Für MCU-Fans hätte der Satz zudem eine besonders elegante Ironie. Tony Starks berühmtes „I am Iron Man“ – auf Deutsch sinngemäß „Ich bin Iron Man“ – wurde zu einer der prägendsten Zeilen der Reihe. „Du bist Tony Stark“ würde diese Szene spiegeln: Nicht Stark selbst erklärt seine Identität, sondern eine andere Figur konfrontiert einen maskierten Bösewicht mit einem vertrauten Gesicht.
Die Spekulation knüpft an Marvels Multiversum an. The Fantastic Four: First Steps spielt in der alternativen Realität Earth-828, die von der Hauptrealität des MCU getrennt ist. In der Szene während des Abspanns wurde Doctor Doom in dieser Welt eingeführt – sein Gesicht blieb dabei verborgen. Das hat zusätzliche Fragen zu seiner Identität und seiner Funktion in Avengers: Doomsday ausgelöst.
Marvel beschreibt Avengers: Doomsday offiziell als Konfrontation zwischen Doctor Doom und Helden aus verschiedenen Universen. Deshalb wäre eine Variante durchaus denkbar: Downey könnte einen Doom spielen, der in seiner Realität das Gegenstück zu Tony Stark ist oder ihm äußerlich gleicht.
Bestätigt ist diese Verbindung jedoch nicht. Die verfügbaren offiziellen Informationen sagen nicht, dass Doctor Doom eine Earth-828-Version von Tony Stark ist. Genau hier endet die gesicherte Handlung und beginnt die Fan-Theorie.
David Harbour spielt Alexei Schostakow, den russischen Supersoldaten Red Guardian. Marvel stellte die Figur als Teil des ungewöhnlichen Antihelden-Teams in Thunderbolts vor – gemeinsam mit Yelena Belova, Bucky Barnes und weiteren Figuren. Berichten zufolge verwendete Harbour in dem Variety-Interview die charakteristische Stimme von Red Guardian, als er die aus dem Zusammenhang gerissene Zeile vortrug.
Offiziell bestätigt sind derzeit vor allem drei Punkte:
Nicht offiziell bestätigt hat Marvel dagegen, dass Doctor Doom Tony Stark ist, dass er im Film seine Maske abnimmt oder dass Red Guardian den fraglichen Satz in der fertigen Fassung sagt. Die öffentlichen Informationen des Studios beschreiben die Figuren und das Multiversum-Konzept, verraten aber nicht diesen konkreten Twist.
Drei Erklärungen erscheinen plausibel:
Welche dieser Varianten zutrifft, lässt sich derzeit nicht entscheiden. Der Satz ist vor allem deshalb brisant, weil er Tony Stark direkt beim Namen nennt. Ohne die zugehörige Szene, Regieanweisungen oder den restlichen Dialog kann eine einzelne Zeile jedoch keinen fertigen Plot beweisen.
Die Diskussion fällt in eine Phase, in der Marvel die Werbung für den Dezember-Start hochfährt. Für die ersten 24 Stunden wurden 16,5 Millionen US-Dollar an Vorverkaufsumsatz gemeldet. Dabei waren zunächst nur Tickets für Premium-Formate in einer begrenzten Zahl von Kinos erhältlich – die Zahl ist daher kein endgültiges Einspielergebnis.
Zusätzlich startet der offizielle Rückblick-Podcast Countdown to Avengers: Doomsday. In fünf Folgen blicken Iman Vellani – bekannt als Ms. Marvel – und Frank Alvarez auf wichtige Ereignisse des MCU zurück. Die erste Folge soll am 27. August erscheinen; anschließend sind wöchentliche Episoden geplant.
Bis Marvel selbst mehr verrät, sollte Harbours Satz daher als verlockender Hinweis und nicht als bestätigter Spoiler behandelt werden. Er könnte auf eine Verbindung zwischen Tony Stark und Doctor Doom hindeuten. Offiziell ist Robert Downey Jr.s Figur weiterhin Doctor Doom – und das Verhältnis zwischen Doom und Stark bleibt offen.