Berichten zufolge stehen folgende Eckpunkte im Raum:
Sollte der Börsengang tatsächlich in dieser Größenordnung stattfinden, würde er den bisherigen Rekord deutlich übertreffen. Der größte IPO bislang – der Börsengang von Saudi Aramco 2019 – brachte rund 29,4 Milliarden Dollar ein .
Die endgültige Bewertung und der Ausgabepreis der Aktien werden jedoch erst kurz vor Handelsstart festgelegt.
Mehrere Berichte deuten auf einen relativ schnellen Ablauf hin, sobald die Vermarktungsphase beginnt.
Der derzeit erwartete Zeitplan:
Ein Konsortium großer Investmentbanken begleitet die Transaktion. Goldman Sachs gilt als führender Konsortialführer („Lead‑Left“), unterstützt von Morgan Stanley, Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase .
Für viele Investoren ist Starlink der zentrale Grund, warum SpaceX eine Billionenbewertung rechtfertigen könnte.
Das Satelliten‑Internetnetz liefert bereits heute einen großen Teil der Einnahmen:
Das System nutzt Tausende Satelliten im niedrigen Erdorbit, um Internetzugang auch in Regionen ohne klassische Infrastruktur bereitzustellen. Neben Privatkunden gehören auch Airlines, Reedereien und staatliche Stellen zu den Zielgruppen .
Dank der engen Integration mit den eigenen Raketenstarts kann SpaceX Satelliten selbst ins All bringen – ein entscheidender Kostenvorteil.
Die im Zusammenhang mit dem Börsengang bekannt gewordenen Finanzdaten geben erstmals einen detaillierteren Einblick in die wirtschaftliche Lage des Unternehmens.
Für 2025 werden berichtet:
Trotz dieser Dynamik verzeichnete SpaceX einen Nettoverlust von etwa 4,9 Milliarden Dollar im Jahr 2025 . Hauptgrund sind die enormen Investitionen in neue Raumfahrtsysteme, Satellitenkonstellationen und weitere Zukunftsprojekte.
Dieses Muster – hohe Wachstumsraten bei gleichzeitig großen Investitionen – ist typisch für Unternehmen, die globale Infrastruktur aufbauen.
Die Investmentstory des Unternehmens besteht im Kern aus drei großen Bausteinen.
Mit den Falcon‑Raketen hat SpaceX die Kosten für Starts drastisch gesenkt. Wiederverwendbare Booster ermöglichen häufige Starts und sind gleichzeitig entscheidend für den Ausbau der Starlink‑Konstellation.
Starlink entwickelt sich zunehmend zum finanziellen Rückgrat des Unternehmens und gilt als wichtigster Umsatz‑ und Gewinnmotor.
Berichte zum Börsenprospekt deuten darauf hin, dass SpaceX langfristig auch Computing‑Infrastruktur im Orbit prüft, möglicherweise in Verbindung mit Elon Musks KI‑Unternehmen xAI . Diese Konzepte befinden sich noch in einem frühen Stadium, sollen aber zeigen, wie Musk den Weltraum als Plattform für Kommunikation und Datenverarbeitung sieht.
Ein Börsengang mit einem Volumen von bis zu 75 Milliarden Dollar wäre außergewöhnlich groß – selbst für globale Kapitalmärkte.
Institutionelle Investoren wie Pensionsfonds oder große Vermögensverwalter müssten möglicherweise Portfolios umschichten, um an der Emission teilzunehmen. Dadurch könnte kurzfristig Liquidität aus anderen Aktien abgezogen werden.
Wie stark dieser Effekt tatsächlich ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab:
Wenn SpaceX die Nasdaq‑Kriterien erfüllt, könnte die Aktie relativ schnell in wichtige Indizes aufgenommen werden .
Der geplante SpaceX‑Börsengang könnte zu den bedeutendsten Technologie‑Listings der letzten Jahrzehnte zählen. Das Unternehmen verbindet eine dominierende Position im Raketenstartgeschäft mit einem schnell wachsenden globalen Internetnetzwerk und langfristigen Visionen für Weltraum‑Infrastruktur.
Ob die Bewertung tatsächlich nahe 2 Billionen Dollar liegen wird und wie groß das Emissionsvolumen am Ende ausfällt, entscheidet sich erst bei der endgültigen Preisfestsetzung. Klar ist jedoch: Sollte der Börsengang die erwartete Größenordnung erreichen, würde er einen neuen Maßstab für IPOs weltweit setzen.
Comments
0 comments