Duplantis erklärte, er habe „Gold“ rund um den Gedanken geschrieben, etwas zu repräsentieren, das größer ist als man selbst: die Familie, das Team und die Trainer. Musik und Sport seien für ihn zwei Dinge, die Menschen auf besondere Weise zusammenbringen.
Damit soll der Titel mehr sein als bloße Begleitmusik für ein neues Sportevent. Der Name „Gold“ passt zur Ausrichtung der Ultimate Championship, bei der sich Olympiasieger, Weltmeister und Diamond-League-Champions messen. Zugleich verleiht Duplantis dem Wettbewerb eine persönliche Note: Die Hymne stammt von einem der Athleten, die in Budapest selbst um den Sieg kämpfen.
World Athletics will den Song in die TV-Übertragungen und die Inszenierung im Stadion einbauen. Nach dem Ende des letzten Wettkampftags am Sonntag, dem 13. September, soll Duplantis „Gold“ live aufführen.
Die Premiere wird in drei Abendsessions in Budapest ausgetragen. Das zweijährlich geplante Format versteht sich als Wettbewerb der „Champions der Champions“ und bringt führende Athleten aus Olympia, Weltmeisterschaften und Diamond League zusammen. Die Sieger einzelner Disziplinen erhalten jeweils 150.000 US-Dollar; insgesamt werden 10 Millionen US-Dollar ausgeschüttet.
World-Athletics-Präsident Sebastian Coe beschrieb die Ultimate Championship als Plattform für die Talente und Leidenschaften der Stars – sowohl auf als auch neben der Laufbahn. Duplantis ist dafür eine besonders naheliegende Wahl: Er gehört zu den bekanntesten aktiven Leichtathleten der Welt und hat bereits eine eigene musikalische Laufbahn aufgebaut.
Die Ankündigung von „Gold“ folgte unmittelbar auf einen der spannendsten Wettkämpfe von Duplantis in dieser Saison. Am 20. August gewann er den Stabhochsprung beim Diamond-League-Event in Lausanne mit 6,21 Metern und verbesserte damit seinen eigenen Meeting-Rekord von 6,15 Metern. Bis zu dieser Höhe blieb er fehlerfrei. Anschließend nahm er zweimal 6,32 Meter in Angriff – einen Zentimeter über seinem Weltrekord von 6,31 Metern –, scheiterte jedoch beide Male und beendete den Versuch.
Für Spannung sorgte Emmanouil „Manolo“ Karalis. Der Grieche überquerte 6,16 Meter und kam Duplantis damit ungewöhnlich nahe. Es war die zweitbeste Höhe seiner Karriere; mit 6,17 Metern steht Karalis auf Platz zwei der ewigen Weltbestenliste hinter Duplantis.
Bereits fünf Tage zuvor hatte Duplantis Karalis bei den Europameisterschaften in Birmingham besiegt. Mit 6,15 Metern gewann er seinen vierten Freilufttitel in Folge und stellte einen Meisterschaftsrekord auf. Karalis wurde mit 6,00 Metern Zweiter.
Nach den aktuellen Freiluft-Ranglisten bleibt Duplantis der klare Favorit: Sein Weltrekord von 6,31 Metern führt die Saisonbestenliste 2026 an, Karalis folgt mit 6,17 Metern auf Rang zwei. Der Wettkampf in Lausanne hat jedoch gezeigt, dass der Stabhochsprung in Budapest mehr werden könnte als ein Pflichtsieg des Rekordhalters.
Genau hier liegt die Bedeutung von „Gold“ für die neue Veranstaltung. Der Song gibt World Athletics eine wiedererkennbare akustische Identität. Gleichzeitig liefern Duplantis’ 6,21 Meter in Lausanne, sein Angriff auf 6,32 Meter und das immer engere Duell mit Karalis die sportliche Geschichte hinter der Inszenierung.
Wenn Duplantis am 13. September in Budapest seine Hymne singt, wird er einen Wettbewerb abschließen, bei dem er zugleich Musiker, Publikumsmagnet und einer der wichtigsten Titelanwärter ist.