Singapurs Premierminister Lawrence Wong möchte die internationale Zusammenarbeit bei der KI-Sicherheit zunächst praktisch testen: Am 28. Oktober 2026 schlug er einen freiwilligen Pilotversuch vor, in dem interessierte Länder Informationen über KI-Vorfälle austauschen könnten. Als Vorbild nannte er die Luftfahrt, wo auch Beinahe-Ereignisse untersucht und Erkenntnisse geteilt werden, um die Sicherheit zu verbessern.
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So könnte der Pilot beginnen
Ein erster Schritt wäre, gemeinsame Kategorien für KI-Vorfälle festzulegen und zu vereinbaren, welche Informationen gemeldet werden sollen. Anschließend könnten die teilnehmenden Länder erproben, wie sie Meldungen sicher erfassen und untereinander austauschen. Das sind vorgeschlagene Bausteine – ein fertiges, international geltendes Meldesystem gibt es damit noch nicht.
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Wongs Luftfahrtvergleich zielt auf eine Kultur des Lernens und der Prävention: Nicht nur schwere Vorfälle, sondern auch Beinahe-Ereignisse können Hinweise darauf geben, wo Risiken entstehen. Die daraus gewonnenen Erfahrungen sollten nach seiner Darstellung auch zwischen Regierungen und anderen Organisationen geteilt werden, die fortgeschrittene KI-Modelle einsetzen.
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Erst erproben, dann über einen größeren Rahmen nachdenken
Ein Pilotprojekt könnte zeigen, welche Informationen sich sinnvoll teilen lassen und wie ein grenzüberschreitender Austausch in der Praxis funktioniert. Zugleich könnten die Beteiligten Erfahrungen sammeln und Vertrauen aufbauen, bevor sie über einen umfassenderen Rahmen entscheiden. Wong beschrieb sichere Verfahren zum Informationsaustausch als etwas, das interessierte Länder entwickeln und testen könnten – nicht als bereits ausgearbeitetes globales System.
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Auch organisatorisch setzte Wong auf schrittweise Zusammenarbeit: Kleinere, länderübergreifende Gruppen interessierter Staaten könnten an konkreten Arbeitsbereichen und praktischen Instrumenten arbeiten.
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Was noch offen ist
Der Vorschlag legt noch nicht abschließend fest, welche Ereignisse meldepflichtig wären, ob überhaupt eine verbindliche Meldepflicht gelten sollte oder welche konkreten Sicherheits- und Governance-Regeln den Austausch schützen würden. Auch die gemeinsamen Kategorien und Anforderungen an die Meldungen müssten erst vereinbart werden.
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Wong stellte die Idee bei einem virtuellen Treffen zur Sicherheit fortgeschrittener KI-Modelle vor. Gastgeber waren Finnlands Präsident Alexander Stubb und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre. In ihrer gemeinsamen Erklärung würdigten sie sowohl die Chancen der KI als auch die Warnungen vor möglichen Risiken.
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Der Kern des Vorschlags ist damit bewusst schrittweise: Erfahrungen aus der Flugsicherheit aufgreifen, grundlegende Meldekategorien vereinbaren und sichere Austauschwege mit interessierten Beteiligten testen. Was sich bewährt, könnte später in einen größeren Rahmen einfließen.
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