Dabei ist das Gerät keineswegs nur ein nostalgischer Gag eines Lizenznehmers, der ein Logo auf generische Hardware klebt. Es ist das erste eigenständig entwickelte Produkt der wiederbelebten Commodore Corporation. Diese steht nun unter der Leitung von Christian 'Perifractic' Simpson, dem geschäftsführenden CEO und Kopf hinter dem YouTube-Kanal Retro Recipes, der 2025 die Markenrechte an Commodore erwarb .
Das Kernversprechen des Callback 8020 ist kein technisches Datenblatt, sondern eine Ideologie. Commodore positioniert das Telefon als direkte Antwort auf die wachsende Smartphone-Müdigkeit und bewirbt es mit dem Leitsatz, Technologie solle uns dienen und nicht versklaven . Um dies durchzusetzen, wird das Gerät ohne App-Store, ohne Apps für soziale Medien und ohne Browser ausgeliefert. Anders als bei einem gewöhnlichen Smartphone, bei dem man ablenkende Apps zwar löscht, aber bei der nächsten Schwächephase einfach neu installiert, blockiert die Architektur des Betriebssystems diese Anwendungen auf Systemebene und verhindert auch deren nachträgliche Installation aus Drittquellen . Das Außendisplay verstärkt diesen Minimalismus und zeigt nur Datum, Uhrzeit und Akkustand an – bewusst ohne jegliche Benachrichtigungsvorschau .
Statt auf eine abgespeckte Android-Version oder ein simples Echtzeitbetriebssystem zu setzen, entwickelte Commodore gemeinsam mit dem finnischen Unternehmen Jolla eine maßgeschneiderte Version von Sailfish OS . Diese Linux-basierte Plattform hat ihre Wurzeln in Nokias ehemaligen MeeGo-Bemühungen und ist auf Privatsphäre und Unabhängigkeit ausgelegt .
Während das System die als „giftig“ eingestuften Apps mit unendlichem Newsfeed konsequent blockiert, hat Commodore erkannt, dass man auf wichtige digitale Werkzeuge im Alltag nicht verzichten kann. Das Telefon nutzt Android-Kompatibilitätsschichten, um über 99 % aller Android-Apps auszuführen . Nutzer können daher weiterhin auf praktische Tools wie WhatsApp, Google Maps, Spotify, Signal und Telegram zurückgreifen . Es ist also keine Rückstufung auf ein „Dumb Phone“, sondern ein bewusst ablenkungsfreies Smartphone, das zur zielgerichteten Nutzung zwingt.
Die Hardware schlägt eine Brücke zwischen der Nostalgie der 2000er und moderner Effizienz. Das Design erinnert mit der physischen T9-Tastatur und dem Klappgehäuse an die Zeit vor dem iPhone . Im Inneren sind die Spezifikationen bescheiden, aber für den Zweck absolut ausreichend :
Der Callback 8020 ist preislich klar im Premium-Segment für Nischenprodukte angesiedelt. Die Standardmodelle starten bei 499 US-Dollar, für Spezialeditionen wird ein Aufpreis fällig . Für Käufer in Deutschland sind die Preise als Nettopreise zu verstehen, zu denen noch Einfuhrumsatzsteuer, Zollgebühren und Versandkosten hinzukommen :
Wer sich vor dem offiziellen Vorbestellstart auf der Commodore-Website registriert, sichert sich einen Rabatt von 50 US-Dollar zum Launch . Die Vorbestellungen starten am 30. Juni 2026 um 10:00 Uhr MESZ, die Auslieferungen sollen im vierten Quartal 2026 beginnen .
Die Farbpalette ist eine Verneigung vor Commodore-Erbe und orientiert sich an den beigen und silbernen Ikonen wie dem C64 und dem VIC-20, während das durchscheinende Blau der 'Starlight'- und das Gold der 'Founders'-Edition Sammler ansprechen sollen .
Das Comeback von Commodore ist untrennbar mit der ungewöhnlichen Übernahme der Marke verbunden. Nach dem Untergang des ursprünglichen Unternehmens in den 1990ern wurden die Markenrechte zersplittert und wanderten durch verschiedene Holdinggesellschaften, meist nur, um das Logo zu lizenzieren und auf beliebige Produkte zu kleben . Im Juli 2025 schloss Christian Simpson – ein Retro-Technik-Enthusiast und YouTuber – gemeinsam mit privaten Investoren den Kauf der Commodore Corporation B.V. ab, jener niederländischen Gesellschaft, die die letzten verbliebenen Markenrechte hielt .
Für den Deal wurde lediglich ein „niedriger siebenstelliger Betrag“ genannt . Entscheidend ist jedoch, dass Simpson weder die original Firma noch deren geistiges Eigentum erwarb. Die Urheberrechte an den klassischen C64-ROMs oder den Amiga-Betriebssystemen liegen weiterhin bei Firmen wie Cloanto und Hyperion . Simpson sicherte sich die Namensrechte, das ikonische Logo und 47 überlebende Markenzeichen, die teils bis ins Jahr 1983 zurückdatiert werden . Er benannte seinen YouTube-Kanal Retro Recipes in 'Retro Recipes x Commodore' um und übernahm den Titel des CEO . Das Callback 8020 ist die erste Hardware-Umsetzung seiner Vision, entwickelt mit Unterstützung ehemaliger Ingenieure von Nokia und Jolla .
