Zu den ersten Einsatzfeldern gehören zentrale Unternehmensfunktionen wie:
Die Lösungen richten sich zunächst an Branchen wie Finanzdienstleistungen, Industrie und Energie, Konsumgüter und Handel, öffentliche Verwaltung sowie Gesundheitswesen.
In vielen Organisationen bleibt KI in einer Art Dauer‑Testphase hängen – ein Zustand, den Branchenexperten oft als „Pilot Purgatory“ (Pilot‑Fegefeuer) bezeichnen.
Hier entstehen zwar zahlreiche Prototypen, doch sie werden nie in großem Maßstab produktiv eingesetzt.
Microsoft und EY wollen diesen Kreislauf durchbrechen, indem sie drei Kompetenzen eng verzahnen:
So sollen Lösungen entstehen, die von Anfang an für reale Geschäftsprozesse gebaut werden – und nicht nur für Demonstrationen.
Eine Schlüsselrolle spielen Microsofts Forward Deployed Engineers. Diese Spezialisten arbeiten direkt mit EY‑Beratern und Kunden in gemeinsamen Teams zusammen.
Ihre Aufgabe ist es, KI‑Technologien aus der Microsoft‑Cloud und dem breiteren KI‑Ökosystem in reale Unternehmenssysteme zu integrieren. Dieser praktische Engineering‑Ansatz soll die Lücke zwischen technischer Innovation und produktivem Einsatz deutlich verkleinern.
Ein besonderes Element der Zusammenarbeit: EY nutzt viele der Technologien zunächst selbst. Das Unternehmen fungiert als „Client Zero“ – also als erster Anwender, der neue Lösungen intern testet, bevor sie Kunden angeboten werden.
Ein Beispiel dafür ist die Einführung von Microsoft 365 Copilot, dem KI‑Assistenten für Anwendungen wie Word, Excel, PowerPoint und Outlook.
EY hat Copilot bereits für mehr als 150.000 Mitarbeitende weltweit bereitgestellt, um KI in alltägliche Arbeitsprozesse zu integrieren.
Zusätzlich erstellen Teams mithilfe von Copilot Studio eigene KI‑Agenten, die wiederkehrende Aufgaben automatisieren und Workflows beschleunigen.
Die interne Nutzung liefert bereits erste messbare Effekte. Laut EY führte die Kombination aus der firmeneigenen Plattform EY.ai und Microsoft‑Copilot‑Tools zu einem Produktivitätsanstieg von etwa 15 %.
Die dadurch gewonnene Zeit wird laut Unternehmen vor allem in drei Bereiche investiert:
Diese Erfahrungen dienen gleichzeitig als Grundlage, um ähnliche Lösungen später bei Kunden einzuführen.
Die neue Initiative ist kein isoliertes Projekt. Microsoft und EY arbeiten bereits seit Jahren eng zusammen und investieren seit 2015 gemeinsam in Cloud‑, Daten‑ und KI‑Technologien.
Aus dieser Zusammenarbeit entstand unter anderem EY.ai, eine einheitliche KI‑Plattform von EY, die auf Microsoft‑Technologie aufbaut. Sie kombiniert Branchenwissen von EY mit KI‑Tools wie Copilot, um KI direkt in professionelle Arbeitsabläufe einzubetten.
Der Schritt zeigt einen breiteren Trend in der Wirtschaft: Unternehmen wollen KI nicht mehr nur ausprobieren, sondern messbaren Geschäftswert daraus ziehen.
Wenn das Modell von Microsoft und EY funktioniert, könnte es zu einer Blaupause dafür werden, wie Organisationen den Übergang schaffen – von isolierten KI‑Experimenten hin zu skalierbaren Systemen, die zentrale Geschäftsprozesse unterstützen.
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