Barkat verwies auf Daten von Morgan Stanley: Die Kosten für 1 GB RAM seien von 2,80 US-Dollar im Jahr 2025 auf 12 US-Dollar im Jahr 2026 gestiegen – ein Anstieg auf ungefähr das Sechsfache . Bei einem Smartphone mit 16 GB RAM würde das laut der Analyse die Materialkosten von etwa 45 auf rund 192 US-Dollar pro Gerät erhöhen .
Die konkreten Preise will Google erst beim Made-by-Google-Event nennen. Durchgesickerte Händlerangaben deuten jedoch auf folgende US-Startpreise hin :
Die Angaben sind für den US-Markt durchgesickert und stellen keine bestätigten deutschen Verkaufspreise dar.
Google könnte die Preiserhöhung beim Basismodell teilweise mit mehr Speicher abfedern. Die 128-GB-Version soll entfallen; stattdessen könnte das Pixel 11 bereits mit 256 GB beginnen .
Beim Arbeitsspeicher zeichnet sich dagegen ein widersprüchliches Bild ab: Das Basismodell könnte in der Einstiegsversion nur 8 GB RAM bieten, nachdem beim Pixel 10 mindestens 12 GB vorgesehen waren. Bei den Pro-Modellen soll die Einstiegskonfiguration möglicherweise von 16 auf 12 GB sinken. Varianten mit mehr Speicher könnten weiterhin 16 GB RAM erhalten .
Das Herzstück der neuen Serie soll der Tensor G6 sein. Die Leaks sprechen von einem Chip, der bei TSMC im N2-Verfahren mit 2-nm-Strukturbreite gefertigt wird – ein deutlicher Schritt gegenüber dem 3-nm-Verfahren des Tensor G5 .
Durchgesickert ist außerdem eine ungewöhnliche Sieben-Kern-Konfiguration:
Ob sich diese technische Aufrüstung im Alltag vor allem bei Leistung, Akkulaufzeit oder KI-Funktionen bemerkbar macht, lässt sich erst nach Googles offizieller Vorstellung beurteilen.
| Modell | Prozessor | Display | RAM | Akku laut Leak |
|---|---|---|---|---|
| Pixel 11 | Tensor G6, 2 nm | 6,3 Zoll OLED, 120 Hz, bis 2.200 Nits | bis zu 12 GB | etwa 4.840 mAh |
| Pixel 11 Pro | Tensor G6, 2 nm | 6,3 Zoll LTPO-OLED, 120 Hz, bis 2.450 Nits | bis zu 16 GB | etwa 5.000 mAh |
| Pixel 11 Pro XL | Tensor G6, 2 nm | 6,8 Zoll LTPO-OLED, 120 Hz, bis 2.450 Nits | bis zu 16 GB | etwa 5.115 mAh |
| Pixel 11 Pro Fold | Tensor G6, 2 nm | 7,6 Zoll faltbares OLED-Display | bis zu 16 GB | etwa 5.000 mAh |
Die Tabelle fasst frühe Spezifikationsleaks zusammen. Bei den Einstiegskonfigurationen der Pro-Modelle wird teilweise auch von 12 GB RAM statt 16 GB berichtet .
Auffällig sind außerdem die gemeldeten Akkukapazitäten: Sie könnten bei mehreren Modellen leicht unter denen der Pixel-10-Generation liegen und sich insgesamt ungefähr zwischen 4.840 und 5.000 mAh bewegen .
Bei der Kamera soll das Standardmodell einen neuen 50-MP-Hauptsensor mit dem Codenamen „chemosh“ erhalten. Für die gesamte Reihe wird außerdem bis zu 30-facher Digitalzoom erwartet .
Die sichtbarste Neuerung könnte Pixel Glow werden. Dabei handelt es sich offenbar um eine RGB-LED-Anordnung, die in die überarbeitete Kameraleiste integriert ist .
