Während Nvidia offiziell noch keine Details bestätigt hat, zeichnen übereinstimmende Leaks aus Benchmarks und der Lieferkette ein detailliertes Bild. Sie deuten auf einen Chip hin, der hohe Gaming- und KI-Leistung aus einem einzigen Paket liefern soll. Die folgenden Spezifikationen sind allesamt unbestätigt.
CPU und Co-Design
Der N1X soll über eine 20-Kern-CPU auf Arm-Basis verfügen, die in zwei 10-Kern-Clustern auf Nvidias Grace-Architektur basiert. Dieses Setup hat sich bereits im GB10-Superchip bewährt, der den DGX Spark AI-Computer antreibt . Der Chip ist eine Gemeinschaftsentwicklung mit MediaTek, das die Arm-IP-Integration und das Systemdesign übernimmt
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GPU
Die integrierte GPU (iGPU) basiert Gerüchten zufolge auf Nvidias Blackwell-Architektur und ist mit 48 Streaming-Multiprozessoren (SMs) bzw. 6.144 CUDA-Kernen bestückt. Das ist exakt die Kernanzahl der Desktop-Grafikkarte GeForce RTX 5070 . Da es sich um eine iGPU handelt, die sich die Leistungs- und Wärmeaufnahme mit der CPU teilt, dürfte die reale Spieleleistung jedoch geringer ausfallen – Schätzungen gehen von einem Niveau zwischen einer mobilen RTX 5070 und einer RTX 5070 Ti aus
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Speicher und Fertigung
Technische Muster und durchgesickerte Motherboard-Bilder deuten auf Unterstützung von bis zu 128 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher hin, was auf eine vereinheitlichte Speicherarchitektur ähnlich wie bei Apples M-Serie-Chips schließen lässt . Gefertigt werden soll der Chip in einem nicht näher spezifizierten 3-Nanometer-Prozess (N3) von TSMC
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Leistungsaufnahme und Betriebssystem
Leaks deuten auf eine flexible Thermal Design Power (TDP) hin, die von Herstellern zwischen 65 W und 120 W konfiguriert werden kann. Dadurch könnte dasselbe Silizium sowohl in dünnen Ultrabooks als auch in leistungsstarken Gaming-Notebooks verwendet werden . Der Chip tauchte auch in Benchmarks sowohl mit Windows on Arm (WoA) als auch mit Linux AArch64 auf, was das anvisierte Software-Ökosystem bestätigt
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Das N1/N1X-Programm ist durch Leaks seit Jahren bekannt, und der Weg zur Marktreife wurde mehrfach verschoben. Frühe Berichte aus dem Jahr 2025 deuteten auf einen Start im ersten Quartal 2026 hin . Noch im Januar 2026 berichteten DigiTimes-Quellen von einem Debüt in diesem Quartal, mit weiteren Modellen im zweiten Quartal
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Die jüngsten Leaks vom April 2026 deuten jedoch auf eine erneute Verschiebung des Zeitplans hin. Berichten von Moore’s Law is Dead und Igor’s Lab zufolge wird Nvidia den N1X zwar auf der Computex im Juni vorführen, die ersten Endkundengeräte könnten aber erst im Oktober 2026 ausgeliefert werden. Eine breitere Verfügbarkeit wird sogar erst Anfang 2027 erwartet . Dells Alienware- und Lenovos Legion-Gaming-Marken werden als erste OEM-Partner genannt. Ein Lenovo Legion 7 nebst 245-Watt-Netzteil wurde bereits in Leaks gesichtet
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Die Verzögerungen scheinen auf eine zweifache Herausforderung zurückzugehen: Hardware-Redesigns und mangelnde Software-Reife. Frühe technische Muster benötigten Berichten zufolge „Respin“ genannte Neudesigns, was die Validierungs- und Tape-Out-Phasen nach hinten verschob . Gleichzeitig brauchte Microsoft mehr Zeit, um sicherzustellen, dass Windows on ARM optimal an die neue Hardware angepasst ist – inklusive des Prism-Emulators für x86-Apps, Treibern und KI/ML-Schnittstellen
. Diese Abstimmung zwischen einem neuen Chip und einer ausgereiften Betriebssystem-Erfahrung ist entscheidend, denn Microsoft will eine Wiederholung der enttäuschenden App-Kompatibilität früherer Windows-on-Arm-Einführungen vermeiden.
Sollten die durchgesickerten Spezifikationen zutreffen, wäre der N1X nicht nur irgendein neuer Chip. Er wäre die leistungsstärkste integrierte GPU, die jemals in einem Consumer-Notebook verbaut wurde, und die erste glaubwürdige Arm-basierte Gaming-Plattform für Windows . Seine Hauptkonkurrenten sind klar definiert: Qualcomms Snapdragon X Elite/Plus-Serie, die derzeit den Windows-on-Arm-Markt dominiert, und Apples M4 Pro/Max-Chips, die bei integrierter Grafikleistung führend sind. Mit dem Eintritt in den Notebook-CPU-Markt bedroht Nvidia auch direkt das jahrzehntelange x86-Duopol von Intel und AMD bei Gaming-Laptops.
Es ist entscheidend zu betonen, dass jede Spezifikation und jeder Zeitplan jenseits des Teasers vom 29. Mai selbst auf Leaks, Versandmanifesten, Benchmarks von technischen Mustern und Gerüchten aus der Lieferkette basiert. Nvidia, Microsoft und MediaTek haben diese Details nicht offiziell bestätigt. Jensen Huangs Keynote am 1. Juni auf der Computex dürfte die erste offizielle Klarheit bringen.
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