Auch die Passform wurde überarbeitet. Den Berichten zufolge fällt der Vorfuß einschließlich Zehenbox geräumiger aus. Damit reagiert Nike offenbar auf die Kritik, dass sich frühere Laufschuhe der Marke für manche Läuferinnen und Läufer zu schmal angefühlt haben.
Die bisher gemeldeten Kerndaten im Überblick:
Diese Werte machen den Pegasus Plus 2 eher zu einem ausgewachsenen Trainingsschuh als zu einem ultraleichten Wettkampfmodell. Sein Haupteinsatzgebiet sind schnellere Läufe, Tempodauerläufe, Intervalle und strukturierte Workouts. Gleichzeitig soll die Dämpfung genügend Komfort für regelmäßige Kilometer bieten.
Ein einmonatiger Test von Runner’s World bescheinigte dem Schuh eine breite Einsatzspanne – vom lockeren Jogging bis zu einem vier Meilen langen Tempolauf. Beschrieben wurden eine weiche Landung im Fersenbereich durch den ZoomX-Schaum, ein deutlich spritziger Abdruck dank der sichtbaren Air-Einheit und mehr Komfort im Vorfuß durch die überarbeitete Passform.
Die wichtigsten Vorbehalte betreffen das Gewicht und das Gefühl unter dem Vorfuß. Im Test wirkte der Schuh für einen Performance-Trainer etwas schwer. Wer eine besonders weiche Dämpfung im Vorfuß bevorzugt, könnte den direkten, eher festen Charakter weniger angenehm finden.
Nikes Versprechen „speed without sacrifice“ – also Tempo ohne Kompromisse – beschreibt die gewünschte Balance: ein lebendiges, vom Rennschuh inspiriertes Laufgefühl in einem Trainingsmodell für wiederholte Workouts und den Alltag. Das ist allerdings Nikes Positionierung und kein Ergebnis einer unabhängigen Athletenstudie.
Der Nike Pegasus Plus 2 soll voraussichtlich Ende August 2026 über Nike.com und ausgewählte Handelspartner erscheinen. Ein verbindlicher Veröffentlichungstag ist in den verfügbaren Berichten bislang nicht genannt.
Beim Preis widersprechen sich die Angaben. Runner’s World nennt 170 US-Dollar; auch ein Händler führt den Schuh für 170 US-Dollar. Andere Berichte rechnen mit 160 bis 165 US-Dollar.
Bis Nike die endgültige Produktseite und die regionalen Händlerpreise veröffentlicht, erscheint für die USA eine Spanne von rund 160 bis 170 US-Dollar realistisch.
Flash Crimson ist die am klarsten bestätigte Startfarbe. Zusätzlich wurden zwei Damen-Farbvarianten für Herbst 2026 gemeldet. Welche Farben das vollständige Sortiment umfasst, lässt sich anhand der verfügbaren Informationen jedoch noch nicht zuverlässig sagen.
Nikes überarbeitete Pegasus-Familie lässt sich am einfachsten als dreistufige Reihe verstehen:
Der Plus 2 ist damit die mittlere Option. Der Pegasus 42 richtet sich an unkomplizierte tägliche Läufe, während der Pegasus Premium das obere Ende der Modellfamilie besetzt. Der Pegasus Plus 2 soll beides verbinden: normale Läufe und schnelle Einheiten, ohne gleich zu einem speziellen Wettkampfschuh mit Platte greifen zu müssen.
Das Konzept erinnert zudem an den Pegasus Turbo. Wie dieser soll der Plus 2 vielseitig genug für den Alltag sein, bei höherem Tempo aber deutlich lebendiger wirken. Der Unterschied: Nike macht den Rennsportbezug mit der gebogenen Air-Zoom-Einheit neben dem ZoomX-Schaum deutlich sichtbarer, statt ausschließlich auf Schaum zu setzen.
Der Reiz des Pegasus Plus 2 liegt in seiner Mittelposition. Er ist stärker auf schnelle Trainingseinheiten ausgerichtet als ein Standard-Pegasus, wird aber nicht als reiner Wettkampfschuh präsentiert. Das sichtbare Air-Zoom-Element ist die zentrale technische Neuerung, der breitere Vorfuß adressiert ein wichtiges Passformthema und das bisher beschriebene Laufgefühl verbindet eine weiche Fersenlandung mit einem schnellen Abdruck.
Offen sind vor allem die kommerziellen Details: der genaue Veröffentlichungstag, der endgültige US-Preis und die komplette Farbpalette. Für Läuferinnen und Läufer, die einen Tempo-Trainer suchen, zeichnet sich der zentrale Kompromiss bereits ab: ein vielseitiges, dynamisches Laufgefühl – aber vermutlich weder das leichteste noch das weichste Performance-Modell seiner Klasse.