Einem Leak zufolge soll der Kirin 9030 über acht Rechenkerne verfügen:
Diese Angaben beschreiben lediglich die kolportierte Kernaufteilung und Taktrate. Sie sagen noch nicht aus, wie schnell das Mate 90 im Alltag sein wird. Dafür wären offizielle Daten und unabhängige Benchmarks nötig.
Für das Mate 90 Pro, Pro Max und möglicherweise ein RS-Modell wird ein neuer Kirin-Chip erwartet, der auf Huaweis Tau-(τ)-Scaling-Law und der LogicFolding-Architektur basieren soll.
Das Konzept soll Logikschaltungen auf zwei Ebenen übereinander stapeln, anstatt die Transistoren ausschließlich über eine kleinere Fertigungsstruktur weiter zu verdichten. In den Berichten werden für den Kirin 2026 im Vergleich zu einem Kirin-9030-Pro-Basismodell 238 statt 155 Millionen Transistoren pro mm² genannt – ein Plus von etwa 53,5 Prozent.
Wichtig ist die Einordnung: Die Zahl beschreibt die Transistordichte, nicht automatisch eine um 53,5 Prozent höhere Smartphone-Leistung. Einige Berichte sprechen von einer Leistung auf dem Niveau von 3-nm-Chips. GSMArena weist jedoch darauf hin, dass Huawei nicht erklärt habe, der Chip werde tatsächlich in einem 3-nm-Prozess gefertigt. Ob sich die Architektur bei Leistung, Energieverbrauch und Wärmeentwicklung bewährt, müssen offizielle Spezifikationen und Tests zeigen.
Das reguläre Mate 90 soll mit HarmonyOS 7 erscheinen. Die Mate-90-Serie könnte zu den ersten Huawei-Smartphones gehören, auf denen die neue Software bereits ab Werk installiert ist.
Eine zentrale Neuerung ist das Intelligent Agent Framework 2.0. Huawei zufolge erreicht es bei komplexen Aufgaben eine Erfolgsquote von mehr als 90 Prozent. Der Assistent Xiaoyi soll die Absicht des Nutzers erkennen, Arbeitsschritte planen, Systemfunktionen aufrufen und mit anderen Agenten zusammenarbeiten können.
Die Erfolgsquote ist allerdings eine Angabe von Huawei und bezieht sich auf den jeweiligen Testaufbau. Sie ist keine allgemeine Garantie für die Nutzererfahrung in jeder App oder bei jeder Aufgabe.
Sollten sich die Gerüchte bestätigen, könnte Huawei die Pro-Modelle technisch deutlich stärker vom Basismodell abgrenzen. Das reguläre Mate 90 würde aktuelle Hardware für eine größere Käufergruppe bieten, während die Pro-Reihe als Schaufenster für die ambitioniertere LogicFolding-Technik dient. Die Berichte zur getrennten Verwendung des Kirin 9030 und des neuen Kirin-Chips sprechen für eine solche Staffelung.
Noch fehlen jedoch bestätigte Preise, eine vollständige Modellübersicht und Informationen dazu, wie Huawei diese Strategie in den jeweiligen Märkten umsetzen will.
Neben dem Mate 90 soll Huawei an einem klassischen, nicht faltbaren Smartphone im 16:10-Format arbeiten. Das Gerät wäre damit deutlich breiter als die meisten aktuellen Smartphones, würde aber ohne Scharnier und Faltmechanik auskommen.
Zu den meistgenannten technischen Daten gehören:
Der Name des Geräts ist noch nicht bekannt. Frühere Leaks nannten den Zeitraum zwischen Oktober und Dezember 2026. Neuere Berichte sprechen dagegen von einer Vorstellung bereits im September, möglicherweise zusammen mit weiteren großen Huawei-Neuheiten. Die widersprüchlichen Zeitangaben unterstreichen, wie früh und unsicher diese Informationen sind.
Auch Oppo soll angeblich ein nicht faltbares Smartphone mit 16:10-Display entwickeln. Das Gerät wird in Leaks gelegentlich Find W genannt und könnte in der ersten Hälfte des Jahres 2027 erscheinen.
Diese Meldung ist jedoch deutlich weniger belastbar als die Berichte zum Huawei-Gerät. Tech Advisor warnt, dass die ursprüngliche Quelle mit erfundenen technischen Daten und zu Unterhaltungszwecken erstellten Teaserbildern in Verbindung steht. Angaben wie ein 6,4-Zoll-LTPO-OLED-Display oder ein Dimensity 9600 sollten deshalb nicht als bestätigt gelten.
Das derzeit schlüssigste Gerüchtebild beschreibt eine Huawei-Mate-90-Serie mit Kirin 9030 im Basismodell, einem neueren Kirin-Chip mit LogicFolding in den Pro-Varianten und HarmonyOS 7 als wichtigem Software-Upgrade. Zusätzlich könnte Huawei eine neue Kategorie besonders breiter, nicht faltbarer Smartphones mit 16:10-Display und mindestens 7.000-mAh-Akku ausprobieren.
Bis zur offiziellen Vorstellung bleiben jedoch zentrale Fragen offen: die endgültigen Chipnamen, die konkrete Modellaufteilung, Preise, Starttermine und die internationale Verfügbarkeit. Auch die genannten 53,5 Prozent beziehen sich auf eine gemeldete höhere Transistordichte – nicht auf einen bestätigten Leistungsvorsprung im fertigen Smartphone.