Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden von ASRock gelisteten Varianten:
| Parameter | RX 9050 8 GB (Einzelhandel) | RX 9050 4 GB (OEM) |
|---|---|---|
| Architektur | RDNA 4 (Navi 44) | RDNA 4 (Navi 44) |
| Compute Units | 16 | 16 |
| Shader-Einheiten | 1.024 | 1.024 |
| Ray Accelerators | 16 (3. Gen.) | 16 (3. Gen.) |
| KI-Beschleuniger | 32 (2. Gen.) | 32 (2. Gen.) |
| Game-Takt | 1.920 MHz | 1.920 MHz |
| Boost-Takt | 2.600 MHz | 2.600 MHz |
| Speicher | 8 GB GDDR6 @ 18 Gbps | 4 GB GDDR6 @ 18 Gbps |
| Speicherbus | 128 Bit | 64 Bit |
| Speicherbandbreite | 288 GB/s | 144 GB/s |
| Stromanschluss | 1x 8-Pin | 1x 8-Pin |
| Empfohlenes Netzteil | 450 W (manche Quellen nennen 500 W) | 450 W |
| PCIe-Unterstützung | PCIe 5.0 | PCIe 5.0 |
Quellen:
Der größte Unterschied zu früheren Leaks ist die Anzahl der Shader-Einheiten. Gerüchte vom Mai 2026 sprachen von 2.048 Shader-Einheiten (32 Compute Units, ein voller Navi 44 XT) . Die ASRock-Listung halbiert das auf 1.024 Shader-Einheiten über 16 Compute Units, was bedeutet, dass die Serienkarte einen stark beschnittenen Chip verwendet . Die Taktraten blieben jedoch gleich: 1.920 MHz Game-Takt und 2.600 MHz Boost-Takt.
ASRocks offizielle Listung empfiehlt ein 450-Watt-Netzteil für beide Varianten . Tweakers berichtet von einem empfohlenen 500-W-Netzteil . Die gesamte Kartenleistung (TBP) wurde offiziell nicht bekannt gegeben, aber frühe Schätzungen basierend auf 1080p-Gaming-Benchmarks gehen von einer TDP von etwa 92 Watt aus .
Es gibt keine offiziellen Preisangaben von ASRock oder AMD. Analysten erwarten, dass das 8-GB-Modell preislich zwischen 200 und 300 Euro liegen wird, mit einem Sweet Spot unter 250 Euro, etwa 220 bis 230 Euro, um eine Kannibalisierung der RX 9060 (über 300 Euro) zu vermeiden und Nvidias RTX 5050 (derzeit rund 289 Euro) zu unterbieten . Die 4-GB-OEM-Version wäre vermutlich günstiger, aber es gibt keine genauen Angaben. WCCFTech merkt an, dass eine Karte, die eigentlich 100–150 Euro kosten sollte, aufgrund der DRAM-Knappheit nun bei über 200 Euro erwartet wird .
Die Reaktion der PC-Hardware-Community war überwältigend negativ, insbesondere gegenüber der 4-GB-Variante:
Die Entscheidung, 2026 eine 4-GB-Karte auf den Markt zu bringen, wird allgemein auf eine schwere GPU-Speicherverknappung zurückgeführt und nicht auf leistungsbezogene Gründe. Eine breitere VRAM-/DRAM-Knappheit – angetrieben durch die KI-Nachfrage nach HBM- und GDDR-Speicher – hat die GDDR6-Preise in die Höhe schnellen lassen, Nvidia gezwungen, sein RTX-50-Super-Refresh zu verschieben, und die GPU-Preise allgemein nach oben getrieben .
Auf der CES 2026 bestätigte AMDs David McAfee, dass trotz der starken Partnerschaften von AMD mit DRAM-Herstellern, die eine Verknappung von Radeon-GPUs verhindern sollen, Preiserhöhungen wahrscheinlich sind . Brancheninsider berichten, dass sich die VRAM-Kosten zuletzt verdreifacht oder vervierfacht haben und DRAM nun bis zu 80 % der Materialkosten einer GPU ausmacht .
Die 4-GB-Konfiguration ist eine direkte Kosteneinsparung als Reaktion auf diesen Angebotsdruck. ASRocks Entscheidung, den Speicherbus zusammen mit der Kapazität zu halbieren, wird als Weg gesehen, die Anzahl der GDDR6-Chips zu reduzieren und die Preisgestaltung in einem Markt zu steuern, in dem die Speicherkosten außer Kontrolle geraten sind . NotebookCheck merkt an, dass die Existenz einer 4-GB-SKU unterhalb einer bereits beschnittenen 8-GB-Karte „widerspiegelt, wie knapp die GDDR6-Zuteilung und die Preisgestaltung in diesem Jahr geworden sind“ .