Google selbst hat Pixel Glow in mehreren Teasern angedeutet. Auf der Google-Store-Seite ist ein farbwechselnder Lichtpunkt zu sehen, der rechts neben den Kameraobjektiven sitzt . Ein weiterer Clip aus Googles Kampagne „Ask More of Your Phone“ zeigt die Anzeige deutlicher .
Im Alltag könnte Pixel Glow wie eine moderne Version der Benachrichtigungs-LED funktionieren, die bei vielen Smartphones vor Jahren verschwunden ist. Unterschiedliche Farben könnten auf Anrufe, Nachrichten oder App-Hinweise aufmerksam machen. Die Leuchte wäre auch dann sichtbar, wenn das Smartphone mit dem Display nach unten auf dem Tisch liegt .
In Code aus der vierten Beta von Android 17 wurde das System als dynamische, mehrfarbige Funktion beschrieben . Ob es tatsächlich eine Zuordnung bestimmter Farben zu einzelnen Kontakten oder Apps geben wird, ist jedoch noch nicht bestätigt. Auch die frühere Meldung über acht Farben bleibt bis zum Google-Event unbestätigt .
Frühe Leaks deuteten darauf hin, dass Pixel Glow ausschließlich im Pixel 11 Pro, Pixel 11 Pro XL und Pixel 11 Pro Fold zum Einsatz kommen könnte. In Googles Teasern stand vor allem ein goldfarbenes Pixel 11 Pro im Mittelpunkt . Ob auch das Standardmodell die Leuchte erhält, ist daher eine der offenen Fragen.
Passend dazu soll Google die Kameraleiste neu gestalten. Statt einzelner Aussparungen könnte künftig eine durchgehende Glasfläche das gesamte Kameramodul bedecken. In diesem Bereich dürfte auch die Pixel-Glow-Technik untergebracht sein .
Kurz vor dem Höhepunkt der Pixel-11-Leaks tauchten Bilder und Händlerdaten zu einem bislang nicht offiziell angekündigten Tracker auf: dem Google Pixel Tag .
Die bisherigen europäischen Einträge nennen folgende Eckdaten :
Der Lautsprecher soll dabei helfen, verlegte Gegenstände in der Nähe akustisch wiederzufinden. Für die Konkurrenzfähigkeit gegenüber Apples AirTag wird vor allem entscheidend sein, ob der Pixel Tag Ultra-Wideband (UWB) unterstützt. Diese Technik ermöglicht eine präzisere Richtungs- und Entfernungssuche. Ohne UWB müsste sich der Tracker bei der Nahbereichssuche hauptsächlich auf Bluetooth verlassen .
Der Pixel Tag soll voraussichtlich gemeinsam mit der Pixel-11-Reihe vorgestellt werden. Offiziell bestätigt ist das bislang jedoch nicht .
Das Made by Google-Event findet am 12. August 2026 in New York City statt . Erwartet werden:
Die zentrale Frage lautet, ob Google die höheren Preise mit genügend Mehrwert rechtfertigen kann. Auf der Plusseite stehen der neue Tensor G6 im 2-nm-Verfahren, voraussichtlich 256 GB Basisspeicher und mit Pixel Glow eine ungewöhnliche Hardware-Funktion. Dem stehen mögliche Einsparungen beim Einstiegsspeicher sowie leicht kleinere Akkus gegenüber.
Google hat zudem erklärt, an speichersparender Software zu arbeiten. Dazu soll unter anderem eine Funktion gehören, mit der Apps nur den tatsächlich benötigten RAM anfordern können .
Unterm Strich: Die Preiserhöhung ist von Google bestätigt, die konkreten Modellpreise bleiben aber bis zum 12. August offen. Beim Pixel 11 Pro Fold ist ein Aufschlag von 400 US-Dollar besonders unsicher. Ebenso muss Google noch klären, ob Pixel Glow auch im Basismodell steckt und ob der Pixel Tag UWB unterstützt.