatte den Titel erst nach dem finalen Heimauftritt der Saison rechnerisch gesichert. Deshalb findet die Zeremonie ausnahmsweise im Stadion von Crystal Palace statt.
Sportlich steht für das Team von Trainer Mikel Arteta weniger Druck auf dem Spiel – im Mittelpunkt steht die Feier eines historischen Erfolgs.
Am Tabellenende ist dagegen noch alles offen. Der letzte Abstiegsplatz entscheidet sich zwischen zwei Londoner Rivalen: Tottenham Hotspur und West Ham United.
Welche Mannschaft in die zweite Liga muss, hängt von den Ergebnissen am finalen Spieltag ab. Für beide Clubs bedeutet das: Jeder Punkt kann über den Verbleib in der Premier League entscheiden.
Diese Konstellation sorgt dafür, dass der letzte Spieltag nicht nur eine Meisterparty, sondern auch ein nervenaufreibendes Abstiegsdrama bereithält.
Ein weiterer großer Fokus liegt auf Manchester City – genauer gesagt auf Trainer Pep Guardiola. Der Klub bestätigte, dass der Spanier nach zehn Jahren im Amt zum Saisonende zurücktritt.
Sein Abschiedsspiel bestreitet er am letzten Spieltag gegen Aston Villa im Etihad Stadium.
In diesem Jahrzehnt entwickelte Guardiola City zu einer der dominierenden Mannschaften im englischen Fußball, gewann zahlreiche Titel und prägte den Spielstil des Klubs nachhaltig. Der finale Spieltag wird deshalb auch zur Abschiedsfeier für einen der prägendsten Trainer der Premier-League-Geschichte.
Auch in Liverpool steht ein emotionaler Moment bevor. Beim Heimspiel gegen Brentford könnten zwei prägende Figuren der modernen Vereinsgeschichte ihre letzten Minuten im Trikot der „Reds“ absolvieren: Mohamed Salah und Andy Robertson.
Beide Spieler kamen 2017 nach Anfield und waren über fast ein Jahrzehnt zentrale Bestandteile einer der erfolgreichsten Liverpool-Generationen. Fans planen zum Abschied besondere Tributes im Stadion, darunter große Fan-Mosaike vor dem Anpfiff.
Das Spiel wird daher nicht nur sportlich, sondern vor allem emotional ein besonderer Abschluss.
Die meisten offenen Fragen betreffen jedoch die internationalen Startplätze.
Einige Champions-League-Tickets sind bereits vergeben: Arsenal, Manchester City, Manchester United und Aston Villa haben ihre Teilnahme an der kommenden Saison sicher.
Doch weitere Plätze – sowohl in der Champions League als auch in Europa League und UEFA Conference League – werden erst am letzten Spieltag vergeben.
Mehrere Vereine sind noch im Rennen, darunter:
Weil die Teams eng beieinander liegen, hängen viele Szenarien von parallelen Ergebnissen in verschiedenen Stadien ab. Brighton etwa muss Manchester United schlagen, um sicher einen europäischen Wettbewerb zu erreichen.
Brentford wiederum könnte erstmals in der Vereinsgeschichte international spielen – abhängig vom eigenen Resultat und den Ergebnissen der direkten Konkurrenz.
Der letzte Spieltag der Premier League 2025/26 bietet damit die ganze Bandbreite des Fußballs:
Da alle Spiele gleichzeitig angepfiffen werden, können sich die Entscheidungen innerhalb weniger Minuten drehen – genau das macht den finalen Spieltag der Premier League jedes Jahr zu einem der dramatischsten Fußballtermine überhaupt.