Für Apple wäre der Termin auch aus Unternehmenssicht bemerkenswert: John Ternus übernimmt am 1. September den CEO-Posten von Tim Cook. Die Herbst-Keynote wäre damit seine erste große iPhone-Präsentation als Apple-Chef .
Das iPhone Ultra soll sich nicht wie ein Klapphandy im Stil eines Galaxy Z Flip oder Motorola Razr schließen. Stattdessen wird es horizontal aufgefaltet – ähnlich wie ein kleines Buch oder Notizbuch .
Aufgeklappt soll das Gerät breiter als hoch sein und ein Seitenverhältnis von ungefähr 4:3 bieten. Damit würde es sich deutlich von den eher hochformatigen Displays der Galaxy-Z-Fold-Reihe unterscheiden .
Im Inneren wird Apples nächste Chipgeneration erwartet. Mehrere Berichte nennen den A20, manche sprechen von einem A20 Pro. Teilweise wird zudem eine Fertigung im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC genannt .
Weitere kolportierte technische Daten:
Der bislang am häufigsten genannte Einstiegspreis liegt bei 1.999 US-Dollar für das Modell mit 256 GB Speicher . Damit wäre das Falt-iPhone deutlich teurer als die bisherigen Pro-Modelle.
Analyst Ming-Chi Kuo und IDC rechnen mit einem höheren durchschnittlichen Verkaufspreis von etwa 2.300 bis 2.500 US-Dollar. Bei größeren Speichervarianten könnte der Preis laut einzelnen Schätzungen bis auf 2.900 US-Dollar steigen . Insgesamt wird je nach Ausstattung eine Spanne von 1.999 bis 2.500 US-Dollar besonders häufig genannt .
Als wahrscheinlichster Termin für Apples Herbst-Keynote gilt derzeit der 9. September 2026 . Das iPhone Ultra soll dort zusammen mit dem iPhone 18 Pro und dem iPhone 18 Pro Max angekündigt werden .
Vorbestellungen könnten bereits am 10. oder 11. September starten . Bei der tatsächlichen Verfügbarkeit zeichnet sich jedoch ein anderer Zeitplan ab:
Die Keynote selbst ist ebenfalls noch nicht offiziell bestätigt. Apple müsste zunächst die Einladungen an Medien und Gäste verschicken.
Die Erwartungen an Apples Markteintritt sind hoch. IDC prognostiziert für den weltweiten Markt für faltbare Smartphones 2026 ein Wachstum von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr . Apple gilt dabei als wichtigster mögliche Wachstumstreiber.
IDC rechnet damit, dass Apple im ersten Jahr etwa 22 Prozent der ausgelieferten Falt-Smartphones stellen könnte. Beim Umsatzanteil werden sogar 34 Prozent erwartet. Der Unterschied erklärt sich vor allem durch den ungewöhnlich hohen Durchschnittspreis des iPhone Ultra .
Auch bei den Stückzahlen soll Apple ambitionierte Ziele verfolgen: Berichten zufolge bereitet sich das Unternehmen auf rund 10 Millionen Geräte im ersten Jahr vor – mehr als frühere Prognosen von 7 bis 8 Millionen . Bei den Displaybestellungen könnte Apple 2026 etwa 29 Prozent des Marktes ausmachen und damit knapp hinter Samsung mit 31 Prozent liegen .
Für Käufer könnte nicht nur der Anschaffungspreis zum Problem werden. Eine Untersuchung von SellCell kommt zu dem Ergebnis, dass faltbare Smartphones innerhalb von zwölf Monaten durchschnittlich 64,6 Prozent ihres Werts verlieren. Das sind ungefähr zehn Prozentpunkte mehr als bei klassischen High-End-Smartphones .
Übertragen auf ein 2.000 US-Dollar teures iPhone Ultra würde das einem Wertverlust von rund 1.292 US-Dollar im ersten Jahr entsprechen . Dabei handelt es sich allerdings um eine Hochrechnung auf Basis bisheriger Falt-Smartphones – nicht um einen bereits gemessenen Wertverlust des iPhone Ultra.
Apple hat bislang keine der genannten technischen Daten, Preise oder Termine bestätigt. Die Angaben beruhen auf einer Kombination aus Leaker-Berichten, Lieferketteninformationen und Analystenprognosen.
Auch der Name ist nicht offiziell. Während aktuelle Berichte zunehmend von „iPhone Ultra“ sprechen, wurde das Gerät in früheren Leaks oft als „iPhone Fold“ bezeichnet . Ebenso bleibt offen, ob Apple das Smartphone tatsächlich im September ankündigt und wann es in ausreichender Stückzahl erhältlich sein wird.
Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, wäre das iPhone Ultra Apples bislang ambitioniertestes und teuerstes iPhone. Es soll sich wie ein Buch öffnen, ein nahezu faltenfreies 7,8-Zoll-Display bieten und im geschlossenen Zustand über einen 5,5-Zoll-Bildschirm verfügen. Dazu kommen der A20-Chip, ein Titanrahmen, Touch ID und ein Akku aus zwei Zellen.
Die Vorstellung im September 2026 wäre zugleich John Ternus’ erste große Keynote als Apple-CEO. Interessierte sollten jedoch mit mindestens 1.999 US-Dollar rechnen – und möglicherweise bis zum Jahresende oder sogar bis Anfang 2027 auf die Auslieferung warten.