Dabei ist das Gerät keineswegs nur ein nostalgischer Gag eines Lizenznehmers, der ein Logo auf generische Hardware klebt. Es ist das erste eigenständig entwickelte Produkt der wiederbelebten Commodore Corporation. Diese steht nun unter der Leitung von Christian 'Perifractic' Simpson, dem geschäftsführenden CEO und Kopf hinter dem YouTube-Kanal Retro Recipes, der 2025 die Markenrechte an Commodore erwarb .
Das Kernversprechen des Callback 8020 ist kein technisches Datenblatt, sondern eine Ideologie. Commodore positioniert das Telefon als direkte Antwort auf die wachsende Smartphone-Müdigkeit und bewirbt es mit dem Leitsatz, Technologie solle uns dienen und nicht versklaven . Um dies durchzusetzen, wird das Gerät ohne App-Store, ohne Apps für soziale Medien und ohne Browser ausgeliefert. Anders als bei einem gewöhnlichen Smartphone, bei dem man ablenkende Apps zwar löscht, aber bei der nächsten Schwächephase einfach neu installiert, blockiert die Architektur des Betriebssystems diese Anwendungen auf Systemebene und verhindert auch deren nachträgliche Installation aus Drittquellen . Das Außendisplay verstärkt diesen Minimalismus und zeigt nur Datum, Uhrzeit und Akkustand an – bewusst ohne jegliche Benachrichtigungsvorschau .
Statt auf eine abgespeckte Android-Version oder ein simples Echtzeitbetriebssystem zu setzen, entwickelte Commodore gemeinsam mit dem finnischen Unternehmen Jolla eine maßgeschneiderte Version von Sailfish OS . Diese Linux-basierte Plattform hat ihre Wurzeln in Nokias ehemaligen MeeGo-Bemühungen und ist auf Privatsphäre und Unabhängigkeit ausgelegt .
Während das System die als „giftig“ eingestuften Apps mit unendlichem Newsfeed konsequent blockiert, hat Commodore erkannt, dass man auf wichtige digitale Werkzeuge im Alltag nicht verzichten kann. Das Telefon nutzt Android-Kompatibilitätsschichten, um über 99 % aller Android-Apps auszuführen . Nutzer können daher weiterhin auf praktische Tools wie WhatsApp, Google Maps, Spotify, Signal und Telegram zurückgreifen . Es ist also keine Rückstufung auf ein „Dumb Phone“, sondern ein bewusst ablenkungsfreies Smartphone, das zur zielgerichteten Nutzung zwingt.
Die Hardware schlägt eine Brücke zwischen der Nostalgie der 2000er und moderner Effizienz. Das Design erinnert mit der physischen T9-Tastatur und dem Klappgehäuse an die Zeit vor dem iPhone . Im Inneren sind die Spezifikationen bescheiden, aber für den Zweck absolut ausreichend :
Der Callback 8020 ist preislich klar im Premium-Segment für Nischenprodukte angesiedelt. Die Standardmodelle starten bei 499 US-Dollar, für Spezialeditionen wird ein Aufpreis fällig . Für Käufer in Deutschland sind die Preise als Nettopreise zu verstehen, zu denen noch Einfuhrumsatzsteuer, Zollgebühren und Versandkosten hinzukommen :
Wer sich vor dem offiziellen Vorbestellstart auf der Commodore-Website registriert, sichert sich einen Rabatt von 50 US-Dollar zum Launch . Die Vorbestellungen starten am 30. Juni 2026 um 10:00 Uhr MESZ, die Auslieferungen sollen im vierten Quartal 2026 beginnen .
Die Farbpalette ist eine Verneigung vor Commodore-Erbe und orientiert sich an den beigen und silbernen Ikonen wie dem C64 und dem VIC-20, während das durchscheinende Blau der 'Starlight'- und das Gold der 'Founders'-Edition Sammler ansprechen sollen .
Das Comeback von Commodore ist untrennbar mit der ungewöhnlichen Übernahme der Marke verbunden. Nach dem Untergang des ursprünglichen Unternehmens in den 1990ern wurden die Markenrechte zersplittert und wanderten durch verschiedene Holdinggesellschaften, meist nur, um das Logo zu lizenzieren und auf beliebige Produkte zu kleben . Im Juli 2025 schloss Christian Simpson – ein Retro-Technik-Enthusiast und YouTuber – gemeinsam mit privaten Investoren den Kauf der Commodore Corporation B.V. ab, jener niederländischen Gesellschaft, die die letzten verbliebenen Markenrechte hielt .
Für den Deal wurde lediglich ein „niedriger siebenstelliger Betrag“ genannt . Entscheidend ist jedoch, dass Simpson weder die original Firma noch deren geistiges Eigentum erwarb. Die Urheberrechte an den klassischen C64-ROMs oder den Amiga-Betriebssystemen liegen weiterhin bei Firmen wie Cloanto und Hyperion . Simpson sicherte sich die Namensrechte, das ikonische Logo und 47 überlebende Markenzeichen, die teils bis ins Jahr 1983 zurückdatiert werden . Er benannte seinen YouTube-Kanal Retro Recipes in 'Retro Recipes x Commodore' um und übernahm den Titel des CEO . Das Callback 8020 ist die erste Hardware-Umsetzung seiner Vision, entwickelt mit Unterstützung ehemaliger Ingenieure von Nokia und Jolla .