Vor allem die variable Blende wäre eine bemerkenswerte Änderung. Sie könnte der Hauptkamera mehr Kontrolle über den Lichteinfall und die Bildwirkung geben. Ob diese Funktion tatsächlich im finalen Modell landet, ist jedoch offen.
Nach Angaben des Halbleiteranalysten Tim Culpan, der unter dem Namen Culpium berichtet, lagern bei TSMC fertig produzierte A20-Pro-Wafer im Wert von ungefähr 1 Milliarde US-Dollar. Die Wafer sollen hergestellt und getestet sein, können aber offenbar nicht in die nächste Produktionsphase übergehen .
Der Grund: Für die finale InFO-PoP-Verpackung wird der benötigte LPDDR5X-DRAM nicht in ausreichender Menge geliefert. Erst durch diese Verpackung werden Prozessor und Speicher zu einem fertigen Chip-Paket für das Smartphone verbunden .
Das Problem liegt den Berichten zufolge also nicht beim neuen 2-nm-Prozess von TSMC. Die Fertigung soll mit guten Ausbeuten und ausreichender Kapazität laufen. Stattdessen ist die Verfügbarkeit von mobilem DRAM zum entscheidenden Flaschenhals geworden . Culpan bezeichnete die Situation als „faszinierend“, weil eigentlich der hochmoderne Prozessor und nicht der vergleichsweise etablierte Speicher als schwieriger Teil der Produktion gelten sollte .
Apple bezieht den Speicher hauptsächlich von Micron und kauft zusätzliche Mengen bei SK Hynix und Samsung . Ein offenbar gescheitertes Geschäft mit dem chinesischen Speicherhersteller CXMT soll den Engpass zusätzlich verschärft haben .
Für den Verkaufsstart wird die Lage derzeit noch nicht als zwingender Grund für eine Verschiebung eingeschätzt. Beteiligte Quellen erwarten, dass Apple die anfängliche Nachfrage bedienen kann. Im weiteren Verlauf des Produktzyklus könnten sich Lieferzeiten online jedoch verlängern und die Bestände in den Apple Stores schneller erschöpfen .
Auch Apples eigene Aussagen zeichnen ein angespanntes Bild. Auf dem Quartalsbericht vom 30. Juli 2026 warnte der scheidende CEO Tim Cook, dass die Auswirkungen von Lieferengpässen im September-Quartal „signifikant zunehmen“ dürften. Betroffen seien iPhone, iPad und Mac .
Cook verwies auf Engpässe bei fortschrittlichen Fertigungsprozessen für Chips. Zugleich beschrieb er die Entwicklung der Speicherkosten als eine „Jahrhunderthochwasser“-Situation – eine Formulierung, die er nach eigenen Angaben in mehr als 40 Jahren in der Branche noch nie verwendet hatte .
Apple hatte im Juni bereits die Preise einiger Hardwareprodukte angehoben, um die gestiegenen Speicherkosten teilweise auszugleichen . Für das September-Quartal stellte der Konzern ein Umsatzwachstum von 9 bis 11 Prozent in Aussicht. Das lag unter der damaligen FactSet-Konsensschätzung von mehr als 12 Prozent .
Cook sagte außerdem, Apple müsse auf der Lieferantenseite „alle Hebel in Bewegung setzen“ und habe derzeit mit „sehr erheblichen Einschränkungen“ sowie nur begrenzter Flexibilität in der Lieferkette zu kämpfen . Das bestätigt nicht jede Einzelheit der A20-Pro-Berichte, macht aber deutlich, dass Apple selbst mit spürbaren Produktionsrisiken rechnet.
Parallel zur unsicheren Versorgung soll Apple seine iPhone-Strategie für den Herbst 2026 neu ordnen. Mehrere Berichte gehen davon aus, dass es im September kein reguläres iPhone 18 geben wird .
Das erwartete Herbst-Line-up besteht demnach aus drei Geräten:
Das nicht als Pro eingestufte iPhone 18 soll stattdessen im Frühjahr 2027 erscheinen . Damit würde Apple erstmals deutlich stärker zwischen dem Herbst-Start der Spitzenmodelle und dem späteren Launch des Standardmodells trennen.
Die Angaben zu Display, Dynamic Island, Dark-Cherry-Farbe, 25-W-MagSafe, variabler Blende und der Dreifachkamera mit 48 Megapixeln beruhen auf Leaks, Dummy-Modellen und regulatorischen Dokumenten – nicht auf einer offiziellen Ankündigung von Apple. Auch die konkrete Akku-Kapazität von 5.567 mAh soll nur für eine eSIM-only-Variante gelten und ist bislang nicht bestätigt.
Am besten belegt sind derzeit die Hinweise auf wachsende Lieferkettenprobleme sowie Tim Cooks Warnungen aus dem Quartalsbericht. Eine Verschiebung des iPhone-18-Pro-Max-Starts wurde nicht bestätigt. Wahrscheinlicher ist nach den vorliegenden Berichten ein pünktlicher Start mit zunächst begrenzten Stückzahlen und möglicherweise längeren Wartezeiten in den Monaten danach. Die endgültigen Spezifikationen und das tatsächliche Herbst-Line-up dürfte Apple erst bei der erwarteten September-Veranstaltung bekannt geben.